Troi!e Stiefelz – Troi dem Oi!

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Troi!e Stiefelz – Troi dem Oi!
Eigenproduktion | CD

Über den Asphalt erklingen die Schritte der Troi!en Stiefelz

Die Idee dieses musikalischen Projektes entstand in den Weiten der rechtspolitischen Netzgemeinschaft und wurde dort auch geboren. Beteiligt haben sich an diesem Werk mehrere Musiker der deutschen Musikszene. Es vereinen sich hinter dem Mikro musikalisch umtriebige Gesellen wie der Wiesel, ein Typ mit Brille, die Sänger von Aufbruch, Sturmrebellen, Regiment 25, Pionier und Blutbanner, sowie die Künstler Frontzeit, Einzelkämpfer, Renitenz, Visionär und Frei & Stolz. Außerdem wirken ein Lala und der Schmidtke mit. Zumindest an Musikern mangelt es dem Projekt nun nicht.

Troi!e Stiefelz ist musikalisch eine recht unterhaltsame Geschichte, ganz klar steht hier der Spaß im Vordergrund und eine gewisse Huldigung an den Kult und an die alten, wilden Tage. Gut, auch nicht wirklich schwer zu erraten, liest man sich einmal die Titelliste durch, die Lieder wie “Bier ist oi“, “Skinhead Girl” oder “Für immer 20”, eines von zwei Coverversionen, beinhaltet. Machen wir uns nichts vor, dieses Album sollte man mit ordentlich Humor hören und nicht allzu ernst nehmen. Als Partyscheibe kann man bedenkenlos auf das “Troi dem Oi!” Album zurückgreifen, für eine ausgelassene Fete ist diese Scheibe bestens geeignet. Wer alles bitterernst nimmt oder mit Subkulturen nichts anfangen kann, der ist hier an der falschen Adresse.

Musikalisch eine solide Sache, lockerer und einfacher Rock, der stabil in die Gehörgänge geht. Das alles geht mal schön flott zur Sache und auch mal in etwas ruhigeren Tönen bis hin zu balladesken Klängen. Passt, der musikalische Teil funktioniert und kann sich hören lassen, wer klassische Rocknummern mag, der kommt hier auf seine Kosten. Was den Gesang angeht, so ist es ein Wechselspiel der Gefühle, es ist von gut bis nicht gut wirklich alles vertreten. In Ordnung, der überwiegende Anteil am Gesang ist gut bis gelungen, der eher schlechtere bis gruselige Teil ist in der Unterzahl. Selbst Stimmen, die mir persönlich eher nicht so zusagen, können hier tatsächlich überzeugen. Da sei der Einzelkämpfer mal positiv hervorgehoben. Pionier, Aufbruch und allen voran Blutbanner stehen für sich selbst. Wo wir gerade bei Blutbanner waren, die nachgespielte Version von “Für immer 20” ist mit der ersten Strophe von Blutbanner eine geniale Sache bis es dann leider nach dem Kehrreim weitergeht. Uff, da standen wirklich alle Nackenhaare oben, als wenn wer mit den Fingernägeln über die Schiefertafel kratzt, so hört es sich “gesanglich” dann von dem einen (oder anderen auch) Sänger an. Und damit ist nicht Blutbanner gemeint.

An dem Tonträger gibt es Produktions technisch nicht wirklich viel auszusetzen. Der Klang der Scheibe ist gut, da hat man beim Mixen anständige Arbeit geleistet. Die Aufmachung ist in Ordnung, einfach gehalten, aber für meinen Geschmack etwas zu unordentlich, es wirkt etwas wild durcheinander gewürfelt. Im Beiheft findet ihr die Texte der Lieder, wie man es kennt.

Bleibt am Ende, im Großen und Ganzen zu sagen, dass die vorliegende Scheibe ganz nett geworden ist. Das Teil hat seine Momente, seine Höhen, aber auch seine Tiefen. Die Idee einer solchen Zusammenarbeit gebührt es zu gratulieren. Lustiger Silberling, kann man ein paar Runden durch die Anlage jagen, danach ist aber auch gut. Der Silberling ist nichts, was man dauerhaft und auf lange Zeit hören kann. Für zwischendurch oder einen geselligen Herrenabend aber durchaus brauchbar!

Titelliste:
01. Intro
02. Wir sind troi
03. Noch dabei
04. Renee *
05. Spinnennetz
06. Heute bist du dran
07. Skinhead Girl
08. Für immer 20 **
09. Die Zukunft wird unser sein
10. Bier ist oi
11. Oi Oi Oi

* im Original von Endstufe
** im Original von Freikorps

Hörprobe – Troi!e Stiefelz – Für immer 20:

 

Author: Frontmagazin
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12 thoughts on “Troi!e Stiefelz – Troi dem Oi!

  1. Das Jahr 2023 steht in den Startlöchern und die “rechtspolitische Netzgemeinschaft” hat nichts besseres zu tun, als ihre Zeit und Kraft in ein BRD-rückwärtsgewandtes Projekt zu investieren. Der Skinhead-Kult wird gefeiert und man versucht buchstäblich aus Scheiße Gold zu machen.
    Die vermeintliche wilde Zeit von damals, war im Wesentlichen nichts weiter als Schaumschlägerei. Nun denn, feiert noch schön.

