Berlin Breed – Berlin Breed (CD)

Berlin Breed – Berlin Breed
FK Produktion | CD

Mit dem selbstbetitelten ersten Album „Berlin Breed“ liefert uns FK Produktion mal wieder Futter für die Subkultur ab, da freut sich die Stiefelfraktion…

Ich mus ganz ehrlich gestehen, mir sag(t)en Berlin Breed überhaupt nichts. Erst mit der Ankündigung durch das Label habe ich von den Berlinern erstmalig gehört. Musikalisch gibt es hier klassischen Skinrock der alten Schule, raue und doch teilweise melodische Rythmen, überwiegend im Midtempo angesiedelt und mit rotzigen Straßencharakter angereichert. Das Material erinnert mich irgendwie an die frühen Werke von Kraft durch Froide, genauso rotzig und zynisch klingt es hier. Die Jungs sind kritisch und ehrlich, so klagt man in den 11 Liedern an und zieht das Ding auf seine eigene Art und Weise durch. Dabei verzichtet man auf großartiges Wortspiel sondern feuert die Klagewort frontal heraus. Die Berliner lassen die Skinheadkultur in ihren Lieder weiterleben und für eben jene treuen Anhänger zelebriert man die elf Lieder auf dieser Scheibe. Ach ja, dabei verzichtet man auf fremdsprachige Texte und bleibt der Heimatsprach treu.

Ein Silberling der durchaus belächelt werden wird und geteilt aufgenommen wird. Vertreter und Anhänger der alten Schule werden sich sicherlich freuen, jene die dem Skinheadkult nichts abgewinnen können werden wohl auch kein dolles Wort an der Platte lassen. Für die ist diese Scheibe aber auch nicht gedacht. Auch sind die Meinungen geteilt, ist Skinheadrock dazu geeignet eine politische Botschaft zu verbreiten? Da gibt es die Fraktion, die auf ein kräftiges „Nein“ setzt und die Befürworter, die das ganze mit einem „Ja“ unterstützen. Das kann man sicherlich nicht mit ein paar Sätzen einfach niederschreiben, dazu benötigt es doch etwas mehr. Mehr an Zeit und Bühne möchte ich mal behaupten. Hier und jetzt auf die Musik (dieser Produktion) reduziert möchte ich aber mal behaupten, das „Berlin Breed“ ihre Daseinsberechtigung besitzt, dass steht außer Frage. Dass kann man zumindest auf den Punkt bringen…

Berlin Breed sind jetzt sicherlich nicht der neue Stern am Rechtsrockhimmel, ich glaube auch kaum das man das bezweckt hat(te), aber für Anhänger der Subkulur sicherlich ein interessanter Silberling. Das FK Produktion sich hier wieder einmal nicht lumpen lassen haben und dem Werk eine schicke Aufmachung spendiert haben, dass sollte mittlerweile bekannt sein. Ganz gleich wie man nun die verschiedenen Produktionen des Labels findet, an Leidenschaft und Einfallsreichtum mangelt es dem Claudio gewiss nicht. So hat man auch der „Berlin Breed“ verschiedene Varianten spendiert. Neben der normalen Edition im Jewelcase gibt es zum einen ein limitiertes Digi mit anderer optischer Aufmachung. Außerdem gibt es wieder eine Sammleredition, dabei handelt es sich um eine Hardcoverbox mit Heissfolienprägung. Es gibt 50 Stück in silber und 50 Stück in gold. Das  wird sicherlich das Sammlerherz wieder freuen. So denn, Freunde der alte Schule und des Skinheadkult, hier gibt es die Begleitmusik des Stiefelkultur. Ich geh´ mal stark davon aus, dass dieser Silberling seine Freunde finden wird. Testet das Teil an und entscheidet selbst!

Titelliste:
01. Ihr habt euch kaufen lassen
02. Ehrenmann
03. Rote Pest
04. Der Tod
05. Wie lange noch?
06. Freikorps ran!
07. Das Lied vom Hasse
08. Die letzten Tage …
09. Nicht Mord, nicht Bann, nicht Kerker
10. Berlin, halt ein …
11. Wind

Hörprobe – Berlin Breed – Ehrenmann:

 

Author: Frontmagazin

5 thoughts on “Berlin Breed – Berlin Breed (CD)

  1. Hat hier eigentlich irgend jemand von euch die CD angehört, geschweige denn die Texte gelesen? Ein Drittel der Texte sind von alten deutschen Dichtern,, deutscher und politisch relevanter geht es nicht. der Rest ist, von vorne bis hinten aktuell-politisch.Das Wort „Skinhead“ kommt weder in den Texten, noch irgendwo auf der CD-Hülle oder dem Beiheft vor und auch sonst hat das Ganze wenig bis nichts mit irgendwelchen Subkulturen zu tun. Ich lese da „Stiefelkultur“ , „Skinheadkultur“ oder „Skinhead-Rock“….ganz großes Kino, aber leider komplett an der Sache vorbei. EIN Lied, ein EINZIGES Lied welches gecovert wurde, stammt im Original von einer Skinhead-Band. Mir kommt es vor, als wenn hier persönliche Animositäten gegenüber dem Label, auf dem Rücken der Musiker ausgetragen werden. Die Musiker übrigens, jedenfalls ein Teil davon, werter Rezensent, haben bereits Musik gemacht und auf Bühnen gestanden, als Stahlgewitter, Lunikoff oder wer sonst auch immer noch ein Gedanke bzw. ein Idee waren. Über persönlichen Geschmack lässt sich immer streiten, aber wer nicht mal die Lieder fehlerfrei abschreiben kann, sollte sich solche Rezensionen sparen. Am besten ihr löscht das hier, bevor die Leute den Quatsch noch glauben….

