Rahowa – Übervolk (CD)

RaHoWa – Übervolk
Rage Records | CD

Wie man zu dieser Produktion auch stehen mag, mit der „Übervolk“ CD dürfte sich eine der ersten Überraschungen in diesem Musikjahr, präsentiert haben. Sind RaHoWa zurück oder was bekommen wir hier serviert? Es handelt sich hier wohl in erster Linie um eine Art der musikalischen „Resteverwertung“, denn das enthalten Material war für die nie erschienen, weiteren Vollscheiben „Übervolk“ und „The Iron Dream“ gedacht. Wie man hier hören kann haben sich die Behauptungen bewahrheitet – nach dem sich seine Multikulti-Band Novacosm aufgelöst hatte – das Burdi im Jahr 2007 einige Lieder eingespielt hat(te), welche für die dritte CD „The Iron Dream“ gedacht waren. Was Burdi dazu bewogen hatte, das kann man nicht sagen. Die alten Hasen wissen um die Ereignisse, rund um George Burdi und RaHoWa zu jener Zeit. Für die jüngeren Generationen sei das Thema nur noch einmal kurz angeschnitten. Anfang bzw Mitte der goldenen Neunziger war Burdi mit seiner Gruppe Rahowa (Racial Holy War) eine nennenswerte und beeindruckende Größe in der internationalen „White Power“ Musikszene. Unter der Flagge erschienen zwei großartige und vor allem Weg weisende Tonträger, welche bis heute einen verdienen Kultstatus besitzen. Wenn auch mit faden Beigeschmack durch seinen schäbigen Abgang. Auch war Burdi der Gründer von Resistance Records. George Burdi galt als einer der talentiertesten und einflussreichsten Köpfe der damaligen WP-Musikszene Amerikas und war seiner Zeit voraus. Bis zum großen Schock, nach seiner Haftentlassung verkündete Burdi seinen Ausstieg aus der amerikanischen Szene. Doch es sollte noch dicker kommen, nicht nur das Resistance Records für satte 250.000 Dollar an die National Alliance verkauft wurde, nein er verkündete auch noch seine neue Beziehung mit einer Frau, asiatisch, indianischer Herkunft, damit war der Bruch komplett. Seine neue Band Novacosm fand dann auch noch musikalische Unterstützung durch einen Juden und einen Schwarzen. So, damit haben wir die fatale Geschichte um George Burdi und Rahowa kurz zusammengefasst. Zurück in die Gegenwart, liegen uns nun einige der 2007er Aufnahmen vor und diese wurden von Rage Records nur auf Lichtscheibe verewigt. Wie bereits geschrieben, welche Gründe wohl Burdi dazu bewogen haben, neues Material einzuspielen, kann man nur spekulieren. Was man allerdings mit Gewissheit sagen kann, ist die Tatsache das wir hier musikalisches Material geboten bekommen, welches uns wahrlich in die großartigen Tage der radikalen Neunziger zurückversetzen. Als wären RaHoWa nie weg gewesen und all die Schande um Burdi nie geschehen. Qualitativ richten sich die Nummern an der zweiten CD von damals, eine wunderbare Mischung aus RAC und Balladen, bis hin zu metallischen Elementen. Dazu eben Burdis unverkennbare Stimme. Die Aufnahmen brauchen sich wahrlich nicht verstecken, der Klang ist mehr als zufriedenstellend und wohlklingend. Ich bin echt hin und her gerissen, auf der einen Seite begeistern mich diese emotionalen Nummern wie „Waning Days“ oder „Away“, auf der anderen Seite ist da dann aber noch sein Verhalten und der Abgang auf ganz abartige Art und Weise. Hier steht man vor einen emotionalen, moralischen Scheideweg, kann man einen Menschen wie Burdi jetzt noch für ernst nehmen, trauen und eventuell, vielleicht in ganz, ganz ferner Zukunft noch eine Chance gewähren? Oder sagt man diesen Menschen komplett ab? Ich möchte diese Entscheidung hier gar nicht tiefgehend thematisieren, dies Entscheidung muss ein Jeder für sich selbst treffen. Wie mir aus vertraulicher Quelle versichert wurde, geht nicht ein Funken der eingenommenen Gelder an Burdi, dies ist doch schon einmal eine gute Sache, oder?

So denn, eine Produktion wie diese, sorgt natürlich für Gesprächsstoff und Aufsehen. Nicht zuletzt wegen der widerlichen Vergangenheit des Sängers. Ich kann jede abneigende Haltung gegenüber dieser Produktion verstehen, kann aber auch jeden Musikfreund verstehen, der die Lieder mit Freude durch die Anlage ballern lässt. Musikalisch ist diese Produktion eine kleine Zeitreise in die großartigen Neunziger des WP-Rock & Metal, aus Übersee. Mir gefällt die Musik, ich bin so oder so ein Liebhaber der Übersee-Propaganda, he, he. Entscheiden müsst Ihr es am Ende selbst, aus musikalischer Sicht kann ich diese CD nur empfehlen. Die Produktion gibt es wahlweise als Normale Edition und als limitiertes Digi, mit einer Auflage von 1.000 Stück und kann über die üblichen Verdächtigen bezogen werden!

Titelliste
01. The Side of Death
02. My Ancestors
03. Waning Days
04. Away
05. Sun Invincible
06. Watching Mind
07. Face Reality
08. Away (2nd Version)
BONUS:
09. Ode To A Dying People

Hörprobe – Rahowa – My Ancestors:

Author: Frontmagazin

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