Kraftschlag – Hits vom Index 2

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Kraftschlag – Hits vom Index 2
Gjallarhorn Klangschmiede | CD

Seit über dreißig Jahren besteht sie nun schon; Kraftschlag, die Hausband des Bösen. Es dürfte wohl kaum einen geben, der nicht schon die eine oder andere Hymnen der in Norddeutschland aus Wiege gehobenen Rechtsrocklegende gehört hat. Anfang der Neunziger hat man mit kompromisslosen und radikalen Liedern für Furore gesorgt, egal ob Freund oder Feind, Kraftschlag waren in aller Munde. Ihre Lieder haben bis heute ganze Generationen geprägt, sie waren wegweisend und haben maßgeblich dazu beigetragen, das die deutsche Rechtsrockszene bis heute richtungsweisend den Ton angibt.

Kraftschlag können mit Stolz und zurecht auf ein hochwertiges und großartiges Repertoir an zeitlosen Liedern zurückgreifen. Was waren da nicht alles für Klassiker dabei? Sei es das Liedgut der ersten beiden Machtwerke oder die geniale Miniserie, die fünf Maxi-CD umfasst. „Trotz Verbot…“, „Leif der Wikinger“, „Schnaps und Bier“, „Unser Land“, „Klansman“ oder „Deutsche Jugend“, um nur einen kleinen Bruchteil dessen zu nennen, was man in den Anfangstagen geschaffen hat und nach über dreißig Jahren noch immer nicht an Wert verloren hat. Oder die besagte fünfteilige Maxiserie, auch dort hat man nicht mit musikalischen Schaffenkraft gegeizt. Lieder wie „Festung Europa“, „Rechtsrock“, „Vorwärts“, Blinde Wut“ oder „Wird dieses Land uns je verstehen?“ sind ebenfalls nur einige starke Titel dieser Etappe. Im weiteren Verlauf hat man sich stetig gesteigert und experimentiert. So entand beispielsweise der ziehmlich gute „Rungholt“ Projekt oder Gemeinschaftsprojekte wie „Northmen“ mit der schwedischen Band Storm. Oder die „Weisse Musik“, ein Kraftschlag Soloprojekt zusammen mit den ebenfalls aus Schweden stammenden Musikern von Odins Änglar, man wusste stets mit hochwertigen und einwandfreien Klängen zu überzeugen. Im späteren Verlauf wurden nicht nur die Zeiten härter, diese waren für Jens und Kraftschlag ohnehin kein leichtes Spiel. Nein, musikalisch legte man ebenfalls eine Schippe drauf und wendete sich den metallischen Klängen zu und lies mit „Musik Attacke“ und der „Die wilden Jahre – Hits vom Index 89-95“ zwei Werke auf die Hörerschaft los, die man als Volltreffer par excellence bezeichnen kann. Gerade letzteres Werk hat den Grundstein dafür gelegt, alte und teils indizierte Titel wieder der breiten Masse zugänglich zu machen, natürlich legal und in zeitgemäßer Klangkulisse. Das ist auch der Grund für das hier vorliegende Album, willkommen zur nächsten Runde „Hits vom Index 2“

