People Haters / Midtown Bootboys – The Beginning

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People Haters / Midtown Bootboys – The Beginning
WB Versand | CD

Was waren das für musikalisch unterhaltsame und auch kompromisslose Zeiten in den Neunzigern. Deutschland und Skandinavien glänzten mit großartigen Produktionen und Langeweile kam wahrlich nicht auf. Doch da gab es noch mehr, Musik die übern den großen Teich zu uns rüberschwappte und bei vielen Hörern für Begeisterung sorgte. Der amerikanische White Power Rock war eine Klasse für sich und hat viele Hörer in seinen Bann gezogen. Was gab es da nicht alles für großartige Bands? Zwei von denen haben sich um und bei, Mitte der Neunziger gegründet. Einmal die fiesen humorlastigen People Haters und die etwas kantigeren Midtown Bootboys aus Tulsa, Oklahoma. Beide Bands lieferten einen unverkennbaren Sound ab, jede Band auf ihre eigene Art und Weise. Leider ist von dem musikalischen Rahmenprogramm nicht mehr viel geblieben, zumindest nicht hier in Deutschland. Die Gründe liegen auf der Hand, es lag fast ausschließlich an den direkten und radikalen Texten. Gerade die People Haters hatten seinerzeit bei der Bundesprüfstelle sicherlich für so manchen Schockzustand gesorgt.

Beim WB Versand hatte man sich um 2005 rum dann ans Werk gemacht und The Beginning in Angriff genommen. Eine Art Split mit Material von den beiden Bands, welches juristisch nicht bedenklich ist in Deutschland und somit auf den freien Markt angeboten werden kann. Das dies gerade im Falle der People Haters nicht unbedingt einfach sein würde, zeigt die Titelliste dieser Produktion. Im Vergleich zu dem, was die Band in all den Jahren an Liedern komponiert und geschrieben hat, ist das schon ziemlich hart, was da übrig geblieben ist. Aber gut, wir wollen ja nicht Klagen und uns stattdessen daran erfreuen, das es legales Material der People Haters in Deutschland gibt. Doch auch Midtown Bootboys sollte es nicht wirklich anders ergehen, die Band hatte es zwar nur Alben ins Leben gerufen, es dafür aber auch geschafft mit den beiden Werken die Abneigung der Jugendschutzbehörde auf sich zu ziehen. Am Ende sind es dann jeweils fünf Lieder pro Band geworden, die man auf dieser Scheibe zu hören bekommt.

Den Anfang machen die People Haters, die humoristisch angehauchte Band hatte durch den quietschigen Gesang die Aufmerksamkeit der interessierten Hörerschaft auf sich gezogen. Ein weiteres Markenzeichen war die ziemlich harte Lyrik ihrer Lieder, was der Band recht zügig einen gewissen Beliebtheitsgrad bescherte. Sowohl in den Staaten als auch in Europa. Das ein solches Material nicht nur auf Beliebtheit stoßen würde, war schon damals klar und entsprechend ist keines der eigentlichen Werke mehr in Deutschland legal erhältlich. Das juristisch unbeanstandete Material auf diesem Tonträger verschafft dem interessieren Hörer, den die Band noch nicht wirklich bekannt sein könnte, einen Eindruck in welche Richtung es bei den People Haters ging. Rockig, teils poppig erklingt es und prangert so manches Problem in God´s Own Country an. Für mich gehören People Haters in dieselbe Sparte wie Ethnic Cleansing, Vaginal Jesus und Kameraden, durchaus etwas für Freunde der amerikanischen Musik mit textlich härterer Kost. Wie gesagt, das Material hier ist juristisch unproblematisch für den deutschen Markt und begehrte ansatzweise ein Bild davon, was die People Haters so getrieben haben. Ich mag die Band, durchgeknallt Typen die es musikalisch auf den Punkt gebracht hatte.

Weiter geht es mit fünf unproblematischen Liedern der Midtown Bootboys, die White Power Rocker aus Oklahoma hatten mit ihren beiden Alben zwar deutlich weniger Material als die People Haters geschaffen, dafür aber nicht weniger gut. Im Gegenteil, die Midtown Bootboys hatten guten, teils durchaus melodischen WP Rock gespielt mit einer klaren politischen Botschaft. Wobei es sich bei einer Nummer um keine Eigenkomposition handelt, sondern um ein altes Militärlied der Amis. Die Midtown Bootboys waren eine solide White Power Band mit einigen stimmigen Hits, zwei davon haben es sogar auf diese Produktion geschafft. Zum einen wäre es das Lied Free The Order, welches sich mit dem Schicksal der Brüder Schweigen beschäftigt. Und zum anderen das Lied Bound For Glory, dieses macht spielerisch einfach was her und weiß zu gefallen, wenn man die Zeit im Hinterkopf mitbedenkt.

Der WB Versand hatte mit The Beginning den Weg geebnet, das man Material der beiden kontroversen Amibands problemlos und juristisch unbedenklich in Deutschland erwerben kann. Optisch ist die Produktion einfach bis minimalistisch ausgefallen, einzig ein vierseitiges Beiheft ohne Texte. Auch wurde bei 1–2 Liedern die digitale Schere angesetzt, was aber im Vergleich zu einigen anderen Selbstschutzmaßnahmen nicht auffällt, würde man die Originale nicht kennen und selbst dann ist es nicht im ersten Moment auffällig. Wer also einen Eindruck der beiden Bands haben möchte, der kann sich diese CD ruhig mal anhören. Hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel aber dennoch, verkehrt macht man grundsätzlich nichts. Etwas für Nostalgiker und Freunde des direkten White Power Rock aus den Staaten!

Titelliste:
People Haters
01. We Still Hate People *
02. Hollywood Watch **
03. S & M Man *
04. Pink Door **
05. Crack Baby **
Midtown Bootboys
01. Pride Of Midtown *
07. Free The Order *
08. Bound For Glory *
09. Rich Man’s War *
10. Sleep Well *
11. Rebel Rise *

People Haters
* ursprünglich auf dem Album “L*** T* H***” enhalten
** ursprünglich auf dem Album “A C********* O* H***” enhalten

Midtown Bootboys
* ursprünglich auf dem Album ” T** T*** H** C***” enhalten

Hörprobe – People Haters – Crack Baby:


Hörprobe – Midtown Bootboys – Free The Order:

 

Author: Frontmagazin
Frontmagazin.de - Das Onlinemagazin für rechtspolitische & revolutionäre Musik und im Netz

1 thought on “People Haters / Midtown Bootboys – The Beginning

  1. Wirklich schade dass es von MTBB keine legalen Alben für den deutschen Markt gibt. Ich würde MTBB wirklich als die beste Ami rac Band bezeichnen. Auch schade dass es die Downright Hateful Platte nicht mehr zu kaufen gibt…

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