Oidoxie – Wir bleiben unbequem (CD)

Oidoxie – Wir bleiben unbequem
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Damit habe ich ja nun überhaupt nicht mehr gerechnet, mit satten sieben Jahren an Verspätung erschien in diesem Jahr (2018) dann endlich zum zweiundzwanzigjährigen Bestehen der Band, die Jubiläumsscheibe „Wir bleiben unbequem“ der Truppe. Mal hören ob Gottschalk und seine Mannen noch immer das Talent und Können für melodischen Rechtsrock inne haben…

Ich bin ehrlich, ich habe das Werk für mich schon abgeschrieben und nicht mehr mit einer Veröffentlichung gerechnet. Auch nicht bei all den kleinen Häppchen und Lebenszeichen die uns in der Vergangenheit erreichten. So erfreulicher war es dann zu vernehmen, das die neue Scheibe doch noch erscheinen würde und das pünklich zum Schild & Schwert Festival. Wo die Band im übrigen auch einen Auftritt absolvierte. Der Silberling trudelte einige Tage später dann auch bei uns ein, leider sollte die Rezension etwas auf sich warten lassen – bis jetzt.

Oidoxie standen schon immer für flotten, melodischen Rechtsrock mit klarer Botschaft, stetig geeignet zum mitsingen. Das war von Anfang an so und funktionierte immer gut, sei es auf den späteren Werken wie „Ein Lied für Leipzig“ und „Weiß und Rein“ oder auf den alten Klassikern wie „Kann denn Glatze Sünde sein?“, der Name Oidoxie ist repräsentativ für Rechtsrock in Reinkultur. Einige Zeit ist seit der letzten Vollscheibe aus dem Jahr 2006 dann erst einmal ins Land gezogen und bis auf einige Projekte – mehr schlecht als recht – und Beiträgen auf Split-CDs & Samplern gab es kaum etwas zu hören.  Bis eben jetzt. Kurz und knapp, bereits mit den ersten Melodien und Passagen der neuen Scheibe war klar, da sind Oidoxie wieder und das in voller Kraft und alter Tradition. Das Feuer vergangener Tage ist nicht erloschen und so rocken die Rechtsrocker auch Anno 2018 die Bühnen und heimischen Wohnzimmer mit elf wuchtigen, melodischen und flotten Nummern. Textlich bezieht man einmal mehr Stellung und spricht klare Worte, sofern es strafrechtlich machbar ist und nicht geltendes Recht verstößt. Wer Oidoxie kennt, der weiß wovon hier geschrieben wird. Man bekommt hier nun keine lyrische Doktorarbeit geboten, dafür aber auch keine plumpen Parolen. Die Texte sind eben in typischer Manier der Kapelle gestrickt, die „Mitsing“-Garantie ist sicher. Gottschalk hat sich dazu noch namenhafte Unterstützung ins Bot geholt und so bekommen wir einige Gastgesänge geboten, mit dabei sind unter anderen der Jens (Kraftschlag) oder Luni (Lunikoff Verschwörung). Zweifelsohne, die neue Scheibe bietet so einige Ohrwürmer und lockt selbst alte Hase hervor die sonst mit der gegenwärtigen Rechtsrockmusik eher weniger anfangen können. Der Silberling scheppert ordentlich und mach selbst nach mehreren Runden noch Spaß, ich bin froh das es doch noch geklappt hat und wir in den Genuß neuer Lieder kommen durften. Oidoxie sind zurück und das mit einen Paukenschlag!

Sonderedition Schweiz

Die Produktion kommt dann auch gleich in verschiendenen Aufmachungen und Varianten daher, neben einer regulären Edition im JewelCase und im Digi, gibt es noch eine „Sonderedition Schweiz“ im Digi. Der Unterschied zur regulären Edition liegt hier in der Aufmachung, die „Sonderedition Schweiz“ hat eine andere Gestaltung verpasst bekommen, eine die eben den Schweizern entsprechend würdig ist. Gut, diese Edition wird sicherlich seine Gründe haben. Sieht optisch ganz schick aus und das war es dann auch, ansonsten gibt es keine Unterschiede. Dann natürlich noch die typische Holzbox welche mittlerweile gerne verwendet wird. Diese Edition kommt ebenfalls mit anderer Gestaltung, eine Limitierungskarte und einem Plektrum. Wer welche Edition nun braucht, haben möchte oder gut findet, das entscheidet einmal mehr der persönliche Geschmack. Ich persönlich finde diese Holzboxen mehr als hässlich und unnötig aber nun gut, sieht jeder anders.

Bleibt letztlich nur noch zu schreiben das es doch noch mehr als erfreulich ist, das wir mit der neuen Vollscheibe „Wir bleiben unbequem“ doch neues Material geboten bekommen haben, auch wenn es einiges an Wartezeit gekostet hatte. Die Musik fetzt, die Texte passen und das Feuer brennt noch immer bei Oidoxie. Ich hoffe das nächste Album lässt nicht wieder so lange auf sich warten? Rechtsrock wie er sein sollte, melodisch, schnell und einprägsam, dazu eine Stimme mit Wiedererkennungswert. Vielen Dank für diese schicke Scheibe!

Titelliste:
01. Brennendes Benzin
02. Damals wie heute
03. Keep on fighting (feat. No Remorse)
04. Deutsches Blut (feat. Sturmwehr)
05. Fahrt zur Hölle
06. Das deutsche Reich (feat. Lunikoff)
07. Don’t back off
08. Heilige Flamme (feat. Kraftschlag)
09. Hier um zu verletzen
10. Unsere Kraft
11. Wir bleiben unbequem

Hörprobe – Oidoxie – Heilige Flamme (feat. Kraftschlag):

 

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