Wolfskommando – Dennis K. – Bereit zum Untergehen

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Wolfskommando – Dennis K. – Bereit zum Untergehen
Rebel Records | CD

Nun gibt es zum ersten Mal eine Arbeit von Dennis K. auf einem anständig gepressten Tonträger und dabei hat man glücklicherweise auch gleich zu Anfang auf einiges geachtet, eine anständige Gestaltung ohne Klischees und weitere Eckpunkte. Aber fangen wir beim Anfang an…

Einige kennen Dennis K. vielleicht durch seine beiden Demo CDs, die in Eigenregie erschienen sind. Diese möchte ich per se jetzt nicht als musikalischen Schrott bezeichnen, jedoch auch nicht unbedingt als durchaus gelungen bewerten. Anfänglich gab es klassisch geprägten Rechtsrock, textlich wie auch musikalisch. Es kristallisierten sich zwar immer mal wieder einige Nummern von persönlicher Natur durch, aber im Großen und Ganzen ging es wie schon tausende male gehört zur Sache. Man darf mich jetzt gerne korrigieren, aber irgendwann kündigte Dennis K. metallisches Liedgut an bzw. veröffentlichte meiner Meinung nach sogar schon etwas. Zumindest meine ich, dass dem so war. Wie auch immer, mit “Bereit zum Untergehen” hat es seine Arbeit erstmal auf ein physikalisches Medium geschafft und es gesellt sich der Umstand hinzu, dass das hier vorliegende Material nicht verkehrt ist.

Dennis vermischt solide Rocknummern mit metallischen Klängen, wobei der Rock die Marschrichtung vorgibt. Mal schneller und mal langsamer. Mich erinnert das gespielte Material ein wenig an die Weissen Wölfe, was übrigens auch auf eine Gesangsart auf diesem Album zutrifft. Damit meine ich die tiefere Stimmenlage, es wird nämlich mehrstimmig gekeift und gebrüllt. Aber nicht nur, in den Liedern “Kein Grund zu bleiben” oder “Odin ich rufe dich”, gibt es sogar ein wenig Klargesang im Kehrreim zu hören. Thematisch ist “Bereit zum Untergehen” ein musikalisch fast durchweg politische Kampfansage, sozialkritisch bis ideologisch gibt Dennis hier seine persönlichen Ansichten und Meinungen wieder. Dass man dabei nicht immer einer Meinung sein kann, ist nun keine Seltenheit und so verhält es sich auch hier. Mit dem Lied “Odin ich rufe dich” driftet man übrigens ein wenig in die Stilrichtung des Pagan Metal ab, was durchaus fetzt. Mit der emotionalen Nummer “Erinnerung” gibt es zum Abschluss dann sogar einen Schuss Punkrock.

Die Gestaltung wurde von Rebel Records lobender Weise nicht an die beiden Eigenproduktionen angelehnt. Geboten bekommen wir ein gutes Artwork. Gut, ganz wird nicht auf beliebte Motive verzichtet und so gibt es beispielsweise ein Bild des deutschen Soldaten auf dem Frontcover, aber immerhin im modernen Stil verpackt. Das Teil ist als Digi erschienen, ohne Limitierung. Außerdem gibt es für die Sammler eine limitierte Holzbox, von dieser gibt es 88 Exemplare. Mit “Bereit zum Untergehen” bekommen wir ein stabiles, verhältnismäßig abwechslungsreiches Album geboten, welches im Großen und Ganzen doch recht angenehm funktioniert und nicht sofort für Ohrenschmerzen sofort. Das Rad wird nicht neu erfunden, das wäre auch wirklich zu viel des Guten. Dafür wird die Technik aber gekonnt genutzt. Kann man sich ruhig mal geben, keine musikalische Revolution, aber immerhin stimmige, recht abwechslungsreiche Nummern. Geht klar!

Titelliste:
01. Hörst du sie schreien
02. Wie ein Tier
03. Bereit zum Untergehen
04. Unpolitisch
05. Deutsche Sprache
06. Ich habe es satt
07. Kein Grund zu bleiben
08. Wie lange noch
09. Unsere Stärke
10. Odin ich rufe dich
11. Erinnerung

Hörprobe – Wolfskommando – Dennis K. – Wie lange noch:

 

 

 

Author: Frontmagazin
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