Aryan Brotherhood & D.S.T. – Gift für die Ohren 3

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Aryan Brotherhood & D.S.T. – Gift für die Ohren 3
Gjallarhorn Klangschmiede | CD

Es war ruhig, viel zu ruhig in den letzten Tagen und Wochen. Doch damit ist es jetzt vorbei und die Überraschung des Jahres dürfte hiermit perfekt sein… Gutmenschen, Antifa und Gesinnungswächter dürften bereits im großen Bogen kotzen. Aryan Brotherhood und D.S.T. sind zurück und sie haben es wieder getan, hier kommt “Gift für die Ohren 3”!

Wer hätte diese Split erwartet? Wohl die wenigsten Hörer haben mit einer richtigen Fortsetzung des brachialen Hasscore-Gewitters aus dem Jahr 2007 gerechnet. Doch wie heißt es zu vortrefflich und passend; Totgesagte leben bekanntlich länger. Und ich bin mir sicher, vielen wäre es lieber gewesen, wenn diese Totgesagten auch wirklich totgesagt geblieben wären und geschwiegen hätten. Mit einem kräftigen Mittelfingergruß gen Feindesschar und Zeitgeistknechten gibt es auf “Gift für die Ohren 3” satte 13 neue Lieder der Untergrundformationen geboten und diese prügeln dem Zeitgeist förmlich seine perversen Triebe aus. Keine Frage, auf Kuschelkurs ist dieser musikalische Zerstörer wahrlich nicht ausgerichtet und so verkündet das “Oberkommando GfdO” den musikalischen Kriegszustand.

Nach einem starken Einklang von etwas über einer Minute sollte es dann auch losgehen und der Startschuss wurde durch Aryan Brotherhood abgefeuert. Ich bin ehrlich, nachdem das Material hier eingetroffen war, war ich schon etwas skeptisch. Warum? Nun, nachdem die zweite Blutrein zwar ganz nett anzuhören war aber nicht ansatzweise mit dem Erstlingswerk mithalten konnte und die Mini von Bloodshed mich überhaupt nicht vom Hocker gehauen hatte, hatte ich die Befürchtung, dass der gute Uwe langsam aber sicher seinen Zenit überschritten hat. Glücklicherweise und dafür sei Dank, sollte ich da falsch liegen. Denn das Material, was der gute Uwe hier mit Aryan Brotherhood abliefert, ist genau das, was ich von ihm erwarte. Giftig (!), bissig und mit der passenden Dosierung an Sarkasmus lässt man es hier krachen. Musikalisch geht es in bekannt, beliebter Manier zu Werke, ein stramme und durchbrechende Mischung aus härteren RAC und Metal Elementen, garniert mit stimmigen Melodien und einigen spannend arrangierten Solis, einfach stark und das, was ich bei jüngeren Kompositionen vom Uwe vermisst habe, habe ich hier wiedergefunden. Die scharfzüngigen, lyrischen Kampfansagen die wir so gerne von Uwe hören und diese lieben. Der unermüdliche Kampfgeist und die Marschrichtung einer Idee, die in dem Lied “Morgen” thematisiert wird. In dem Lied “Die Achtgroschenmaden” beschäftigt sich Uwe mit all den linken Pressemaden, die wie notgeile Paparazzi die dem nächsten Foto von rechtspolitischen Aktivisten nachjagen. Hochpolitisch geht es mit dem Lied “Aluhut und Narrenkappe” zur Sache, in diesem beschäftigt man sich mit so mancher politischen Sachlage und drängt dazu, sich selbst mal ein eigenes Bild davon zu machen.

Aryan Brotherhood trumpfen mächtig auf und wecken mit den Beiträgen auf dieser Split in mir endlich wieder den Gefallen an seiner musikalischen Arbeit. Oder anders gesagt, es wird das reanimiert, was ich irgendwie etwas für verstorben klassifiziert habe. Technisch ausgereift und mit einer ordentlichen Ladung Dampf unter der Haube, erinnern mich die Lieder stilistisch schon etwas an jene Beiträger der legendären ersten Split. Das ist ein positiver Nebeneffekt und verleiht dem ganzen Material von Uwe und seinen Mannen, das gewisse nostalgische Etwas. Bitte, bitte, so soll es weitergehen. Ein starker erster Teil dieser Scheibe.

Nun folgt eine kurze Verschnaufpause, das knapp vierzigsekündige “Intermission” lädt zur Entspannung ein. Dabei ist dies lediglich die allseits bekannte Ruhe vor dem Sturm, dem Sturm aus der alten Reichshauptstadt…

