Hatecore Crew Russland-Colombia

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Hatecore Crew Russland-Colombia
OPOS Records | CD

Die Herren von OPOS Records gönnen uns aber auch wirklich keine Ruhe, die Temperatur steigt und man hat nicht wirklich Lust darauf sich vom Pool zu entfernen. Ausgerechnet dann kommt das Label auch noch mit neuer Coremucke daher… Ob Hitzeschlag oder Kreislaufkollaps, bei einem fetten Mosh unter diesen Bedingungen, wird die “Hatecore Crew” dafür sorgen. Diese 4er Split hat es wirklich in sich, mit Russisch, kolumbianischer Freundschaft werden uns hier 8 Dampfhammer serviert. Jede Band ist mit 2 Liedern vertreten. Dann mal los, möge das kollektive Umhauen beginnen!

Den Anfang machen Heritage aus Kolumbien, das Trio haben wir vor einiger Zeit bereits durch ihre selbst betitelte Minischeibe kennengelernt, die ebenfalls bei OPOS Records erschienen ist. Die Band macht dort weiter, wo man eben mit der MCD aufgehört hat. Ziemlich professioneller und druckvoller Metalcore in deren Landessprache. Dabei wird mehrstimmig ins Mikro gekeift, teils mit einem ziemlich perversen Frauengesang – zumindest in Form von Pig Squeals und dann wieder im, mehr oder weniger, Klargesang. Dabei wird in Sachen Tempo nicht ansatzweise daran gedacht, auf das Bremspedal zu treten. Die Kolumbianer sorgen zu Anbeginn bereits für Zündstoff, wer die Minischeibe mochte und mit der sprachlichen Barriere keine Probleme hat, der wird an dem Material ebenfalls seine Freude haben. Starker Auftakt.

Mit Sober Charge ist die Erste der beiden Russenkapellen am Start. Sober Charge, ich vermute mal das es sich hier um eine sXe Band handelt, man darf mich gerne korrigieren, wenn ich falsch liege – liefern den bekannten russischen Hardcore-Stil ab, den man bereits von vielen Bands aus dem Russenland kennt. Teils etwas Beatdown lastige Elemente, aber grundsätzlich dem brachialen, klassischen Hardcore verschrieben. Man auf jeden Fall schon Laune, die beiden Lieder kommt gut rüber. Sauber gemixt und produziert, leider aber etwas kurz in den jeweiligen Spielzeiten. Auch am Gesang verhält es sich teil klassisch, es wird hier nicht übermäßig mit Shouts um sich gebrüllt, sondern mehr auf eine etwas klarere aber dennoch aggressivere Variante gesetzt. Abwechslung gibt es dann durch Klargesang in teils orchestraler Form. Sober Charge liefern am Ende des Tages ein gutes Ergebnis ab, starker Russencore der zu gefallen versteht.

Weiter geht es mit der zweiten kolumbianischen Band und diese hört auf den Namen Disruption Hate. Stellenweise hört sich das eine oder andere Riff schon stark nach Heritage an, ob es hier nun personelle Überschneidungen gibt, mag ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Dennoch ist das musikalische Rahmenprogramm in seiner Gesamtheit nicht ganz so aggressiv wie jenes, der Landeskameraden. Das Material von Disruption Hate bietet teils rockige Elemente und verhält sich in Sachen Tempo auch etwas langsamer. Keine Sorge, es ist aber noch immer Coremucke. Im großen und ganze sind die beiden Lieder ok, nichts was jetzt die für Freudensprünge sorgen könnte aber dennoch, kann man sich mal geben.

Den Abschluss machen die Russen von Verve ein und hier steht alles im Zeichen der Zerstörung. Schleppender und teil echt drückender Hardcore mit einer guten Portion Metal. Das Material verteilt ordentlich Arschtritte und dürfte für Begeisterung sorgen. Das Material hat ordentlich Dampf unter dem Kessel und zerlegt die heimischen Boxen wieder in wunderbarer Manier. Das Material geht etwas in die Richtung von You Must Murder und die Kapelle dürften nicht ganz unbekannt sein. Doch auch die eine oder andere Überraschung haben die Russen im Gepäck, so überraschen Verve mit einige spannenden und ziemlich stimmigen Riffs, dies bietet Abwechslung. Geiler Abschluss, ich bin gespannt, ob bzw. wie es bei Verve weitergehen wird?!

Die “Hatecore Crew” Split wieder einmal nichts für zartbesaitete Seelen, hier gibt es Metal und Core in den verschiedensten Varianten und immer dem Fuß auf dem Gaspedal. Das Teil macht Laune und OPOS Records werden auch hier ihren Ruf wieder gerecht. Das Teil erscheint im Digi und ist auf 500 Stück limitiert, dazu gibt es natürlich ein Beiheft mit allen Texten. Das Teil geht absolut klar. Zieht euch bei uns einen Hörprobenmix rein und erfreut euch an diesen brachialen Nummern, diese sind natürlich durchweg mit sozialkritischer Botschaft ausgestattet. Starke Split!

Titelliste:
01. Heritage – Misantropia
02. Heritage – Contradiccion
03. Трезвый Заряд (Sober Charge) – Солдаты Одина (Soldiers of Odin)
04. Трезвый Заряд (Sober Charge) – Моя Вендетта (My Vendetta)
05. Disruption Hate – Mi corazon late
06. Disruption Hate – One Family
07. ВЕРВЬ (Verve) – Бремя Убиенных (Burden of the Dead)
08. ВЕРВЬ (Verve) – В вечной Мерзлоте (Permafrost)

Hörprobenmix – Hatecore Crew Russland-Colombia:

 

 

Heritage – s/t

Author: Frontmagazin
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