Deaths Head – Hatred Disciples – Neuauflage

Deaths Head – Hatred Disciples – Neuauflage
Front Records | CD

Neuauflage der „Hatred Disciples“ aus dem Hause Front Records

Brachialer Mix aus Metal und Hardrock aus Down Under, da legen selbst die Kängurus einen gepflegten Pogo hin. Seinerzeit haben Deaths Head mit ihrem dritten Werk für ordentlich Aufsehen gesorgt. Jesse und seine Truppe überzeugten seit Anbeginn durch prägnante und schwere Metalriffs, allerdings ohne den nötigen Anteil an Melodie zu vernachlässigen. Spielerisch sie die Australier fit, daran besteht absolut kein Zweifel und das hört man bereits nach wenigen Minuten. Ausgereifte Riffs, Parts und und eine stimmige und zugleich dreckige Klangkulisse lassen „Hatred Disciples“ zu einem richtigen Hörgenuss werden. Waren die musikalischen Anfänge zur Jahrtausendwende noch von rockigen Elementen beeinflusst, änderte sich das langsam aber doch stetig und spätestens mit dem hier vorliegenden, dritten Album „Hatred Disciples“ haben die Australier ihrer Musik in ein metallische Fundament gegossen.

Deaths Head vereinen gekonnt mythologische und historische Themen in ihren Liedern, der Grundtenor liegt selbstverständlich in der politischen Botschaft. Die Australier haben sich mit „Hatred Disciples“ wahrlich nicht lumpen lassen und seinerzeit ein Album geschaffen, welches klare Botschaften inne hält und auch nach all den Jahren nicht an Aussagekraft verloren hat. Kämpferische Nummern „Iron Warmachine“ oder „Black Sun – Crooked Cross“ sind nur zwei von den, durchweg großartigen Liedern auf diesem Silberling. Mit „Ghosts of Dresden“ haben die Australier sich allerings selbst eine Hymne zugeschrieben die repräsentativ für die Truppe war und noch immer ist.

Deaths Head können auf eine beachtliche Anzahl an verschiedenen Veröffentlichungen zurückblicken, zwar nicht alles immer wirklich hörbar aber ok, zumindest kann man den Australiern keine Untätigkeit vorwerfen. In der jüngeren Vergangenheit wurde es etwas ruhiger um die Band, die letzte Vollscheibe war die „The Reapers Kiss“ aus dem Jahre 2012. Danach folgten lediglich Gastbeiträge und der dritte Teil der Gemeinschaftsarbeit „Garrison“ in Jahr 2015. Ich hoffen inständig das sich da noch einmal was bewegen wird, es wäre schade, wenn Jesse sich nicht mehr auf Deaths Head konzentrieren würde.

Für alle die, die damals nicht zugegriffen haben, bekommen jetzt wieder die Möglichkeit sich „Hatred Disciples“ ins Heim zu holen. Nachdem das Schmuddellabel North X Records seine Pforten geschlossen hatte, war es um einige Produktionen recht ruhig. Aber Dank der Linientreuer Front Records Schmiede findet dieses großartige Werk wieder den Weg zur breiten Masse. Freunde von metallisch rechtspolitischen Klänge dürften sich problemlos mit dem Werk aus Down Under anfreunden können, das Teil wird einfach nicht langweilig und reizt die Leistungskraft der heimischen Boxen ordentlich aus. Der Rest kann bei uns reinhören, wir haben wie immer eine komplette Hörprobe bereitgestellt. Unserer bescheidenen Meinung nach ein Silberling der nicht fehlen sollte in der Sammlung!

Titelliste:
01. Hatred Disciples
02. Doubts
03. Voices of the Dead
04. Leeches
05. State of Decay
06. Iron Warmachine
07. Embrace of the Tomb
08. Black Sun – Crooked Cross
09. Wasteland
10. Ghosts of Dresden

Hörprobe – Deaths Head – Ghosts of Dresden:

 

Author: Frontmagazin

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