Rien ne vas plus – Arbeitersohn

[Gesamt: 2   Durchschnitt:  5/5]

Rien ne vas plus – Arbeitersohn
Aggressive Zone | CD

Wiederveröffentlichung der ersten Vollscheibe der Magdeburger Glatzen…

Rien ne vas plus, so nennt sich diese rotzige Oi! Kapelle und diese hatte 2013 ihr erstes Vollalbum „Arbeitersohn“ auf die Moite losgelassen. Dieses wurde seinerzeit von Aggressive Zone veröffentlicht und nun als Wiederveröffentlichung neu aufgelegt. Ganz ehrlich, das Teil hat irgendwas, etwas das die alten Knochen zucken lässt. Rotziger, angepisster Oi! mit einfachen und doch ehrlichen und klaren Texten. Das ganze hat den Charm der Neunziger inne und macht davon auch wunderbar gebraucht. Man rechnet in dem Lied „Verlorene Generation“ mit dieser versauten Jugend ab, ruft zum Erhalt und der Verteidigung des Kultes in „Schützt die Bewegung“ auf und weist auf das hin, was am „Tag X“ sein könnte. „Arbeitersohn“ ist ein ehrliches Oi! Album, schön melodisch, flott & Aggressiv und mit jeder Pogo-Garantie. Mir waren Rien ne vas plus bis zu dem Zeitpunkt, als das Teil in meine Anlage wanderte, nicht bekannt. Zumindest nicht so, das ich mir ein richtiges Bild von der Band und deren Musik machen konnte.

Rien ne vas plus haben mich überrascht, ich habe bei der doch etwas plumpen Aufmachung, nicht wirklich mit etwas brauchbaren gerechnet. So kann man sich täuschen lassen. Mit „Arbeitersohn“ gibt es für das tanzfreudige Glatzenvölkchen und all jenen, die auf melodische Oi! Mucke mit der Atmosphäre aus den neunziger Jahren stehen, einen durchaus brauchbaren Silberling. Hey, hier wird die Musik nicht neu erfunden oder revolutioniert, aber das hatte man sicherlich auch nicht vor. Nein, hier lebt der Kult in den zehn Liedern. Stolz, ehrlich und frei, so reißen die Skins die Lieder runter.

Wie bereits geschrieben, das erste Album hatte damals über Aggressive Zone das Licht der Welt erblickt. Nun gibt es eine Wiederveröffentlichung, dabei soll wohl alles beim alten geblieben sein, keine wirklichen Änderungen, einzig die Entschärfung des Schriftart auf dem Frontcover. Dieses musste etwas abgeändert werden, da hatte man wohl etwas großzügig und blitzartig bei der ersten Veröffentlichung zu Werke gegangen. Schick ist zwar etwas anderes aber nun gut, passt irgendwie zum musikalischen Programm der Scheibe. Im Beiheft sind die Texte abgedruckt, allerdings zweifle ich an jedem, der beim hören der Lieder nichts versteht. Wer auf stabilen Oi! mit Neunziger Jahre Attitüden steht, der sollte sich die Hörprobe bei uns reinziehen. Der Oi! ist eben nicht tot!

Titelliste:
01. Intro / Arbeitersohn
02. Verlorene Generation
03. Schützt die Bewegung
04. Von der Straße seid ihr nicht
05. Tag X
06. So ist das Leben
07. Frequenzdurchfall
08. Auf der Straße
09. Der Sturm bricht los
10. Skinhead Power

Hörprobe – Rien ne vas plus – Schützt die Bewegung:


 

Author: Frontmagazin

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1 thought on “Rien ne vas plus – Arbeitersohn

  1. Eine absolut authentische Scheibe, die auch nach sieben Jahren noch regelmäßig in der Musikanlage ihre Runden dreht. Da merkt man jedes Mal auf’s Neue, dass das Album mit richtig viel Herzblut entstanden ist. Ehrliche und wütende Texte, so muss das sein!
    Das Album ist wirklich sehr zu empfehlen, selbst für Leute, die mit bodenständiger Skin-Musik sonst nichts anfangen können. Das zweite Album „Spiegelbild“ sollte man sich direkt mitbestellen, ist auch eine echte Granate.
    Ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass die Jungs bald mal wieder von sich hören lassen!

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