Auf 1.000 Stück limitiertes Mediabook

Jens und seine Kameraden haben sich für eine gute Zeit in den Proberaum und im Studio verschanzt und an einen Nachfolger der „Die wilden Jahre – Hits vom Index 89-95“ gearbeitet. Gründlich und im Rahmen des machbaren wurden Lieder alter Tage ausgewählt und neu vertont. Dabei hat man hauptsächlich auf die alten Nummern der Miniserie zurückgegriffen Sieben Titel inkl. dem Intro, stammen von den Scheiben der Miniserie, zwei Lieder von der „Weissen Musik“ Soloscheibe, ein Titel von der „…Nach 10 Jahren“ Scheibe und ein echter Klassiker vom zweiten, leider indizierten Album. Einmal mehr beweisen Kraftschlag, das man noch lange nicht zum alten Eisen gehört und mit „Hits vom Index 2“ bekräftigt man erneut seine Position als Kultband der deutschen Rechtsrockszene. Einwandfrei und zeigemäß sind die Neuinterpretationen der alten Lieder ausgefallen, kraftvoll und melodisch erklingen die zwölf ausgewählten Titel der Scheibe. Wenn es textlich zwar nicht mehr ganz so radikal wie in den frühen (wilden) Jahren zugeht, an Aussagekraft verlieren die Texte dennoch nicht ansatzweise. Lieder wie „Willkommen in Deutschland“, „Festung Europa“ oder „Realität“ haben auch heute, in diesen wirren Zeiten nicht ansatzweise an Aktualität und Bedeutung verloren. Im Gegenteil, die Lieder sind passender und deutlicher denn je. Besonders in Zeiten völlig verdrehter und künstlich geschaffener BLM Hysterie, sind Lieder wie „Klansman“ oder „Weisse Musik“ die gerechte Antwort.

Lange war es ruhig um Kraftschlag, viele haben die „Hausband des Bösen“ schon abgeschrieben. Zusammen mit der Gjallarhorn Klangschmiede meldet man sich wie ein Hammerschlag von Thor zurück und lässt alle Zweifler wissen, wie falsch sie lagen. Besonders der Zensurapparat der Gesinnungswächter dieser Republik und deren antifaschistischen Einsatztruppen wird die Zornesröte in die Gesichter steigen. Nach all der politischen Verfolgung, Willkür und Schikanen seitens der politischen Obrigkeit und ungewollter Zwangspausen in den Zuchtanstalten der Bundesrepublik, es ist einfach nicht gelungen Kraftschlag zu vernichten. Noch immer Rechtsrock für Deutschland, noch immer kompromisslos. Die gute, alte Gjallarhorn Klangschmiede stand Kraftschlag dabei als ausführender Produzent in mehr als kameradschaftlicher Art und Weise zur Seite. So hat man die „Hits vom Index 2“ sauber produziert, ein satter und kraftvoller Klang lässt die zwölf Titel durch die Boxen schallen, da versteht selbst der Nachbar zwei Straßen weiter noch die Texte. Verpackt hat man die Produktion natürlich zum einen in einer limitierten Edition. Es gibt ein Mediabook welches auf 1.000 Stück begrenzt ist. Neben der limitierten Edition gibt es natürlich eine klassische, unbegrenzte Auflage im Jewelcase. Dabei hat man sich etwas ganz feines einfallen lassen, optisch hat man die „Hits vom Index 2“ nach dem Design der des ersten Albums gestaltet. Man hat das Design von der „T**** V***** n**** t**“ fast 1:1 übernommen und angepasst. Eine Ehrerweisung und Danksagung an die Zeit mit der alles seinen Anfang nahm. Bleibt am Ende nur noch eines übrig, nämlich Jens und seinen Kameraden zu einer starken und mehr als kultigen neue Produktion zu gratulieren. Vielen Dank für all die Jahre feinster Rechtsrockmusik und viele, weitere Jahre, Konzerte und Lieder. Zieht euch den Hörprobenmix rein, sichert euch euer Exemplar und dreht die Anlage auf, Kraftschlag sind zurück und liefern den Kult vergangener Tage erneut ab. Das Teil gehört in jede Sammlung, Pflichtprogramm!!!

