White Guard – Prometheus

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White Guard – Prometheus
Midgård Records | CD

Das finnisch, russische Gemeinschaftsprojekt White Guard geht in die zweite Runde…

Wem es mal wieder nach brachialeren Klängen aus dem Corebereich verlangt, der sollte seine Aufmerksamkeit dem zweiten Album „Prometheus“ schenken. Das finnisch, russische Gespann feuert frech aus allen Rohren und landet dabei mächtige Treffer. Stilistisch ist das Material wesentlich härter ausgefallen als wie es noch beim Vorgänger der Fall war und selbst dort stand schon alles im Zeichen der Coremucke. Brachial wütender, zügig und dennoch mit der nötigen Portion an melodischen Anteil verfeinerter Hard- bzw. Metalcore. In neun Titeln, eines davon ist ein Intro, lässt diese international aufgestelle Kapelle dabei keine Wünsche offen und erfüllt somit das Verlangen der Hörerschaft des däftigen Coresounds. Dabei war man gewillt, der Hörerschaft natürlich auch einen hörbaren Genuss zu bieten und so ist das Material entsprechend starkt ausgefallen in seiner Klangkulisse. Ein starkes Schlagzeug wuchtet sich wie ein Walze nur so durch die Lieder. Midgård Records hat die Stimme des Schreihalses von White Guard mit der von Weissi / Brainwash verglichen. Der Aussage kann man sich soweit anschließen, eine gewisse Ähnlichkeit ist durchaus hörbar. Ja und nereits mit der ersten richtigen Nummer machen White Guard dann auch deutlich, das hier kein Kuschelkurs gefahren wird. Der Circle Pit wird in einen verdammten Kriegsschauplatz verwandelt und wer am Ende sein Jochbein richten muss, der hat alles richtig gemacht.

Thematisch ist das Album durchweg politisch, daran bestand aber auch nicht wirklich ein Zweifel. Man geht deutlich auf so manche Krankheit unserer Zeit ein und lässt dabei klare Worte sprechen. Der Albumtitel „Prometheus“, der Vordenker, wurde nach einer gleichnamigen Gottheit aus der griechischen Mythologie gewählt und dürfte im politischen Kontext mit Genkdanken des vorausschauenden Kämpfers stehen. „Prometheus“ ist eine musikalische Kampfansage gegen die moderne Welt und kommt wie ein Blitzeinschlag aus dem Olymp daher.

Midgård Records stand auch bei dem zweiten Album als Pate zur Seite und verhilft dem Werk zu einer ansehnlichen und hörbaren Produktion. Optisch ist das Teil ziemlich schick gestaltet, mir gällt dieses optische Zusammenspiel von Ästhetik, historischen, mythologischen Kunstwerken und modernen Gestaltungen. Das harmoniert hier wunderbar macht optisch echt was her. Im Beiheft sind die Texte natürlich zum nachlesen abgedruckt. Klangtechnisch ist „Prometheus“ schon ein ziemlich aggressives und starkes Brett, sauber abgemischt und vollendet. Die Corefraktion bekommt eine spannende, kraftvolle und durchweg politische Scheibe geboten. Wer Brainwash und Burning Hate feiert, wird auch mit dieser Scheibe seinen Freude haben. Ein Projekt das gerne mehr von sich hören lassen darf!

Titelliste:
01. Intro
02. Night Of Broken Glass
03. Blindfolded
04. Expulsion
05. Prometheus
06. Release The Rage
07. We Know Who You Are
08. We Won’t Perish
09. Kill Their Gods

Hörprobe – White Guard – Kill Their Gods:

Author: Frontmagazin

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