Uwocaust und RAConquista – Kaltblütig (CD)

Uwocaust und RAConquista – Kaltblütig
PC Records | CD

Meine Fresse, das hat dieses Mal doch etwas gedauert. Wie dem auch sein, nun auch bei uns eine Rezension zur letzten Produktion von Uwocaust und seinen Mannen.

Uwocaust und RAConquista gehen in die zweite Runde, mit „Kaltblütig“ liefert man den Nachfolger zum gelungenen Erstlingswerk ab. Stilistisch hält man am Vorgänger fest, melodischer Rechtsrock mit einer Priese Metal,  fertig sind bewehrte Klänge mit Wiedererkennungswert. Überwiegend schnell scheppert es aus den Boxen, wie man es vom Tempo her gewohnt ist. Allerdings muss ich gleich zu Anfang schreiben, das dieses Werk bei mir nicht den erhofften Anklang findet. Vergeblich suche ich nach den Gassenhauern die man vom guten Uwocaust sonst kennt. Sicher, thematisch und textlich ist die neue Scheibe auch dieses Mal nicht plump ausgefallen, nur springt der Funke einfach nicht über. Vielleicht liegt es auch einfach daran das die Abwechslung fehlt und man mit den Klänge schon mehr als vertraut ist.

Ich hatte ja nun mehr als genug Zeit gehabt um dieses Werk in aller Ruhe zu hören und normalerweise hört man sich in Uwocaustwerke rein. Das klappt hier leider nicht, so sehr ich auch gerne etwas anderes schreiben würde. Leider bleiben lediglich zwei, vielleicht drei Titel hängen. Der Rest geht einfach an mir vorbei beziehungsweise findet keinen Anklang. Nun gut, es kann auch nicht immer alles Gold sein was da von einem Musiker oder einer Band glänzt. Im Verhältnis braucht man sich beim Uwo und seinen Werken aber keine Sorgen machen, in den meisten Fällen sind seine Sachen gelungen und großartig anzuhören. Einfach mal eine kleine Auszeit gönnen und etwas mehr Zeit nehmen für eine neue, weitere Scheibe. Irgendwann läuft man Gefahr der Überschüssigkeit und gleitet in die musikalische Belanglosigkeit ab. Das ist bei Uwocaust jetzt natürlich nicht der Fall, noch nicht, aber man sollte es zumindestens erwähnt haben. Wie dem auch sei, das hat man schon besser gehört in der Vergangenheit. Mir klingt das Teil einfach zu einheitlich, die Nummern unterscheiden sich nicht von einander, es fehlt an Abwechslung. Ich bin natürlich weiterhin gespannt wie es weitergeht und was irgendwann noch so alles durch die Boxen vom Uwe und seinen Mannen scheppert. Dieser Tonträger wird es allerdings so schnell nicht mehr sein. Zählt meiner Meinung nach zu den schlechten Werken des wortgewandten Künstlers. Die Anhängerschaft wird das Teil so oder so gekauft haben, alle anderen müssen selbst entscheiden und sich ein eigenes Bild machen. Ich bin enttäuscht von der Scheibe und lege stattdessen lieber eine alte Platte auf.

Die Produktion ist schick gestaltet und kommt im Digi mit passender Aufmachung, da kann man nicht meckern. Das Auge bekommt also etwas feines geboten. Kritik ist berechtigt und muss sein, ansonsten wird man nie auf eine Meinungsvielfalt stoßen. Das ist weder für Musiker und Bands, noch für die Konsumenten gut. Schade, vielleicht waren auch die Erwartungen einfach zu hoch angesetzt. Wie auch immer, noch binich positiver Dinge für das nächste Mal und glaube daran das die nächste Scheibe wieder gut wird. Diese Scheibe hier, die kommt bei mir überhaupt nicht an. Schade, schade!

Titelliste:
01. Folge der alten Fahne
02. Jugendlicher ohne Hintergrund
03. Die Welt soll es hören
04. 55 Mann
05. Den einen Augenblick
06. Heute Nacht
07. Die 2 Seiten (der selben schmutzigen Medaille)
08. … Auf ein Wort
09. Teil der Wende
10. Widerpart
11. Der letzte Schatten
12. Erbe und Schicksal
13. … Ausleitung

Uwocaust und RAConquista – Erbe und Schicksal – Hörprobe:

 

4 Kommentare

  1. Moin, deine Bewertung dieses Albums kann ich nicht so recht verstehen. Ich finde dieses Album wirklich mitreißend und rundum sehr gelungen. Gerade das Lied „Die Welt soll es hören“ ist eine echte Hymne! Für mich ist dieses Album eine klare Steigerung zum Vorgängeralbum und das bis jetzt beste Werk vom Uwocaust. Aber wie man schon bei den Kommentaren unter dem neuen Album von Blutlinie sehen konnte, gehen die Meinungen zu den aktuellen Alben im RAC-Bereich stark auseinander. 😉

    1. Sei gegrüßt,
      wie du bereits geschriebens hattest, die Geschmäcker sind unterschiedlich und das ist auch gut so. Man wird es nie allen allen recht machen können mit den Rezensionen und (besonders) Bands fühlen sich schneller angegriffen als deren Hörerschaft – das ist im Fall von Uwocaust jetzt allerdings nicht der Fall. Wie auch immer, die Meinung steht und es freut mich natürlich zu hören wenn die neue Scheibe dir zusagt.

      Deine Meinung vom besten Werk kann ich auch überhaupt nicht teilen, da gehen die Meinungen weit auseinander. Bei all seinen Werken ein spezielles als bestes Werk zu bezeichnen ist auch nicht einfach. Mir würden aber Alben einfallen die dieses Werk locker, flockig in den Schatten stellen… die erste „…und alte Freunde“ ganz vorne weg, gefolgt von der „Zorn“, von Bloodshed oder der „Keine Gnade“, von Burn Down.

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

  2. Hmm… also ich weiß nicht ob ich der Einzige bin, der sich mit den Uwocaust Produktionen so ziemlich 0 anfreunden kann, musikalisch keine Frage wirklich interessant und hörenswert. Nur transportiert für mich als Musiker, der Gesang außer Rumgeschreie nicht viel…

    Aber alles eine Geschmacksfrage.

    1. Sei gegrüßt,
      auch hier steht wieder der eigene Geschmack an erster Stelle und ist ausschlaggebend für diese Meinung. Die Meinung zum „Geschreie“ vieler Bands habe ich schon häufiger gehört. Wie gesagt, dein gutes Recht diese Meinung zu vertreten!

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

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