Stahlkappenglanz – Demo

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Stahlkappenglanz – Demo
PC Records | MC

Oh ha, mit dieser Produktion kehrt PC Records wirklich zurück zu den Wurzeln. Gut, eine MC ist selbst in heutigen, digitalen Zeiten keine Seltenheit bzw. ist noch immer irgendwie präsent, gerade im Black & Pagan Metal erfreut das analoge Format sich großer Beliebtheit und auch bei mir, daher war der Kauf jetzt nicht unbedingt eine Rückkehr in Kindheitstage, aber dennoch, für den Rechtsrockbereich ein nicht wirklich typisches Medium. Sieht man vielleicht von der D.I.Y. Praxis mal ab. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein selbstgemachtes Demotape, sondern um ein professionell angefertigtes Pro-Tape, bedruckt und mit gedruckten Einleger. Dann werde ich das Kassettendeck anschmeißen

Die Band, die sich auf diesem Tape verewigt hat, nennt sich Stahlkappenglanz und wie sich unschwer erahnen lässt, geben sich hier ein paar wild gewordene Stiefeljungs die Ehre. Mir sagte die Band bis zum Eintreffen dieser MC leider überhaupt nichts und zugegeben, etwas voreingenommen war ich bei dem Namen schon. Aber auch Stahlkappenglanz verdienen Aufmerksamkeit und haben das Recht bei uns gehört zu werden.

Bei dem vorliegenden “Demo”, handelt es sich um ein Livemitschnitt und geboten bekommt man zehn Lieder, von denen fünf nachgespielte Stücke sind. Musikalisch bekommt man das geben, was man sich doch irgendwie erhofft hat. Rotzigen Skinrock der alten Schule, ohne großartig zu experimentieren oder allzu verspielt zu klingen, unterhalten die Skins die Bude, in der diese Aufnahmen stattgefunden haben. Das Material klingt authentisch, es bringt einen gewissen Charme mit sich und wirkt nicht wie ein sauber produziertes Demo vom Nobelschröder. Aber es ist auch nichts, was man sich häufig geben kann, da muss man schon hart auf Live-Material der einfachen Sorte stehen, um es vielfach abfeiern zu können. Es wird wohl die wenigsten Hörer überraschen, dass es thematisch ebenfalls voll und ganz subkulturell geprägt ist. Es lebt die Szene, es lebt der Kult und das Bier ist kalt, dann mal los. Neben den fünf eigenen Kompositionen, bedient man sich auch noch an alten Klassikern von Endstufe, Rabauken und Freikorps. Also eben an dem alten Material, welches immernoch wunderbar funktioniert.

Mal schauen wie es mit Stahlkappenglanz weitergehen wird, mit einem soliden Einstand haben die Musiker einen guten Start hingelegt, ich werde die Band auf jedenfall im Auge behalten. Die Idee, dass sich die Band mit einer MC vorstellt, finde ich Klasse und begrüße ich. Gut, es ist nicht ganz der alten Schule entsprechend, schließlich handelt es sich hier um ein Pro-Tape. Eine professionell angefertigte Kassette bedruckt und mit anständig gestalteten Einleger. Dennoch, die Idee ist klasse und findet durchaus Gefallen bei mir. Trifft übrigens auch auf die Gestaltung der Produktion zu. Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung, geht für Pro-Tapes günstiger und dies bei geringerer Auflage, siehe den Black Metal Bereich, aber auch wesentlich teurer und billiger. Von daher ist das Verhältnis mit angeschlagenen 8,00 Euro in Ordnung.

Das Teil hat durchaus seinen Charme, es ist musikaisch nun keine riesen Nummer oder Überflieger, aber mit eine ordentlichen Portion an Nostalgie versehen und in erster Instanz etwas für Stiefeljungs. Kann man sich gut ins Regal stellen, als Hingucker allemale eine nette Sache!

Titelliste:
Seite A
01. Intro / In die noie Zeit
02. Tirnken *
03. Way of Life
04. Warte, warte nur ein Weilchen **
05. …und Spaß dabei!
Seite B
01. Working Class *
02. Voran ***
03. Niemals wie ihr
04. Wir geben niemals auf!
05. Renee *

* im Original von Endstufe
** im Original von Rabauken
*** im Original von Freikorps

Hörprobe – Stahlkappenglanz – Working Class:

 

Author: Frontmagazin
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