Unter Beschuss: Trumps Kampf im Weißen Haus

Unter Beschuss: Trumps Kampf im Weißen Haus
Rowohlt Buchverlag | 480 Seiten | ISBN: 978-3498001094

Das zweite Enthüllungsbuch von Michael Wolff

Mit „Feuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump“ hat Michael Wolff einen Volltreffer gelandet und überzeugte auf ganzer Linie. Nun legt der Enthüllungsjournalist nach und veröffentlicht sein zweites Buch um die umstrittene Präsidentschaft von Donald Trump. „Unter Beschuss: Trumps Kampf im Weißen Haus“, so heißt das neue Werk von Wolff und soll logischerweise an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Mit seinem ersten Buch hat Michael Wolff noch ordenlich recherchiert und glaubwürdige Arbeit ablieferte, nicht umsonst geriet der Autor ins Fadenkreuz von Trump und seiner Gefolgschaft. Anders verhält es sich mit diesem Werk, vielleicht ist die Wut des Präsidenten identisch wie davor, dafür mangelt es diesem Buch  aber an Glaubwürdigkeit und am seriösen Journalismus.

Michael Wolff hat sich mit diesem Buch kein Gefallen getan und noch mehr, durch dieses Buch versickert seine Glaubwürdigkeit in Sumpf der Lügenpresse. Die Gier nach Aufmerksamkeit und Geld trief zwischen den Buchseiten heraus. Warum? Nun, bereits nach einigen Seiten schleicht sich ein merkwürdige Gefühl beim durchlesen der Seiten ein. Man wird das Gefühl nicht los, dass hier irgendwas nicht so wirklich passt und spätestens jetzt sollte man seinem Instikt vertrauen. Und siehe da, nach einigen Recherchen zu den Behauptungen von Michael Wolff wird einem auch schlagartig klar warum. Dieses umwohlsame Gefühl, dass sich „Unter Beschuss: Trumps Kampf im Weißen Haus“ wie ein fiktiver Roman liest, kam nicht von ungefähr. Zumindest überwiegend.  Wolff hat nämlich auf raffinierte Weise, die wenigen Wahrheit mit erfundenen Details garniert. Oder er zensiert die Wahrheit nach eigenen Ermessen, so dass es nach seiner Sicht der Dinge passt. Donald Trump ist wahrlich kein Glücksgriff für die Menschheit und alles andere als ein Jemand, den man in einer Position wie der seinen sehen möchte. Dennoch sollte man bei den Fakten und der Wahrheit bleiben und diese nicht finanziellen Gewinnmaximierung verdrehen, zensieren oder umdichten. Hinzu kommt, dass es letztlich nicht viel neues an Informationen zu lesen gibt, die sich dazu eben noch mit Wahrheitsgehalt auszeichnen.

Nach dem finanziellen Erfolg von „Feuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump“, der Michael Wolff mehrere Millionen einbrachte und somit zu einem der erfolgreichsten Sachbuchautoren des Jahres wurden ließ, war es klar, dass es einen Nachfolger geben müss(t)e. Die Gier übermannte letztlich den seriösen Journalismus und Michael Wolff muss sich zurecht den Stempel der Lügenpresse auf die Stirn klatschen lassen. Allerdings wird ihm das wohl ehr weniger interessieren, solange der Dollar rollt. „Unter Beschuss: Trumps Kampf im Weißen Haus“, ein Buch was durch verdrehten Fakten, eingenwilligen Sichtweisen, Halbwahrheiten und Märchen lebt. Die Wahrheit und seriöser Journalismus sehen anders aus. Finger weg!

Inhaltsverzeichnis:
Vorbemerkung 11

Kapitel 1 – Ins Schwarze 15
Kapitel 2 – Zwischen Wahlen 44
Kapitel 3 – Anwälte 69
Kapitel 4 – Allein zu Hause 88
Kapitel 5 – Robert Mueller 102
Kapitel 6 – Michael Cohen 124
Kapitel 7 – Die Frauen 144
Kapitel 8 – Michael Flynn 160
Kapitel 9 – Midterms 181
Kapitel 10 – Kushner 199
Kapitel 11 – Hannity 223
Kapitel 12 – Trump im Ausland 243
Kapitel 13 – Trump und Putin 262
Kapitel 14 – Hundert Tage 283
Kapitel 15 – Manafort 299
Kapitel 16 – Pecker, Cohen, Weisselberg 317
Kapitel 17 – McCain, Woodward und Anonymous 335
Kapitel 18 – Kavanaugh 350
Kapitel 19 – Khashoggi 367
Kapitel 20 – Überraschungen im Oktober 384
Kapitel 21 – Der 6. November 400
Kapitel 22 – Die Mauer 436
Kapitel 23 – Der Bericht 457

Dank 467
Personenregister 471

Author: Frontmagazin

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