Update / Nachtrag: Im Nachgang kommen nun auch noch die freunde der edlen Schallfolie auf ihre Kosten. Die Gjallarhorn Klangschmiede hat die „Hits vom Index 2“ ebenfalls als Vinyl aufgelegt, zu meiner hellen Freude wie ich mal anmerken möchte. Das man es bei einer musikalischen Kultkapelle wie Kraftschlag nicht mit einer einfachen Auflage belässt, dürfte klar sein. Aber fangen wir mal bei der einfachen Edition an.Um der Produktion auf Vinyl auch den entsprechenden und würdigen Retro-Charakter zu verliehen, wenn nicht sogar noch mehr als es bei der CD Produktion der Fall ist, hat man sich bei der regulären Edition dazu entschieden, auch das kultige, an das erste Album angelehnte Design zu verwenden. Das macht auf Vinyl natürlich nochmal doppelt so viel Spaß zu begutachten. Der etwas verschmutzte Effekt auf dem einst weißen Hintergrund lässt die Nostalgie leben. Diese Edition ist begrenzt auf handschriftlich 418 Exemplare und aufgeteilt auf 200 Stück in schicker, blauer Variante und 218 Stück im klassischen schwarz. Mehr Kult und Verneigung vor den guten alten Tagen des RAC geht nun nicht wirklich, oder?

Die Jäger und Sammler dürfen sich dazu auf etwas ganz schickes gefasst machen. Die „Hits vom Index“ gibt es als limitierte Sammlerbox aus Holz im Doppelpack. Um genau zu sein, in der limitierten, auf 118 Stück begrenzten Box sind sowohl der erste Teil als auch der neue, zweite Teil der „Hits vom Index“ im schicken Gatefold mit alternativer Gestaltung enthalten. Wer also damals bei der offiziellen Vinyl(neu)auflage der „Die wilden Jahre – Hits vom Index 89-95“ leer ausging, der hat(te) noch einmal die Chance das Teil in die Sammlung einzugliedern. Außerdem gibt es einen exklusiven Schal und eine Fahne, auf der das neue Klansman Shirtmotiv gedruckt wurde. Dieses ist übrigens in etwas abgeänderter Form das Cover der bedruckten Holzbox bzw. des Deckels. Freunde und Nostalgiker sind hier also angesprochen, nun kann man das neue Werk auch vom Plattenteller erschallen lassen!

Limitierung:
200x blaues Vinyl
218x schwarz Vinyl
118x Ltd. Holzbox

Titelliste:
Seite B
01. Intro *
02. Rechtsrock *
03. Gegenwind *
04. Kamerad **
05. Die Hoffnung stirbt zuletzt ***
06. Weiße Musik **
Seite B
07. Willkommen in Deutschland *
08. Bridge to hell *
09. Realität *
10. Klansman ****
11. Festung Europa *
12. Alles oder Nichts *

* im Original von der fünfteiligen Mini-CD Serie
** im Original von der „Weisse Musik“ CD, dem ersten Teil vom Kraftschlag Soloprojekt
*** im Original von der „…Nach 10 Jahren“ CD
**** im Original von der „N*******“ CD (Indiziert)

Hörprobenmix – Kraftschlag – Hits vom Index 2:

 

Kraftschlag – Nach 10 Jahren – Neuauflage

Kraftschlag Solo – Jens Arpe & Odins Änglar – Weiße Musik – Neuauflage

Author: Frontmagazin

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20 thoughts on “Kraftschlag – Hits vom Index 2

  1. Ist DAS die letzte, die 30Jahre CD ? Oder kommt da noch was ?
    Ich hab da etwas „mehr“ erwartet, gerade nach so vielen Jahren seit der letzten CD.

    1. Sei gegrüßt,

      nein bzw. ja, es wird noch ein weiteres, neues Album geben. Natürlich mit neuen, bisher unbekannten Liedern. Nach über 30 Jahren darf man sich aber ruhig mal etwas Zeit lassen mit den Arbeiten an solch einer Scheibe, he, he… 😀 Also keine Sorgen, da kommt noch was! 😉

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

  2. Hallo !
    Schade ich dachte es kommt eine Kraftschlag mit komplett neuen Liedern raus. Ich verstehe denn Sinn von solchen CDs nicht, bitte nicht falsch verstehen konnte auch mit dem ersten Teil vor 15 Jahren nichts anfangen. Da die original Lieder nie übertroffen werden, Gruß !

