Birthrite – The Seeds of change

Birthrite – The Seeds of change
Rebel Records | CD

Wer sich nach den goldenen Zeiten des amerikanischen RAC sehnt, der sollte nun die Lauscher aufmachen, die Jungs von Birthrite hauchen der eingeschlafenen Musikszene neues Leben ein und machen deutlich, das die US Szene noch nicht tot ist. Auch wenn dies in den letzten Jahren fast den Anschein erweckte. Nach zwei grandiosen EPs ist es nun auch endlich soweit und mit „The Seeds of change“ liefert das Trio ihre erste Vollscheibe ab und mit dieser trifft man genau den Nerv. Es ist schon länger her, dass es eine neue Gruppe aus den USA geschafft hat, derart zu begeistern und an die radikalen und großartigen Jahre anzuknüpfen. Sicherlich, bei dem Wörtchen „Radikal“ müssen wir einige Abstriche machen. Man darf hier jetzt keine neue Ethnic C. oder People Haters erwarten, da lässt der juristische Rahmen nicht zu. Ansonsten aber versprüht das Teil den Charme, den ich zuletzt bei Ironwill vor einigen Jahren vernommen hatte, im Bezug auf eine neue Gruppe aus den Staaten. Hoffen wir nur, dass es sich bei Birthrite um eine längere Lebensdauer handelt, als bei Ironwill, von denen hört man nämlich auch nichts mehr. Aber gut, dies steht hier jetzt nicht zur Debatte.

Der rotzige Sound der Straße, der vertraute Stil amerikanischer RAC Musik, dies vernimmt man mit den zehn Liedern auf dieser Vollscheibe. Dabei lassen die Skins kein gutes Wort an die gegenwärtige herrschende Klasse und den politischen Missständen in ihrem Land. Mit scharfer Kritik und dennoch durchdachter Weise, verteilen Birthrite musikalische Abreibungen. All die textliche Wut wurde im melodischen Rechtsrock verpackt, der dieses gewisse Etwas in sich hat, den nur die Amis abliefern können. Stellenweise erinnert mich das Material an Midtown Bootboys, Intimidation One oder Definite Hate. Stark, und dabei hatte ich schon fast abgeschlossen mit der rechtspolitischen Musik aus Übersee. Es ist ja nun nicht so, dass sich da drüben noch viel tut was taugliche Bands angeht. So erfreulicher ist die Entwicklung von Birthrite.

Wenn eine amerikanische RAC Band ein Label in Deutschland sucht, dann sind diese bei Rebel Records genau an der richtigen Adresse gelandet. Wer sich mit Rebel Records beschäft, der stößt ziemlich schnell auf eine offensichtliche Affinität zur amerikanischen Rechtsrockszene. Ganz zur Freude jener, die diese Leidenschaft teilen, mich eingeschlossen. So holt Martin auch bei dieser Produktion alles raus, was im Rahmen der Produktion geht. Das Resultat ist am Ende eine Album, welches sich in den Neunzigern problemlos neben den großen Produktionen von Resistance Records und anderen, hätte einreihen können. Dazu eine passende Gestaltung und fertig, ein Silberling mit einer großartigen Klangkulisse und jeder Menge unvergleichbaren Charme an amerikanischen White Power R´n´R. Ich vermisse solche Produktionen aus Übersee und wünsche mir mehr davon, zu grandios waren die damaligen Zeiten. Birthrite holen mit „The Seeds of change“ dieser Zeit zurück, zumindest für einen gewissen Moment in ihren zehn neuen Liedern. Freude und Sympathisanten der melodischen Rechtsrockmucke aus den Staaten können problemlos zugreifen, die Freude wird bereits nach dem ersten Lied aufkeimen. Wer sich mal wieder ein gelungenes Album aus den Staaten anhören mag, der ist hier ebenfalls richtig. Großartig, ich hoffe das wir von Birthrite noch viel mehr hören werden, Kaufempfehlung und Tipp von uns!

Titelliste:
01. Seeds of Change
02. Replaced
03. Brand New Day
04. Bulldog Breed *
05. Birthrite
06. Everett
07. Hated Few
08. Direct Action
09. By Our Side
10. One by One

* im Original von Squadron

Hörprobe – Birthrite – Brand New Day:

 

Author: Frontmagazin

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2 thoughts on “Birthrite – The Seeds of change

  1. Das Teil mit den „großen Produktionen der 90er“ zu vergleichen, ist schon etwas sehr übertrieben. Es ist eine gute CD, aber nicht mehr als Durchschnitt. Wäre auch in den 90ern so gewesen!

    1. Sei gegrüßt,

      vielen Dank für deine Meinung. Bitte lies dir die Rezension noch einmal durch. Ein Vergleich mit den „Großen“ wurde nicht geschrieben, man hört nur gewisse Parallelen, dies wurde geschrieben. Der Faktor „Radikalität“ wurde bewusst angesprochen und es wurde auch betont, das die textliche Härte von Damals natürlich in heutiger Zeit nicht realisierbar ist, dürfte jedem bewusst sein. Zumindest nicht unter bundesdeutscher Flagge und wenn die Produktion für den dt. Markt gedacht ist. Rebel Records hat eine ansehnliche Arbeit abgeliefert mit der Produktion, dies sieht man auch. Ansonsten darf man der Produktion durchaus mehr als nur einen „Durchschnitt“ zugestehen. Die Jungs sind musikalisch fit und im Gegensatz zu vielen anderen Musikern dort drüben, sind die Jungs von Birthrite nicht mit den Betrieb von Meth Kitchen beschäftigt, sind weder durch Drogen verreckt oder selbsternannte Superstars, die nicht zu dem stehen, was sie singen. 😉 Aber das ist ein anderes Thema und das gehört nicht hier her.

      Deine Meinung zählt natürlich und wir sind immer an unterschiedlichen Meinungen interessiert. Weiterhin viel Spaß mit dem Zine!

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

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