Blutlinie – Verkommener Zeitgeist (DCD)

Blutlinie – Verkommener Zeitgeist
PC Records | DCD

Meine Fresse,  damit habe ich nicht gerechnet. Ich bitte die vulgäre Schreibweise zu entschuldigen, aber das Teil fickt die Gehörgänge kaputt. Definitiv!

Ohne große Ankündigungen erschien kurz vor dem „Tage der nationalen Bewegung“ Festival das zweite Album der Norddeutschen. Vorab sei schon einmal allen besorgen Seelen, Ruhe zugesprochen, man hält das Level der ersten Scheiben… und legt noch einen druff. Seid gewiss, mit „Verkommener Zeitgeist“ erwartet Euch ein echtes Machtwerk.

Das musikalische Angebot umfasst ein Großaufgebot an verschiedenen Stilrichtungen. Neben den klassischen Rock- und Metalelementen bekommt die geneigte Hörerschaft melodische, fast schon dramatisch- melancholisch anmutende Nummern geboten. Gefühlvolle Balladenmomente treffen auf nachdenkliche, gar schon verträumte Soloeinlagen. Ein wütender Coreanteil weckt dann die Hörerschaft wieder auf und bei allem was da aus den Boxen ertönt, bleiben fast kaum ein Körperteil ruhig. Pogogaratie inklusive. Ehrlich, da hat man von der künstlerischen Freiheit gebraucht gemacht und sich ordentlich was einfallen lassen. Ich liebe solche verspielten, experimentellen Werke, diese haben Seele und klingen nicht wie vom Fließband produziert. Wer also den Klang der ersten Stunde Anno 2016 mochte, der wird hier Jubelschreibe erklingen lassen. Ehrlich, wenn beispielsweise bei dem Lied „1984“, ab 4:06 Minute der Schrei nach „Freiheit“ erklingt und das Solo einsetzt, möchte man am liebsten aufstehen, raus auf die Straße gehen und das zurück holen was unserem Volk geraubt wurde. Das ist politische Motivationsmusik!

„Das alte Feuer ist erloschen, die deutsche Eiche umgestürzt. Unsere Reihen sind durchzogen von tumben Seelen, geistig verwirrt. Glatzen, Stiefel heucheln Wildheit, dabei geht´s euch doch nur um Spaß. So seid ihr beispielhaft für all die Dinge, die ihr angeblich hasst!“
Tabula Rasa

Textlich, thematisch dürfte klar sein das auch hier wieder mit Köpfchen und Bedacht die Lieder geschrieben wurden. Es ist von fast allem etwas dabei, man besingt unsere tampferen Väter und Großväter in dem letzten, großen Ringen der Völker, die, die weit von ihren Liebsten in fremder Erde ruhen. Man taucht in dem Lied „Die Kinder Rungholts“ in eben jene Geschichte um die nordfrisische Küstenlandschaft ein, die 1362 durch Sturmfluten zerstört wurde. Gegenwärtige Politik bekommen wir in den mächtigen „Vor den Toren I & II“ zu hören. Eine notwendige Abrechnung gibt es mit dem Lied „Tabula Rasa“, alle die sich in dem Lied wiederfinden, die sollten mal einiges überdenken. Ein Liedchen wurden dem Ehrbaren vom Bosporus gewidmet, dem „Erdinator“. Ich denke die Ironie im letzten Satz ist erkennbar, oder?! ^^ Ziemlich gefühlvoll wird es in dem Lied „Auf Wiedersehen…“, die Nummer hat mich ziemlich mitgenommen und ich bin normalerweise nicht sehr nah am Wasser gebaut. Dies und noch vieles mehr bekommt Ihr mit den elf Titeln der zweiten Vollscheibe geboten. Hier dürfte wirklich jeder auf seine Kosten kommen.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“, so ein bekanntes Zitat. Dieses gilt auch hier denn die Erstauflage erschien im limitierten Digi mit einer Bonus-CD und auf dieser Scheibe findet Ihr eigene und nachgespielte Akustikversionen, bekannter Lieder. Ein mehr als gelungene Idee, so erklingen eigene Stücke wie „Germania“ oder das nachgespielte „Pflichterfüllung“ von Phönix im völlig neuen Klangkleid und dieses ist einfach nur großartig geworden. Man sollte sich allerdings ranhalten, glaube es geht mittlerweile schon an die Restbestände der Erstauflage.

„Sie stehen von den Toren, ja, sie sind real! Hört endlich auf zu heucheln, ihr hattet eure Wahl! Jetzt sind sie da und stehen vereint vor unseren Toren, geht es so weiter, ist das Abendland verloren.
Vor den Toren I

Wer den Sänger kennt oder schon einmal Live in Aktion erleben durfte, der weiß um das Gesangstalent des Künstlers. Mal hart, mal zart und immer national… ha, ha, welch eine Wortwahl?! Wie dem auch sei, die vielseitigen Gesangskünste setzt der Sänger auch auf der zweiten Scheibe wieder mehr als gekonnt ein. So gibt es mächtige Shoutings in die Fresse und kurz danach, wenn man noch halb benebelt auf´m Boden liegt, rehabilitiert seine klare, emotionale Stimme die Situation und die niedergesungene Hörerschaft. Ich bin einfach begeistert, gerade hier muss ich noch einmal das emotionale „Auf Wiedersehen…“ nennen. Dort wechselt die Gesangslagen so wunderbar und treffen in jeder Sekunde den richtigen Ton.

Dieses Mal hat man sich auch Gaststimmen in Studio eingeladen. Neben der gewaltigen Röhre des zweiten Gitarristen, den man u.a. bei „Tabula Rasa“ hört, erhält Blutlinie hier stimmliche Unterstützung von Stefan (Act of Violence) und Karin (Wut aus Liebe). Eine schöne Sache, besonders Karin passt sehr gut zur „Fern der Heimat“ Nummer.

Freundinnen und Freunde hochwertiger, rechtspolitischer Musik, mit „Verkommener Zeitgeist“ erwartet Euch ein durchdachtes und qualitat hochwertiges Album. So muss nationale Musik im Jahre 2018 klingen. Wir brauchen mehr solcher Klänge, Blutlinie haben das erkannt und sind sich ihrer Aufgabe bewusst, politischer Kampf findet selbstverständlich auch in den Köpfen der Menschen statt und diese müssen informiert und belehrt werden. Das Teil ist vom Anfang bis zum Ende ein absolut geniales Werk geworden, wer hier nicht zugreift ist selber Schuld. Diese Produktion ist für mich bis die beste Produktion in diesem Jahr. Hier bleibt am Ende nur noch eines zu schreiben: PFLICHTPROGRAMM!!!

Titelliste:
CD 1
01. 1984
02. Der Erdinator
03. Fern der Heimat
04. Die Kinder Rungholts
05. Tabula Rasa
06. Vor den Toren I
07. Vor den Toren II
08. Auf Wiedersehen…
09. Mein wahres Gesicht
10. Der Geist dieser Tage
11. Auf nach Walhall *

CD 2
01. Der Adler fliegt
02. Der gute Kamerad
03. Fern der Heimat
04. Bruderschaft **
05. Unterm Banner des Nesselblattes
06. Germania
07. Pflichterfüllung ***

* im Original von Sturmwehr
** im Original von Halgadom
*** im Original von Phönix

Hörprobe – Blutlinie – Der Geist dieser Tage:

 

Author: Frontmagazin

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