    1. Sei gegrüßt,

      wie bereits oben geschrieben, es wird noch eine weitere Scheibe geben, mit neuen Liedern. 🙂 Vielleicht trifft die ja mehr deinen Geschmack?!

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

    1. Sei gegrüßt,

      hmm, kann man natürlich drüber streiten. Auf der einen Seite verstehe ich deinen Einwand, man hätte vielleicht einen Titel wählen können, welcher der damaligen Zeit entspricht, ohne explizit auf den Index einzugehen. Auf der anderen Seite sind aber einige Titel durchaus gelistet und wurden hier neu vertont und umgeschrieben. Außerdem stand Kraftschlag ja bekanntlich immer im Fadenkreuz der Justiz und somit ist dies schon ziemlich nah, auch im Bezug auf den Vorgänger. Quasi die Fortsetzung zur „Die wilden Jahre…“ CD.

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

    2. Es ist der Punkt , wo ich sogar sagen muss: Bitte lasst es wirklich!
      Ich bin mit KS groß geworden, waren jahrelang meine Lieblingsband, aber das geht einfach nicht mehr. Also seit ‚Wird dieses Land uns je verstehen?“ und „Deutsch geboren“ kam nix wirklich gutes mehr! Da dachte ich noch, ja geil weiter so. Aber danach brach was ein . Bei Musik Attacke und Götter des Krieges waren noch gute dabei, aber danach tat es nur noch weh.
      Wieso tut man sich sowas an? Sagt ihm das keiner von seinen Freunden, daß es mit dem Gesang nicht daß Wahre ist?! Er hat damals einfach klar, trotzig und wütend gesungen. Das passte. Gab damals auch bessere, aber die waren trotzdem geil. Aber dieses “ melodisch singen wollende“oder was auch immer geht nicht. Das alte werde ich ewig hören, mit den radikalen Anfängen bis zu den den Hammer: Wird dieses …, Deutsch geboren und Weisse Musik (spielerisch/Gesang).
      Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist. Oder jedenfalls nicht zu lange danach.

  3. Ich finde es gut, dass die alten Lieder neu vertont wurden. Gerade für die jüngere Generation, da die Original-Scheiben dank Zensur nicht mehr erhältlich sind.

    Ich freue mich auf das kommende Album und bin froh, dass Kraftschlag in diesen Zeiten noch immer existiert!!!

    Beste Grüße
    Patrick

    1. Ja, schlecht hören sich die neu vertonten Lieder net an.
      Nur dieser Piepser bei Bridge to hell versaut die ganze CD.
      Das hätte bei nem Album wo die Texte eh geändert wurden nicht sein müssen.
      „Schöne“ neue Zensuren für die jüngere Generation. Daumen runter!

  4. Moin!

    Zum Glück habe ich Anfang 2015 meinen Facebookaccount gelöscht.
    Zuvor hatte ich aber mal mit Jens dort geschrieben und er meinte damals schon, daß ein neues Album in Arbeit sei.
    Gut Ding will Weile haben…
    Naja, egal. ich habe mir ein paar Silberlinge bestellt um den alten Herren zu unterstützen.
    In Erinnerung an den Kelten in Itzehoe!
    Grüße aus Schleswig-Holstein

  5. So, nachdem der Postbote heute früh das Päckchen abgegeben hat und ich zum reinhören gekommen bin, setze ich mich direkt mal total in die Nessel – mit einer Meinung total konträr zur Rezension hier.