    1. Sei gegrüßt,
      nein, die Rezension basiert einzig und allein auf Luft, Liebe und Limonade. Natürlich wurde der Tonträger gehört, andernfalls würde es keine Rezension hier geben. Das Du dich mit der Wortwahl in dieser Rezension jetzt brüskiert fühlst, dass tut uns leid aber deswegen wird hier nichts gelöscht. Unsere Meinung, diese braucht selbstverständlich nicht geteilt werden, ist schließlich der freie Geist der entscheidet. Ich muss dich enttäuschen, die vermutete Animositäten gegenüber Claudio und FK Produktion ist schlicht und einfach falsch und hat keinerlei Wahrheitsgehalt. Ganz im Gegenteil, FK Produktion wird sehr geschätzt für seinen Einsatz, Einfallsreichtung und Leidenschaft bei seinen Produktionen und seiner Arbeit. Ich möchte da nur die „Candy Division – Das Schlachthaus“ nennen, diese Produktion gehört unserer Meinung nach zu den besten Veröffentlichungen in diesem Jahr. Das Du, werter Perter, die Musiker von Berlin Breed – bis Du selbst dort aktiv, meistens ist es nämlich so, dass wenn eine Rezension nicht „dufte“ ausfällt, sich dann die Musiker melden und Zeter und Mordio schreien?! – jetzt über Stahlgewitter und Lunikoff platzierst weil diese länger Musik machen, den Sinn verstehe ich da gerade nicht? Wenn dem so gewollt ist, dann werde/muss ich dazu schreiben, dass (aus meiner persönlichen Sicht) die Musik von Berlin Breed nicht ansatzweise an beispielsweise dem Schaffen von Stahlgewitter heran reicht. Musikalisch und erst recht nicht textlich. Das sehen sicherlich einige genauso, andere nicht. So ist das halt und wie geschrieben, gelöscht wird nichts. Ich habe gerade das Digi vor mir liegen, da hast Du i.d.T. recht, da war man beim abtippen zu schnell und das wird natürlich korrigiert. Ich bedanke mich selbstverständlich für dein Kommentar.

      Beste Grüße
      Dein Frontmagazin

      1. Ich weiß zwar auch nicht, warum der Herr Wischnewski so an die Decke geht, aber bei einem Punkt hat er Recht: Woher nehmt ihr eure Kategorisierung als Skinhead-Musik / -Band? Bis auf das Cover von Brutal Combat, welche sehrwohl eine Skinhead-Band waren, finde ich auf der Scheibe keinen einzigen Skinhead-Bezug. Ist es weil die Musiker als (Ex-)Skinheads bekannt sind? Ich persönlich wäre vom reinen Hören der Lieder nicht auf die Idee gekommen, dass man hier die Skinhead-Subkultur versucht, anzusprechen.

  2. Erst einmal einen Dank an das Frontmagazin, dass ihr so schnell mit dieser Rezension ward. Hatte die Cd beim Label vorbestellt, somit noch vor dem offiziellen Release-Termin in Händen gehalten und mich seitdem im Netz umgeschaut, wie das Debüt-Vollalbum so ankommt. Meiner Meinung nach kommt das Werk bei eurer CD-Bewertung doch deutlich zu schlecht weg. Die Liedtexte sind gelungen und ein dicker Pluspunkt, da schließe ich mich dem obigen Kommentar von Peter Wischnewski an. Einige Textpassagen der Lieder bringen das Schlamassel, das Deutschland seit Jahrzehnten in seinen Fängen hält, bestens auf den Punkt. „Ihr habt euch kaufen lassen, habt gelernt euch anzupassen. Ihr habt des Adlers Schwingen in Ketten aus Gold gelegt. Ihr habt verlernt zu fragen, traut euch nicht anzuklagen. Doch ihr spürt eure Fesseln nicht, da ihr euch nicht bewegt“ (Refrain des Openers ´Ihr habt euch kaufen lassen`). Damit ist so viel ausgesagt, an was es in dieser Gesellschaft im Kern krankt.
    Auf die Erscheinung habe ich mich riesig gefreut. Wegen der Mucke, die mich im besten Sinne an die auch vorhandenen Glanzzeiten der 90er-Jahre erinnert, und vor allem auch wegen der Gesangsstimme, die einfach ehrlich und authentisch in ihrer eigenen Melodik daherkommt. Die besten Lieder „Ihr habt euch kaufen lassen“, „Ehrenmann“ und „Freikorps ran!“ setzen sich im Kopf fest, und man kriegt sie nicht mehr so schnell raus (Und das will man auch gar nicht). Welch besseres Lob kann eine CD bekommen? Wie mir aber scheint, sind 2 Sänger am Start. Beim Stück „Rote Pest“, das mir nicht gefällt, hört sich der Sänger anders an. Täusche ich mich da?
    Dass das Frontmagazin ein Problem mit dem Label FK Produktion hat, kann ich bei der Rezension nicht erkennen. In meinen Augen bereichert Berlin Breed den Rechtsrockbereich. Der Abverkauf ist laut Label sehr gut, die CD trifft also durchaus den Geschmack vieler Hörer. Dadurch beflügelt können die Musiker aus Berlin dann doch irgendwann mal bezwecken, ein neuer Stern am Rechtsrockhimmel zu werden.

    PS: Es gibt ein neues, „BRD-taugliches“ Musikforum (u.a. mit RAC-Bereich). Wer mal wieder in einem Forum lesen und schreiben will: Den Link gibt es auf der Facebook-Seite des MF-Zine beim Eintrag vom 28. September.

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