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    1. zum Lachen hockste wohl im Keller… aus Scheisse Gold machen… du hast es wohl net verstanden, dass es um einen guten Zweck ging…

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  2. Der karitative Zweck des Projektes wurde im Artikel leider nicht erwähnt. Seltsam, denn dies wurde oft genug kundgetan in allen Bereichen… Der Gewinn aus der Nummer kommt einer Einrichtung zu Gute, die ich hier nicht nennen kann, da sonst wieder evtl “öffentlicher Druck” bezüglich der Herkunft der Spende entstehen könnte.

    Natürlich haben da auch Leute mitgemacht, deren “Tagesgeschäft” nicht die Musik bzw der Gesang ist. Dennoch haben sich da die Leute (zb. FSN Schröder) bereit erklärt, der guten Sache halber, mitzumachen… dies gilt es zu honorieren, statt runterzuputzen bzw so überspitzt dämlich (Fingernägel auf ner Schiefertafel) darzustellen…

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    1. Sei gegrüßt,

      der karitative Zweck war mir nicht bekannt, daher bitte ich um Entschuldigung, dass eben dieser nicht genannt wurde.
      Was die Kritik angeht, so ist es mir bekannt, dass man gerne nur lobende Worte hören möchte. Ich habe bereits damit gerechnet, dass die Rezension wieder die klassischen Dramen hervorrufen wird, aber so ist es nun einmal.
      Auch hier gilt, es ist kein persönlicher Angriff, sondern ein objektives Meinungsbild. Der karitative Zweck in Ehren, dies ist kein Argument um etwas schönzureden, was nicht geht.

      Weiterhin gutes Gelingen mit der Musik!

      Beste Grüße

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    2. Guter Zweck hin oder her das macht die Musik und den grauenvollen Gesang auch nicht besser. Das Frontmagazin hat schon recht und war fair mit seiner Bewertung. Das Album ist unterirdisch und peinlich. Als Skinhead kann man sich nur schämen für diesen Dreck.

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  3. klar hört man gern lobende Worte… aber letztlich isses eh subjektiv und irgendwer findet immer irgendwas schlecht, was ja kein Ding is… ich find 90% vom RAC für unhörbar, halte es aber keinem unter die Nase, weil man sollte sich gegenseitig nicht kaputtmachen (was aber halt Standard is in der RAC Szene). Gab einige, die ham den Zweck dahinter verstanden und ham über den schlechten Gesang auch lachen können (so wie wir selbst auch), so wie es auch beabsichtigt war…

    anhand von so manchen Kommentaren hier sieht man ja, woran man ist, wenn man was auf die Beine stellt, was anderen Menschen helfen soll… war definitiv das letzte Mal…

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    1. Bitte versprech uns nichts was du nicht einhalten kannst. wenn dann nämlich wieder was gemacht werden muss für Hannes dann machst du doch wieder Musik. Leider.

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      1. Sei gegrüßt,

        so, und du, Daniel, fährst jetzt mal wieder einen Gang zurück, bevor deine Kommentare eventuell noch Ausmaße annehmen und es deinetwegen dann hier ungemütlich und beleidigend wird. Das möchte ich nicht und das gibt es hier nicht. Noch einmal und ich lösche deine Kommentare! 😉

        Beste Grüße

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      2. lieber daniel, ich meinte die Sache mit dem karikativen Zweck…

        Musik werde ich mehr denn je machen, keine Sorge und hoffentlich ärgern sich Leute wie du darüber schwarz… auch das kann Motivation sein, Sonntags schnell einen Song einzuspielen… und wenn du mir deine emailadresse gibst, sende ich ihn dir auch kostenlos zu… an dich geht viel Liebe raus Daniel…hahaha

        und selbstverständlich werde ich auch weiter mit Hannes musizieren… extra für dich… vielleicht wird extra wegen dir ein neues Projekt entstehen… wär doch super

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  4. Wie so oft….
    finde ich es einfach schade das, sobald mal wirklich etwas anderes erscheint das sich jeder Rambo dazu berufen fühlt die Bockwurst im senfglas zu sein…..
    Als ich das Cover ohne jegliche vorinformationen der Scheibe gesehen habe ….war ich auf ein hartes aber doch melodisches Album gefasst…
    Klar musste ich die Scheibe auch zwei drei mal im Auto laufen lassen um mich damit anzufreunden…..
    Aber mittlerweile find ich die Scheibe echt toll …..und würde mir mehr langspieler wünschen die sich trauen mal weg zu gehen von dem üblichen was wir präsentiert bekommen……
    Ich finde daran nichts schlechtes auch mal eine Scheibe in den Händen halten zu können bei der ich meinen doch sehr humorvollen Charakter irgendwie wiederfinde
    Wie oft wurden ahnen…..Helden……Orte….etc. besungen
    Und warum dann nicht mal eine Scheibe über die man nicht auch mal schmunzeln kann

    Ich mag das Teil!!!!!
    Und aus der Entstehung her, aus einem Chat Verlauf bis zum Album…..ist meiner Meinung nach Respekt gebührend

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    1. Sei gegrüßt,

      so, und bevor es hier ausartet und noch weitere Kommentare auf diesem primitiven und Niveau freien Level verfasst werden, ist die Kommentarfunktion mit sofortiger Wirkung gesperrt!

      Beste Grüße

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