    Kraftschlag hatten in ihrer Geschichte zu Beginn zwei bestimmende Schwerpunkte, in den Erstlingswerken die Radikalität und dann mit beginnend mit den Maxis bei RockNord einen gewaltigen musikalischen Qualitätssprung, den ich allerdings in erster Linie der Mitwirkung von Miika von Mistreat zugeschrieben haben. Spätere Alben zeigten dann durchaus auch Qualitäten, hatten aber auch ihre Schattenseiten (auf textlicher Seite z.B. bei der Musik Attacke die „Pitbullpatrouille-Dosenbier“-Ding oder musikalisch/gesanglich bei „The Rain will come again“). Danach sind Kraftschlag veröffentlichungstechnisch irgendwie ziemlich verschwunden, die wenigen Liveauftritt in der letzten Besetzung mit den Mitglieder dieser BM-Band, deren Namen mir gerade nicht einfällt, waren auch nicht gerade Offenbarungen.

    Ganz grundsätzlich finde ich das Wiederaufwärmen alter Lieder keine tolle Sache, man bekommt doch nur Wiedergekäutes. Das war auch schon bei der ersten Hits vom Index der Fall, die bei mir auch schon keinen guten Eindruck hinterlassen hat. Dementsprechend kann man sich meine „Freude“ vorstellen, als Kraftschlag rund 10 Jahre nach der letzten Veröffentlichung dann mit „Aufgewärmtes Topf Nummer 2“ anstelle von neuen Lieder wieder im Versandhauskatalog erscheinen.

    Etwas verwirrend ist dabei auch, daß etliche der Lieder dann auch von nicht-indizierten Scheiben stammen und von daher mit dem Titel des Albums auch nicht wirklich in Beziehung stehen. Die Aufmachung der mir vorliegenden „normalen“ CD-Fassung lehnt sich ziemlich an die erste Scheibe an, kann man als Hommage verstehen, als Retro oder einfach auch als billig bei sich selbst abgekupfert, das bleibt jedem selbst überlassen.

    Teile der neuen Texte lösen bei mir minimal Kopfschütteln und an einer Stelle sogar fast Brechreiz aus, ganz konkret „Festung Europa“. Zum einen ist der nicht wirklich gut umgeschrieben worden und zum anderen ist das ja quasi eine Rücknahme des ursprünglichen Textes, was ich aus ideologischer Sicht einfach nur katastrophal finde.

    Von den eingangs genannten Qualitäten Radikalität und musikalische Steigerung kann die Scheibe hier in beiden Bereichen nicht punkten. Wirklich großartige musikalische Talente wie Edei oder Matze sind bei der aktuellen Besetzung wohl nicht vertreten. Tatsächlich finde ich z.B. bei „Kamerad“ die hier vorliegende Fassung tatsächlich um einiges schlechter als die vor 20 Jahren von Odins Änglar eingespielte Version. Wirkliche Qualitätssprünge sind nur bei den ganz alten Liedern festzustellen, denen dann aber im Gegenzug eben die Radikalität verloren geht. Wer seine Arbeit allerdings tatsächlich sehr gut gemacht hat, ist das Tonstudio. Die Abmischung ist druckvoll in allen Frequenzbereichen und nicht mit dem „Wir-drehen-einfach-den-Bass-hoch“-Getue von ROR Reloaded zu vergleichen.

    Unter dem Strich kommt hier für mich heraus: Eine Scheibe, die die Welt nicht gebraucht hätte. Glücklicherweise kündigt die Band aber auf der CD-Rückseite (in Schriftgröße 4??? – Gruß an den Designer) eine CD mit neuen Liedern zum 30. Jubiläum an. Vielleicht können Kraftschlag bei mir mit neuen Liedern eher Punkten als mit dem abgeschwächten Aufguss, der hier aus mir völlig unverständlichen Gründen zuerst abgeliefert wurde. Wünsche würde ich es mir.

    1. Sei gegrüßt,

      vielen Dank für deinen fundierten und sachlichen Beitrag. Solche Beiträge lesen wir natürlich immer gerne, es ist natürlich schade das „Hits vom Index 2“ dir nicht zusagt. Vielleicht trifft das kommenden, neuen Album ja wieder mehr deinen Geschmack. Lassen wir uns alle überraschen. Bei der Black Metal Band die du meinst, handelt es sich übrigens um Permafrost.

