Brutal Combat – Charles Martel – Neuauflage

Brutal Combat – Charles Martel – Neuauflage
Rock-O-Rama Records | LP

Anfang der Achtziger formierte sich in Frankreich eine Skinheadband die noch heute als das französische Pendant zu diversen englischen RAC Gruppen gilt. Brutal Combat formierten sich im Jahr 1982 in Brest und lieferten, bedauerlicherweise, nur ein Album ab – davor und danach gab es lediglich EPs und Compilations. Besagtes, einziges Werk erblickte vier Jahre später unter dem Name „Charles Martel“ bei Rock-O-Rama Records das Licht der Welt.

Im Rahmen unserer neuen Kategorie „Kultklassiker“, kommt hier nun unsere erste Rezension für eben diese Kategorie. Den Anfang macht dieser Klassiker aus Frankreich, der auch noch in heutiger Zeit bei der alten Garde und vielleicht auch bei jungen Hüpfern, für Pogowahnsinn sorgt. Die Franzosen von Brutal Combat hatten mit einigen Gigs auf sich aufmerksam gemacht und zwei Jahre nach ihrer Gründung, die „Péril Rouge“ EP in Eigenregie veröffentlicht. Noch einmal zwei Jahre später, im Jahr 1986 angekommen, sollten uns aus Frankreich ein Werk aabliefern, dass die Stiefel vor Freude auf den Asphalt stampfen lassen würde.  Das erste, leider auch einizige Album der Kapelle mit den Namen „Charles Martel“ wurde damals von Herbert Egolt über sein legänderes Label Rock-O-Rama Records als LP veröffentlicht. „Charles Martel“ stach damals aus der Masse hervor, die französische Musikmarkt war in diesem Jahr noch überwiegend europäischer Labelhand, was eben die Veröffentlichung über Rock-O-Rama Records zeigte. Fragt mich jetzt bitte nicht über die Auflagenzahl der Erstveröffentlichung, mir liegen bezüglich dessen keine Zahlen vor und somit kann ich nur spekulieren, ich vermute allerdings, dass sich eine amtliche und verdiente Anzahl unter den Glanzen in Deutschland und Europa breit gemacht hatte. Wie bereits geschrieben, sollte dies verdienterweise eine beachtliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Brutal Combat spielten flotten und einprägsamen Skinrock, der hängen blieb und so mache Feier bereicherte. Einige gingen sogar soweit und bezeichneten die Band als französisches Pendant zu den legendären Skrewdriver. Persönlich würde ich soweit jetzt nicht gehen, allerdings kann man der Truppe ihr damaligen Können wahrlich nicht absprechen. Ich bin zwar nicht so der große Freund von französischen Klängen, die Sprache sagt mir einfach nicht so sehr zu, aber dieses Werk fand selbst bei mir Gefallen und es war durchaus ein Reise in die Vergangenheit als ich das Vinyl auf den Plattenspieler legte. Vertraut waren die Klänge noch immer und stammelnder Weise konnte ich sogar noch hier und dort mitträllern, ha, ha…

Nach diversen Nachpressungen, mehr oder weniger legalen Editionen, wurde „Charles Martel“ nun als legale Nachpressung vom reformierten Label Rock-O-Rama Records veröffentlicht. Verändert hat sich im Grunde nicht viel zur Erstauflage, einzig die Limitierung von handschriftlich 499 Stück hat nun Einzug gehalten. Es sind alle Lieder enthalten, einzig digital gemastert wurde das Material laut dem Label für die Neuauflage. Man kann über solche Werke sicherlich denken was man mag, das Material ist mittlerweile ja nun schon über dreißig Jahre alt und die junge Generation belächelt solche Werke vielleicht nur noch, dennoch haben solche Werke einen Stellenwert und haben die europäisch rechtspolitischen Musikhistorie beieinflusst. Lange bevor heutige Größen überhaupt da waren.

Sehr viel mehr sollten wir in den Folgejahren dann nicht mehr von Brutal Combat zu hören bekommen. Im Folgejahr von „Charles Martel“, gründete der damalige Manager der Band, Gael Bodilis das legendäre Franzosenlabel Rebelles Européens und über dieses wurde die „Passe A L’ouest / Indo-Europeens“ Single veröffentlicht. Damit solltes es dann aber auch schon (wieder) gewesen sein was die musikalischen Aktivitäten von Brutal Combat anging. Mal von einigen Compilations absehen.Wer also noch einmal in Erinnerung geschwelgen möchte und seine heimische Sammlung mit einem Klassiker der französischen Rechtsrockgeschichte ergänzen möchte, der sollte mal bei Rock-O-Rama Records vorbeischauen. Die Neuauflage ist noch erhältlich und macht sich gut in der heimischen Sammlung. Neben dieser sind noch viele, weitere Neuauflagen von alten Klassikern im Onlineshop zu finden, wir werden nach und nach noch weitere musikalische Leckerchen der wilden und radikalen Jahre vorstellen. Doch hier geht es um Brutal Combat und deren einziges Album „Charles Martel“ welches auch noch nach über dreißig Jahren Spaß macht zu hören!

Limitierung:
499x schwarzes Vinyl

Titelliste:
Seite A
01. tueurs fanatique
02. douleurs en sous-sol
03. hurler! gueuler!
04. J.J. Guillotin
05. aux armes
06. l’enfer c’est le paradis

Seite B
01. mercenaires
02. indesirable
03. haine et justice
04. etat d’urgence
05. peril rouge
06. Charles Martel

Hörprobe – Brutal Combat – indesirable:

 

Author: Frontmagazin

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