Blue Eyed Devils – We´ll Never Die – Neuauflage

Blue Eyed Devils – We´ll Never Die – Neuauflage
Rebel Records | CD

Lange bevor Daily Broken Dream den sXe-Hardcore repräsentierten, Path of Resistance die Tanzflächen in Kriegsschauplätze verwandelte und Moshpit die Coremusik auf ein neues Level in unseren Reihen beförderte, lange vor all dem gab es die Blue Eyed Devils und ihren unverfälschten, unverkennbaren und wegweisenden Hatecore. Die Vorreiter der rechten Coremucke verteilten von Anfang an musikalische Handrückenschellen und geizten dabei nicht mit entsprechender Radikalität…

Ich weiß, ziemlich dicke aufgetragen aber dennoch, irgendwie auch absolut berechtigt und zutreffend, oder? Man erinnere sich ruhig einmal zurück, inmitten der wilden Neunziger formierte sich in Delaware ein White Power Band, die fortan dem Begriff „Hatecore“ bestimmen sollte und dieser radikalen Musik ein Gesicht verleihen würde. Die Blue Eyed Devils wurden geboren und mit ihnen ein däftige Portion Hasscore der brachial und radikal, mächtig in Fresse knallen sollte. Die ältere Garde wird sich sicherlich noch freudig an die ersten beiden Vollscheibe der Amis erinnern, die bedauerlicherweise aber leider auch zu erwartend, auf den bundesdeutschen Index landeten. Neben einer dritten Vollscheibe, einer Split mit den durchgeknallten Typen von Aggravated Assault und einer Minischeibe die auf den Namen „…it ends“ hört, erschien noch eine 7inch EP und zwei Best Of – Silberlinge. Eine davon ist die hier vorliegende „We´ll Never Die“ Kopilation und diese beinhaltet das übrig gebliebene, legale Material der Blue Eyed Devils, wenn man mal von der Minischeibe absieht. Diese gibt es ebenfalls noch und dies völlig legal. Doch zurück zur „We´ll Never Die“ Kopilation, diese sollte nämlich einen durchaus wechselhaften Produzentenkreis haben. Bevor „We´ll Never Die“ seine jetzige, lizensierte Neuauflage aus dem Hause Rebel Records genießen sollte, wurde das Werk vonn den beiden Schand- und Schmuddellabels Hatesound Records und V7 Records produziert. Beide haben sich bekanntlich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Aber das ist ein anderes Thema, zurück zur „We´ll Never Die“ Kopilation. Die vorliegende Neuauflage unterscheidet sich eigentlich kaum zu den vorherigen Werken, abgesehen von der Gestaltung, diese wurde etwas angepasst und mit aktuellen Labelinformationen versehen. Außerdem wurde einmal eine kleine Vorsichtsmaßnahme getroffen, die notwendig war. Schlau gelöst wie ich mal meinen möchte und ganz ohne zur Schere gegriffen zu haben.

Wie bereits geschrieben, handelt es sich bei dem Material auf der „We´ll Never Die“ Scheibe um das legale Zeug von Blue Eyed Devils. Aber keine Sorge, dass macht die Sache gewiss nicht schlechter. Absolut nicht, dass enthalten Material hat die selbe Radikalität, die selber Wucht und den selben Charm wie der Rest. Nummern wie „fearless“, „the truth“ oder „on the attack“ ballern dermaßen aggressiv und roh-radikal auf die Gehörgänge ein, da möchte man fast meinen ,dass der Tinnitus eine automatische Beigabe zum musikalischen Schaffen der Blue Eyed Devils ist. Für die jüngeren Hörer und Einsteiger in die Welt der Blue Eyed Devils ist dieses Werk durchaus geeignet, selbstverständlich auch für alle anderen Musikfreunde die noch nichts von der Truppe in der heimischen Sammlung stehen haben. Das Teil kann man bedenkenlos in die Sammlung packen, wenn man die Lieder nicht andersweitig besitzt.

Die Blue Eyed Devils haben die rechtspolitische Coremusik geprägt, geformt und gefördert, daran besteht kein Zweifel und ohne sie würde es sicherlich den einen oder anderen Vertreter heutiger Coremusik nicht geben. Also immer daran denken, die blauäugigen Teufel sind immer irgendwie, irgendwo dabei wenn es um rechtspolitischen Hardcore (bzw. Hatecore) geht. Ganz nach dem Titel der Kopilation!

Titelliste:
01. march
02. retribution
03. fearless
04. kill it
05. wrong again
06. the truth
07. what drives me
08. twilight
09. stand strong
10. we´ll never die
11. on the attack
12. the apology
13. stronger

Hörprobe – Blue Eyed Devils – the truth:

Author: Frontmagazin

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