Squadron – The Flame still burns

Squadron – The Flame still burns
PC Records | CD

Da meldet sich ein Schwergewicht der englischen Rechtsrockszene zurück, Bühne frei für Squadron

Unglaublich, noch vor einigen Tagen  bzw. Wochen hätte ich gesagt dass, das erste Quartal 2019 eher einem guten Durchschnitt gleichkommt. Der Jahresauftakt war eher von ruhigerer Natur, der Februar hat dann so langsam Fahrt in das scheinbar noch im Winterschlaf verweilende Musikjahr gebracht. Dann kam der März und wir wurden geweckt, vielen Dank dafür. Ich persönlich war bereits ordentlich aufgeheizt, hatte mich die Revalers – Guard your Nation ja nun förmlich aus den Socken gehauen – das Teil rotiert noch immer in der Anlage und will diese auch einfach nicht verlassen. Was internationale Klänge betrifft, so Messlatte bereits zum Jahresauftakt ziemlich hoch angelegt. Auch kam die Frage auf, welche Truppe könne dieses Werk toppen? Nicht das es uns an guten, internationalen Bands mangeln würde, nur ist es etwas anderes, wenn beispielsweise Bound for Glory mal wieder ein Album veröffentlichen und damit auf ganzer Linie punkten, da die Amis ihr Handwerk zweifelsfrei verstehen, eben deshalb jetzt aber auch nicht wirklich überraschen – man freut sich auf etwas neues, ist aber nicht überrascht wenn das Teil dann da ist. Überzeugt, dass passt eher. Etwas anders verhält es sich dann aber, wenn eben eine Legende wie Squadron sich zurückmeldet, da ist die Überraschung gegeben. Ganz richtig, die alten Hasen melden sich mit „The Flame still burns“ eindrucksvoll und klanggewaltig zurück, der Name ist Programm und musikalisch braucht man der Truppe eh nichts vormachen!

Über dreißig Jahre sind Squadron nun schon aktiv, mal mehr und mal weniger. Somit reiht sich die Gruppe in die Reihen der ältesten, noch aktivsten Vertreter der rechtspolitischen Musik ein. Wer den Werdegang der Insel-RAC´ker verfolgte, der dürft mit den musikalischen Schaffen der Truppe vertraut sein. Begonnen hat man in klassischer Weise, wie fast jede rechtspolitische Band aus England. Klassischer, melodischer Rechtsrock war auch zu Anfang das Markenzeichen von Squadron und damit hat man es auf drei Vollscheiben gebracht. Zum Ende der Neunziger hat sich der musikalische Stil von Squadron verändert, der Musik wurde härter und ausgereifter, der Metal hielt Einzug ins musikalische Geschehen der Band. In dieser Phase erschien auch mein persönlicher Favorit, dass großartige „A** o* C*********“ Album. Dann folgten noch einige Compilation und Singles, bis es dann irgendwann ruhig um Squadron wurde.

2018 wurde es dann wieder interessant, es wurden einigen Liveauftritten absolviert, der Markt wurde mit der der Compilation-Vinyl von Rebel Records und einer EP von der Insel versorgt und auch sonst schienen Squadron mit ihrem neuen Frontmann Gav – der Rest ist die alte Besetzung – durchaus wieder Spaß an Squadron zu haben. Ja und was soll man jetzt noch großartig drum herum schreiben, das Ergbnis der wieder aufgestandenen Kulttruppe haltet ihr in den Händen. Nach einer ordentlichen Vorbereitungszeit und viel Studioaufenthalten, wurde „The Flame still burns“ nun über PC Records auf CD verewigt. Musikalisch zwar nicht mehr ganz so hart wie auf dem „A** o* C*********“ Album, dafür aber verspielter und abwechslungsreicher, Metal der definitiv Ohrwurm-Charakter besitzt. Das Squadron musikalisch schon immer fit waren, dass dürfte nichts neues sein und entsprechend das Teil auch ein weiteres Vorzeigewerk in der Diskografie der Truppe. Die Auszeit haben die Musiker genutzt um sich noch einmal selbst zu steigern und zu übertreffen, was zweifelsohne gelungen ist. Einfallsreichtum und Abwechslung bestimmen die Klangkulisse dieses Tonträgers und erfreuen seine Hörerschaft. Neben den bereits angepriesenen Metalnummern geht es auch etwas ruhiger mit „Allfather Hail!“ zur Sache, macht richtig Spaß das Lied. Textlich haben Squadron schon immer Wert auf durchdachte Struktur gelegt und sind aus dem klassischen Muster ausgebrochen. So auch wieder auf dem „The Flame still burns“ Album, ob nun Lieder wie „Sacred Bloodlines“, „The Root Of All Evil“ oder der Rest vom Fest, jede Nummer spricht für sich und funktioniert als eingeständige Geschichte.

Es freut mich das die alten Hasen wieder so zahlreich auf der Bildfläche erscheinen, wie ich bereits zu Anfang geschrieben hatte, sind es immer wieder diese Werk die überraschen und für Begeisterung sorgen. „The Flame still burns“ ist zweifelsohne eines der Alben, die man schon jetzt als kleines Meisterwerk bezeichnen darf. Die Band hat Kultstatus und musikalisch wird auch von Seiten Squadron den jungen Hüpfern gezeigt, wie es ausschauen kann wenn eine Band über mehrere Jahrzehnte aktiv ist. Sieht man von deren einen oder anderen Unterbrechung ab. Mit wenigen Ausnahmen gibt es nur sehr wenige, noch aktive Bands mit solch einer Lebensdauer. Mit PC Records ist ein weiterer, alter Hase in diese Produktion involviert, dass aus Chemnitz stammende Label beweist in seiner langen Tätigkeit als ausführende Produktionsschmiede erneut Erfahrung und Professionalität im Umgang mit solchen Schwergewichten. Optisch ist das Teil ein echter Leckerbissen, dass macht schon echt was her. Neben der normalen Edition hat man dem neuen Album noch eine Sonderverpackung spendiert und zwar eine Lederhülle welche mit dem Logo der Band verziert ist. Diese Edition ist auf 500 Stück limitiert. Bleibt zum Schluss eigentlich kaum noch etwas zu schreiben, die Rückkehr der Band feiert man gebührend mit dem „The Flame still burns“ Werk, die alte Hörerschaft darf sich auf eine wilde, geniale und wuchtige, musikalische Reise gefasst machen. Die junge Hörerschaft sollten das Teil unbedingt antesten, hier gibt es großartiges Material geboten. Beiden Daumen nach oben und herzlich willkommen zurück, Squadron!

Titelliste
01. The Flames Still Burns
02. Indoctrination
03. Defend Europe
04. The Truth Is Out There
05. Living In A Ghetto
06. The Root Of All Evil
07. Sacred Bloodlines
08. Savages
09. Allfather Hail!
10. Do Right And Fear No-one

Hörprobe – Squadron – Living In A Ghetto:

 

Author: Frontmagazin

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