Yardbombs, The – Ebolapalooza (CD)

Yardbombs, The – Ebolapalooza
Front Records | CD

Neues Material aus Down Under, für Freunde von People Haters und Ethnic C. sicherlich interessant, vielleicht auch etwas Vaginal Jesus, wenn auch nicht ganz so textlich radikal…

Der Jesse meldet sich mit seinem Projekt „The Yardbombs“ zurück und serviert uns mit „Ebolapalooza“ sechzehn neue Nummern. Obwohl, kann man bei „The Yardbombs“ überhaupt noch von einem Projekt sprechen, mittlerweile wirkt es so als wenn sein musikalischer Schwerpunkt nicht mehr auf „Deaths Head“ sondern auf „The Yardbombs“ liegt?! Wie auch immer, kommen wir zu dem neuen Silberling und dieser macht echt Spaß zu hören. Das der Jesse musikalisch echt in Form ist, ist ja nun nicht unbekannt und auch dieses Mal weiß der Australier zu überzeugen. Wer also vergleichsweise was mit den amerikanischen Kapellen People Haters und Ethnic C. anfangen kann, der auch seine Freude mit diesem Silberling haben. Sicher und wie bereits geschrieben darf man nicht die Radikalität in den Texten erwarten wie eben genannte Vergleichskapellen aber dennoch, geht schon in diese Richtung. Musikalisch ist das Teil eine wilde Mischung aus RAC und Punk, etwas Oldschool Hardcore ist dabei und als obendrauf gibt es noch einen Schuss Psychobilly. Diese Mixe wurde in sechzehn Titel gepumpt und entstanden ist „Ebolapalooza“, wie sich eben das neue Werk schimpft. Ihr bekommt also flottes Material geboten, da fallen die Koalabären doch glatt von den Bäumen und die Kängurus hüpfen vor rostige Jeeps.

Trotz gedrosselter Radikalität verstehen Titel wie: „teenage jihadi“, „schools out“ oder „it aint racist“ ihre Botschaft zu vermitteln. Natürlich ist dieses Werk jetzt kein Massentauglicher Tonträger und auch bei der Hörerschaft rechtspolitischer Musik wird dieses Werk nur eine gewisse Menge an interessierten Hörern ansprechen, dazu wird dieses Werk wieder zu speziell sein. Wenn man eh kein Interesse an fremdsprachiger Musik hat, dann lässt man das Werk am besten gleich liegen. Das Album spielt bewusst mit einigen Klischees und weiß diese bis zur Grenze des machbaren auch einzusetzen. Man darf hier eben keine Texte der Klasse Stahlgewitter und Hassgesang erwarten, was aber klar sein dürfte. Für zwischendurch und wenn man mal abschalten möchte ist dieser Silberling wurdebar geeignet, sofern man Lust auf sowas hat.

Das Album ist dieses Mal bei Front Records erschienen, das Label hat sich dabei nicht lumpen lassen und dem Werk eine passende Gestaltung spendiert. Durchaus witzig das Ganz und passt wie die Faust aufs Auge. Down Under hat dieses Jahr ja mal wieder gut von sich hören lassen, erst ist es mehr als still dort und dann schwappen auf einmal einige Leckerbissen daher. Erst die neue Fortress und nun neues Material vom Jesse, da durfte man sich dieses Jahr durchaus gefreut haben, oder? Ein Silberling für oben genannte Musikfreunde, der Rest hört am besten vorher rein!

Titelliste:
01. ebolapalooza
02. the more things change
03. my paranoia
04. feed the poor
05. pop a pill
06. teenage jihadi
07. fuckers
08. ignorance is bliss
09. i´m seein´ red
10. lie to me
11. schools out
12. wasted
13. it aint racist
14. nationalism trending
15. polidicks
16. dumb things *

* im Original von Paul Kelly

Hörprobe – Yardbombs, The – schools out:

 

Author: Frontmagazin

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