Ruhe in Frieden Kecki

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Ruhe in Frieden Kecki
Die Bewegung, dein Leben | MCD

Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob ich die richtigen Zeilen hier verfasse, immerhin ist dies keine einfache und alltägliche Rezension. Ich habe mit Respekt die nachfolgenden Zeilen verfasst, dennoch kann man nie wirklich die passenden Worte finden, die den Verlust eines Freundes, eines Kameraden, Vater, Bruder und/oder Sohnes Ausdruck verleihen. Das Leben ist eben nicht immer fair und der alte Sensenmann holt die Besten immer viel zu früh, es bleibt immer ein leerer Platz und Tränen tanzen über unsere Gesichter…

Diese Minischeibe ist ein musikalisches Andenken an Kecki der mit gerade einmal 42 Jahren gerufen wurde und seine letzte große Reise über die Regenbogenbrücke antrat. Vertont und vorgetragen wird dieser musikalische Abschied von seinen Freunden von Mistreat, Sleipnir und Brutal Attack. Ich kannte Kecki nicht persönlich, zumindest nicht bewusst. Vielleicht ist man sich mal über den Weg gelaufen. Ich möchte aber einfach mal daran glauben, dass wenn sich musikalische Größen wie Mistreat, Sleipnir und Brutal Attack die Mühe gemacht haben und drei unglaublich starke und ziemlich emotionale Lieder zu Ehren seiner Lebenszeit und seiner Person einzuspielen, der Kamerad Kecki es sich sicherlich verdient hat.

Mistreat liefern mit dem Lied “Finally free” den ersten Beitrag ab und verdammt, die Nummer drückt schon ziemlich stark auf die Tränendrüsen. Mucke und seine Jungs beweisen hier einmal mehr, welch musikalisches Können sie doch besitzen und welch eine Kraft in ihren Texten steckt. Eine mittel schnelle Rockballaden, die seicht beginnt und mit Effekten unterlegt wurde, rauschender Wind der die letzte Reise verkündet. Dazu der textliche Abschied, den die Finnen an ihren Freund richten, wo selbst die Walküren weinen. Eine wunderbare Nummer, die wohl Freundschaft und Bruderschaft, wie auch Traurigkeit und Sehnsucht ausdrückt.

Als Nächstes sind Ken und Brutal Attack an der Reihe. Das Urgestein von der Insel steht den Finnen in nichts nach und liefert mit “Tiny acorns” ein ebenfalls starke und gefühlvolle Nummer ab. Stilistisch geht es etwas schwerer zur Sache, rockiger aber dennoch nicht ohne das nötige Feingefühl zum Einsatz zu bringen. Einmal mehr beweist Ken welch musikalisches Talent und Erfahrung der Altrocker doch besitzt. So verabschiedet sich das Urgestein der RAC auch erwartungsgemäß stark und ehrenvoll von Kecki... “Brother I miss you so”, Ken singt das, was alle fühlen.

Den dritten und letzten Beitrag gibt es von Sleipnir zu hören. Ich denke auch hier dürfte klar sein, dass der musikalische Abschied von hoher Qualität und Können glänzt. Marco ist ein Musiker mit Format und gibt hier einen würdigen Abschied zum Besten. Musikalisch erinnert mich die Nummer stark an das Raven Projekt, speziell an das zweite Album. Unterlegt ist die Rockballade mit gesprochenen Passagen, dies verleiht einen schon einen schweren Kloß im Hals. Textlich spricht auch Marco hier sicherlich der Familie, seinen Weggefährten und Freunden aus der Seele. Wundervolle Nummer, sofern man das so sagen mag.

“Ruhe in Frieden Kecki” ist ein musikalisches Gedenken und dient einem guten Zweck, der Erlös dieser Minischeibe wird komplett für einen guten Zweck eingesetzt. Optisch ist das Teil schick aufgemacht, im 4-seitigen Beiheft gibt es jede Menge Bilder von Kecki und seinen Freunden. Das Teil kommt im Jewel Case. Was soll man hier zum Schluss noch großartig schreiben? Eine Minischeibe die voll von Emotionen, Schmerzen und Erinnerungen ist, zu Ehren und in Erinnerung an einen Kameraden, einer aus unseren Reihen. Die Zeit heilt nie wirklich die Wunden, sie lehrt uns nur mit ihnen zu leben. Ruhe in Frieden!

Titelliste:
01. Mistreat – Finally free
02. Brutal Attack – Tiny acorns
03. Sleipnir – Die Zeit, die uns noch blieb

Auf eine Hörprobe wird aus verständlichen Gründen verzichtet!

Author: Frontmagazin
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