Der Hoffungsträger – Völker Suizid (Demo)

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Der Hoffungsträger – Völker Suizid (Demo)
Heimdall Versand | MCD

Erstes musikalisches Lebenszeichen von einem Solokünstler namens Der Hoffnungsträger

Aller Anfang hat seine Hürden, aber schließlich muss man ja irgendwo beginnen, wenn man mit seiner Musik bekannt werden möchte, oder? So verhält es sich auch bei dem neuen Solokünstler Der Hoffungsträger, diese liefert uns mit Unterstützung vom Heimdall Versand ein erstes Lebenszeichen mit seiner Demo “Völker Suizid” ab. Die acht Lieder wurden auf einem Silberling verewigt, der sich in einem klassischen Pappschuber befindet und dazu eine doch recht ansehnliche Gestaltung vorweisen kann. Für ein erstes Lebenszeichen geht das völlig in Ordnung, das hat man auch schon schlechter gesehen.

Musikalisch gibt es einfache Balladen, klassische Klampfenmucke, wie wir sie schon des Öfteren zu hören bekommen haben und vom beispielsweise Liederabenden her kennen. Und auch bei den Texten verhält es sich ähnlich, die Texte sind von einfacher aber deutlicher Natur. “Verteidigung” oder “Halte Schritt” stehen beispielsweise im Zeichen des politischen Aktivismus und des Widerstandes. Der Hoffnungsträger gibt sich Mühe und unter der Berücksichtigung, dass es sich hier um die ersten Aufnahmen handelt, kann man dann auch über einige Fehler hinweg schauen. Wie bereits geschrieben, sind die musikalischen Beiträge einfach gehalten, wer die etwas ausgefallenere und ausgereiftere Klangkunst favorisiert, der wird hier nicht wirklich Freund mit sein. Großer Kritikpunkt ist meiner Meinung nach, der Gesang, dieser wechselt zwischen einer ruhigen und recht deutlichen Stimmlage und einer kratzigen, leider etwas anstrengenden Gesangsart. Neben der Ausarbeitung des musikalischen Teils besteht hier eindeutig der größte Handlungsbedarf. Wie bereits geschrieben, ist die Stimme teilweise wirklich anstrengend, in dieser Form kann man das Material nicht wirklich lange hören. Aber, es ist eine Demo, dass darf man nicht vergessen und sollte man auch berücksichtigen, nun geht es an die Feinarbeit und Steigerung. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass weniger versucht wird, hart und kratzig die Gesänge rüberzubringen und mehr auf klare, gerne auch etwas seichtere Töne zu setzen. Bei klassischen Solokünstlern im rechtspolitischen Musikbereich ist es mittlerweile einfach der Fall, dass es vielen von ihnen gibt. Viele Musiker, die in Bands aktiv sind, leisten auch hier und dort mal etwas im Alleingang und noch mehr greifen zur Gitarre und scheitern damit, auch wenn sie es sich selbst nicht eingestehen und hören wollen. Außerdem, und ja, es ist nicht fair, aber leider liegt es in der Natur der Sache bzw. Musikrichtung, dass man im einen Vergleich mit den Großen der Alleinunterhaltung zieht. Gewollt oder ungewollt.

Der Heimdall Versand ist gut dabei, wieder einmal hilft er einem jungen Musiker sich der politischen Musikszene und dessen Hörerschaft vorzustellen. Was Der Hoffnungsträger in Zukunft aus seiner Arbeit macht, dass weiß nur er, mit dieser Rezension sei aber ein wenig konstruktive Kritik mit auf den Weg gegeben und wünschen weiterhin natürlich gutes Gelingen und viel Spaß dabei. Und so möchte ich diese Besprechung mit den Worten, die ich zu Anfang schrieb, auch beenden. Aller Anfang hat seine Hürden, aber schließlich muss man ja irgendwo beginnen!

Titelliste:
01. Mit uns
02. Halte Schritt
03. Verteidigung
04. Karl der Kleine
05. Völker Suizid
06. Schämt euch
07. Freundschaft
08. Nie am Boden

Hörprobe – Der Hoffungsträger – Völker Suizid:

 

Author: Frontmagazin
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