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

  6. Ich muss zugeben, dass ich auch zuerst skeptisch war ob man sowas braucht. Mittlerweile bekomme ich die Scheibe aber nur schwer wieder aus der Anlage.
    Auf der einen Seite Nostalgie pur, auf der anderen zum Teil aktueller denn je. Die musikalische Umsetzung finde ich sehr gelungen. Der Charme und das Gefühl der „guten alten“ 90er wird hervorragend transportiert. Einzig der Piepser bei bridge to hell ist absolut unnötig und versaut diese geniale Nummer total.
    Zu dem Titel „Festung Europa“:
    Ich finde es persönlich sehr gut, dass die Osteuropa Strophe umgeschrieben wurde (mal unabhängig davon ob man sie hätte besser umschreiben können). Zum einen ist der Osten heutzutage wohl tatsächlich letztes Bollwerk ethnokultureller, europäischer Identität. Zum anderen ist es wissenschaftlich völliger Schwachsinn,diesen Völkern die europäische Identität abzusprechen. Ist die Artverwandtschaft doch anthropologisch, archäologisch und linguistisch bewiesen (Buchempfehlung dazu: Helmut Schröcke – Die Vorgeschichte des deutschen Volkes -Indogermanen, Germanen, Slawen).
    Aus ideologischer Sicht wäre es tatsächlich eine Katastrophe gewesen, die alte Strophe zurückzunehmen, da eine Ideologie dogmatisch, in Stein gemeißelt und unverrückbar ist. Die Weltanschauung hingegen lässt Kurskorrekturen zu, sollten neue Erkenntnisse erlangt werden. Was wohl sowohl bei Luni als auch bei Jens passiert ist, über die Jahrzehnte.
    Unterm Strich tolle Scheibe und ein starkes Lebenszeichen.
    Die tatsächlich NEUE Scheibe lässt hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten.

  7. Die CD ist in der Tat ein zweischneidiges Schwert und krankt schon an Dingen, an denen „der erste Teil“ krankte. Instrumental gibt es hier nichts auszusetzen und einige neue Ideen sind wirklich clever (eigentlich hatte man mich mit Einsatz der Bassgitarre bei Minute 3:28 beim ‚Intro’ schon überzeugt). Stimmlich hat der gute Jens allerdings nachgelassen: Weder ist er so aggressiv wie früher, noch seine Stimme so melodiös. Hier haben wir allerdings keinen Patrick, der mit seiner Zweitstimme aushilft. Allerdings hat seine Stimme den Wiedererkennungswert nach so vielen Jahren eindeutig behalten. Unterm Strich ist das also Meckern auf hohem Niveau, denn der Nostalgiefaktor überwiegt und die Produktionsstandards sind erstklassig. Der kleine Piepser bei ‚Bridge to hell’ störte mich nicht soooo sehr. Übrigens hätte die Textkorrektur bei ‚Festung Europa’ in meinen Augen ruhig noch weiter gehen können, denn Europa endet immer noch in Deutschlands Osten, was wieder viel Raum für realitätsfremde Diskussionen bieten wird. Abseits von den Klugscheißereien und Grundsatzdebatten möchte ich einfach mal ein großes Dankeschön an die Macher vom ‚Frontmagazin’ aussprechen, denn ihr Einsatz ist ,wie der vieler anderer, nicht selbstverständlich.

  8. Diese CD ist in meinen Augen eine Frechheit.. Gesang kann man das nicht mehr nennen . Bin Schwer Enttäuscht ! Spielerisch habe ich das nach dem letzten Kraftschlag Album so erwartet aber das ist nun wirklich kein Gesang mehr sondern ein „Mühevolles“ Sprechen. Kraftschlag hat seinen Zenit erreicht…… Jedes Lied ist im Original BESSER !Hab die Limitierte Edition….CD Wird im Regal verstauben 🙁

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