Ahnenerbe – Sigvater

Diesen Tonträger bewerten
[Total: 39 Average: 1.9]

JETZT KAUFEN

Ahnenerbe – Siegvater
Neuschwabenland Propaganda | CD

Es ist vollbracht, mit “Sigvater” meldet sich Ahnenerbe zurück und dies in einer unglaublich starken Weise…

Ich muss schon sagen, als ich bereits vor einigen Wochen in den Genuss dieses grandiosen Studioalbums kam, wurde ich bin kürzester Zeit in dessen musikalischen Bann gezogen. Diese wuchtige Symbiose zwischen tiefschwarzer Metalkunst, melodischen Zeremonien und heidnischen Elemente, lässt “Siegvater” wie eine schwarze Sonne erstrahlen. Sigskald stellt hier einmal mehr unter Beweis, welch musikalisches Können aus seinem Schaffen entspringt, dabei setzt der Musiker auf allerlei verschiedene Einflüsse und gestaltet somit ein wahrlich spannendes und abwechslungsreiches Album.

Erneut und doch wesentlich anders erklingt auf “Sigvater” ein musikalischer Diskurs kultureller und mythologischer Themen. Fern der Moderne lässt Ahnenerbe uns Teil einer Reise sein, die in ihren Liedern den alten Göttern und Sagen huldigt. So dürften zweifelsohne wie “Wekings Wehr” oder das Titellied “Sigvater” für helle Freude bei der heidnischen Metalfraktion sorgen. Verpackt wurden die Texte wieder in einer wohlklingenden Mixtur aus wütend rasenden Schwarzmetall-Nummern – da sei “Auf weiter Heide” mal genannt, die Nummer kehr kein Midtrempo, nur pures Geknüppel, was in der zweiten Hälfte mit einem starken Solo verfeinert wurde – und melodischen Rockelementen, was teilweise an ältere Absurd erinnert. Dazu gesellt sich dann noch, dass es neben klassischen Instrumenten einige experimentellen Klänge zu hören gibt, die in Richtung Folk Metal gehen.

Das “Sigvater” Album ist eine verdammt starkes Album, eine pechschwarze Reise in alte Zeiten. Dazu gesellt sich dann noch, dass das musikalische Material der Scheibe von Standard bis Überlänge reicht, so beginnt der Opener in einer soliden, dreiminütigen Spielzeit und endet mit dem Titellied “Sigvater” bei einer Dauer von fast zwölf Minuten. Das ist Programm, wie das gesamte Album an sich.

Aus der eisigen Festung von Neuschwabenland Propaganda kommt auch das zweite Album von Ahnenerbe und erneut hat man einwandfreie Arbeit abgeliefert. Der Tonträger ist technisch sauber und ziemlich druckvoll produziert, das Material bietet eine wuchtige Klangkulisse und drückt ordentlich. Und auch optisch ist das Werk gelungen, das Frontcover bietet ein wirklich schickes, finster Motiv. Im Beiheft findet man alle Texte, was speziell für jene hilfreich ist, die gerade erst mit der dunklen Tonkunst in Kontakt kommen. Am Ende der Reise ist man erschöpft, es gibt mit jedem Lied so viel Spannendes zu erfahren, dass das vernommene Wort erst einmal richtig verarbeitet werden muss… aber am besten man rastet gar nicht erst, gleich wieder los und noch einmal anhören. Dieses Album ist von Anfang bis Ende gelungen!

Titelliste:
01. Scheiterhaufen und Folterkammern
02. Der Ketzer
03. Wekings Wehr
04. Auf weiter Heide
05. Sigvater
06. Das Sonnenrad
07. Lichtes Sein

Hörprobe – Ahnenerbe – Siegvater:

 

Ahnenerbe – Heldentod

Author: Frontmagazin

Frontmagazin.de - Das Onlinemagazin für rechtspolitische & revolutionäre Musik und im Netz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.