Whitelaw – Take the Salute – Neuauflage

Whitelaw – Take the Salute – Neuauflage
Midgård Records | CD

Das Erstlingswerk als würdige Neuauflage…

Ende der Neunziger ließen Whitelaw das erste Mal von sich hören. Mit „Take the Salute“ sollte der Startschuss zu einer, bis heute anhaltenden Karriere abgefeuert werden. Und was für ein Album uns damals beschehrt wurde, kraftvoller und, wie für englische Verhältnisse typisch, melodischer Rechtsrock mit viel Pogogarantie. Neben den stilgeprägten Spielweise auf dieser Scheibe, die einen binne weniger Minute in ihren Bann zieht, ist es Sänger Benny, der am Mikro ordentlich einheizt. Ja und wie wir es bereits von der Insel kennen, ist man dabei darauf bedacht, in typischer Manier seine Lieder vorzutragen. Damit sei gemeint, dass es hier den klassischen, klaren und doch betimmenden Gesangsstil zu hören gibt, den beispielsweise schon Paul Burnley und selbstverständlich Ian Stuart so großartig beherrschten.

„Take the Salute“ erschien in einer Zeit, die von Veränderungen geprägt war. Teile der alten Garde zogen sich zurück oder stiegen komplett aus, wie seinerzeit beispielsweise Paul Burnley. Andere hatten nach dem Tod von Ian Stuart, Führungsansprüche erhoben. Es standen Jahre mit immer wiedereintretenden Veränderungen an. Veränderungen können bekanntlich positives als auch negatives mit sich bringen. „Take the Salute“ war etwas positives, es war an der Zeit für frischen, musikalischen Wind. Sicher, es war jetzt nicht so, dass es keine gute Musik mehr von der Insel zu hören gab. Noch immer und grandios waren beispielsweise Brutal Attack oder Razors Edge, stetig aktiv. Nur brachte „Take the Salute“ frischen Wind in die Sache. Die Bissigkeit und Ballance zwischen abwechslungsreicher und zugleich vertrauter Musik, und radikal notwendiger Lyrik, war ausgewogen und knallte wie die Faust aufs Auge. Speziell die Gitarrensolos sind hier besonders anzumerken, diese reißen einen echt mit, schon damals eine großartige Leistung. Whitelaw hatten es von Anfang an verstanden, mit ihren musikalischen Kampfansagen wie „Your Honour is True“, „Rise Up“ oder „New Era“ die Szene in Bewegung zu versetzen. Doch auch den ruhigeren Klänge kann man auf „Take the Salute“ lauschen, so stellt die Abschlussnummer „Tomorrow will be our Day“ eine eben solche da und überzeugt.

Zwar ist auch die Neuauflage von Midgård Records ein paar Tage älter aber dennoch, im Zuge des demnächst erscheinenden siebten Vollalbums der Band, haben wir das Erstlingswerk noch einmal herausgekramt. Was definitiv eine gute Idee war, es macht nämlich auch nach all den Jahren noch Spaß, dieses gelungene Werk zu hören. Midgård Records hat die Neuauflage in einer schicken, zeitgemäßen Neuaufmachung verpackt. Im Beiheft findet ihr die Liedtexte. Macht durchaus was her und passt vom Stil her, zu den nachfolgenden Werken, die erschienen sind. Wer also auf der Suche nach einem Album ist, dass den Geist der Anfangstage des britischen RAC wunderbar vermittelt, musikalisch wohlklingendes Material hören mag und dem Kult verfallen ist, der wird mit „Take the Salute“ seine Freude haben. Ein großartiges Werk und eine gelungene Neuauflage!

Titelliste:
01. Take the Salute
02. Skinhead Heart
03. Freedom
04. Your Honour is True
05. Rise Up
06. Good Friends
07. What´s happened?
08. Always There
09. New Era
10. Fetch the Noose
11. His will
12. Tomorrow will be our Day

Hörprobe – Whitelaw – Take the Salute – Skinhead Heart:

 

Author: Frontmagazin

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1 thought on “Whitelaw – Take the Salute – Neuauflage

  1. Pogogarantie bei take the salute von White Law? Wohl eher kaum. Ich mag die Band sehr und kaufte mir vor über 20 Jahren dieses Album, es sind 3-4 Lieder drauf die eingängig sind, der Rest ist eher so dahingetümpelter RAC. Es war halt das Erstlingswerk von Benny und Co., nicht schlecht, aber auch noch weit weg von gut. Was sich aber im Laufe der Jahre änderte. White Law steigerte sich ja dann von Album zu Album.
    Mir ist ein Rätsel wie man bei Take the Salute von Pogogarantie schreiben kann? Die ist mit Abstand eine der langsamsten RAC Scheiben, wenn nicht sogar die langsamste RAC Scheibe die ich je gehört habe und in 30 Jahren habe ich glaube ich viel gehört. Meine Kritik, soll keine Kritik an der Kapelle sein, weil ich die Band wie eingangs erwähnt sehr mag. Es ist vielmehr eine Kritik an der Kritik, die in meinen Augen nicht wirklich stimmig ist.

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