Wenn das Schlachtfeld nicht sogar schon stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und die Feindesschar lediglich an Rückzug denkt, dürft nun der finale Niederschlag erklingen. Es ist an der Zeit das schwere musikalische Geschütz auszupacken und dem Zeitgeist den Rest zu verpassen. Altherrenrunde? Nichts da, D.S.T. melden sich aggressiver und frischer denn je zurück und kennen keine Gnade. Ich denke mal, es bedarf keiner weiteren Worte darüber, das hier nicht mit ruhigen und sanften Tönen zu Werke gegangen wird, oder? Musikalisch lässt der Hasscore keine Wünsche offen, dort wo das letzte Album aufgehört hatte, knüpft das Material auf der “Gift für die Ohren 3” nahtlos an. Thematisch kannten die Berliner schon immer nur eine Richtung und diese ist klar, deutlich und direkt. Dies hört man bereits bei der ersten Nummer “Topographie des Terrors” raus, dieses Lied thematisiert die Arbeit einer Institution, die in Berlin ansässig ist und uns über die Taten unserer Väter und Großväter, der alten Reichsregierung und anderen Schreckenstaten aufklärt. Wenn das schon so brachial und wütend beginnt, wo soll das Ganze nur enden? Doch bis es so weit ist, bekommen wir noch einige Lieder serviert. Beispielsweise “Politisch unkorrekt”, in dem Lied beschäftigen sich D.S.T. mit der vortrefflich betitelten “Orwells Sprachpolizei” und all dem Neusprech was nach politischer Korrektheit umgedichtet wurde. Beispielsweise die böse Ursprungsbezeichnung von Pipi Langstrumpfs Vater oder eine Soße mit rotationseuropäischen Hintergrund findet in diesem Lied ihren Platz. Großartig, einfach nur eine starke Nummer. Bei dem Lied “25 Jahre” dachte ich anfangs an eine Lobeshymne an sich selbst. Aber ganz ehrlich, das würde nicht zu D.S.T. passen und so sollte es sich dann auch bewahrheiten, die Nummer ist kein selbst belohnendes Geburtstagsständchen, sondern behandelt die Geschichte der Pimpfe, vom jungen Volk in eine weitere Jugendorganisation bis zum Eintritt in die Wehrmacht und dem, leider viel, viel zu häufig geschehenen Opfergang für die eigene Überzeugung. Ziemlich starkes Lied, das durch originale Tonaufnahmen untermalt wurde und damit die ganze Nummer noch aufwertet. Dazu kommt ein ziemlich rhythmisches, in verhältnismäßig langsameren Gangart angelegtes Soli, das vortrefflich eingesetzt ist. So und was ich mir insgeheimen erhofft habe, tritt mit dem Lied “Man sieht sich” dann wirklich ein. In aller notwendigen Deutlichkeit senden D.S.T. hier ein Ahoi an die Küste und rechnen mit Harry A. verdientermaßen ab. Besser hätte man es nicht auf den Punkt bringen können, diese Nummer toppt wirklich alles, grandios.

D.S.T. melden sich mit einer musikalischen, technisch absolut sauberen und ausgereiften Gewalt zurück und haben auf dem “Gift für die Ohren 3” Feldzug dem Feind musikalisch den Rest gegeben. Mit einer unglaublichen Brachialität, Wut und Kompromisslosigkeit, geht die Untergrundkapelle in den Frontalangriff und dabei gibt es nur einen Sieger, wer das ist dürfte klar sein, oder?!

Den Abschluss, man darf diesen auch gerne als gepflegten musikalischen Nachtritt bezeichnen, gibt es in Form der erwarteten gemeinsamen Nummer “Gift für die Ohren 3”. Was wäre es auch für eine Fortsetzung, würde es diese Nummer nicht geben. So lassen es Aryan Brotherhood und D.S.T. zum Schluss noch einmal ordentlich krachen und setzen somit das Fähnchen in die Mitte des völlig verwüsteten Schlachtfeldes.

So und nun? Ich denke die Gjallarhorn Klangschmiede hat mit dieser Produktion wieder einmal bewiesen, was eine konspirative Produktion innerhalb der rechtspolitischen Musikszene ist und damit ein musikalisches Gewitter entfacht. Die Split wurde wahlweise als klassische Edition im Jewelcase und als limitiertes Digi ins Rennen geschickt. Von dem Digi gibt es 666 Stück. Die Aufmachung, die wirklich was hermacht, ist bei den beiden Editionen identisch. Auch hier wurde nichts der Mittelmäßigkeit überlassen, das Design ist ziemlich hochwertig gestaltet und schick anzusehen. Ist der äußere Eindruck ziemlich düster, sind die Seiten des Booklet im hellen Weiß gehalten. Selbstverständlich sind die Texte mit abgedruckt. Bleibt am Ende nicht mehr viel zu schreiben außer, dass diese Produktion sicherlich ein heißer Anwärter auf den Titel “Tonträger des Jahres” sein dürfte. Technisch ist die Split ziemlich mächtig, ein satter Klang mit jeder Menge Wucht erklingt aus den Boxen. Vielen Dank an Aryan Brotherhood und D.S.T. für die musikalischen Beiträge, es geht von Anfang bis zum Ende durchweg hochwertig zur Sache. Die Gjallarhorn Klangschmiede hat als Label alles richtig gemacht, eine Produktion die in allen Belangen überzeugt und punktet!

Titelliste:
Aryan Brotherhood
01. Einleitung
02. Morgen
03. Die Achtgroschenmaden
04. Anti-Deutsche Lobbyist*Innenx
05. Aluhut und Narrenkappe
06. Blutgeld der Ahnungslosen
07. Deine Liebe dein Leben

08. Intermission

D.S.T.
09. Topographie des Terrors
10. Gier frisst Hirn
11. Politisch unkorrekt
12. 25 Jahre
13. Man sieht sich
14. Memento Mori

Aryan Brotherhood & D.S.T.
15. Gift für die Ohren 3

Aryan Brotherhood & D.S.T. – Gift für die Ohren 3 – Hörprobenmix:

 

D.S.T. – Fünfundzwanzig – Gigantopak

Author: Frontmagazin
Frontmagazin.de - Das Onlinemagazin für rechtspolitische & revolutionäre Musik und im Netz

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