Burning Hate – Warmachine

Burning Hate – Warmachine
OPOS Records | CD

Meine Fresse, der rechtspolitische Metalcore ist doch nicht in der Versenkung verschwunden…

Da sind sie ja wieder, die Core´ler von Burning Hate. Nach neun Jahren der, mehr oder weniger, Abstinenz und einigen Veränderungen innerhalb der Band, melden sich Truppe nun endlich wieder zu Wort. „Warmachine“, so heißt das dritte Album der Band und das ist es auch wortwörtlich, ein Kriegsmaschinerie. Burning Hate zementieren ihre Stellung mit an der Spitze der rechtspolitischen Coremusik und das zurecht. Solch wuchtige und professionelle Klänge hatten wir zuletzt von Moshpit gehört, dies tun die Jungs von Burning Hate ihnen nun gleich.

Wer dem Metalcore nicht abgeneigt ist, der bekommt hier genau das serviert. Professionell und progressiv sind die elf Lieder auf diesem Album, dort wo man bereits mit „Your time is running out“, dem zweiten Album, Maßstäbe in Sachen hochwertiger Metalcore Musik gesetzt hatte, geht man mit „Warmachine“ jetzt noch einige Schritte weiter. Die Jungs haben in den letzten Jahren hörbar dazugelernt. Ausgereift, verspielter und experimentierfreudiger ist das neue Werk geworden. Neben unaufhaltsamer Raserei, gewaltigen Gitarrenriffs und einem Schlagzeug, das seines gleichen sucht, hat man eine anständigen Portion an Melodie draufgepackt. das verleiht dem ohnehin schon, ziemlich atmosphärischen Album noch eine gewisse Tiefe und ebnet den Liedern zusätzlichen Platz um sich zu entfalten. Mit „Auferstehung“ bekommen wir ein Instrumentallied geboten. Was den Liedern dann das Sahnhäubchen aufsetzt, ist der mehrstimmige Gesang, neben fiesen und wuchtigen Shouts, gibt es sowohl Klargesang als auch weiblichen Gastgesang. Dies lässt beispielsweise das Lied „All is silent, all is dead“ in einer unglaublichen Brutalität und zugleich in einer stimmigen, und wohlklingenden Atmosphäre erklingen. Nicht unbeachtet dürfen die vereinzelten Black Metal Elemente bleiben, diese sind versteckt und doch hörbar verpackt im Gesamtkonzept der Scheibe. Abegrundet wird das eigene Material, welches sowohl auf deutsch als auch überwiegend auf englisch vorgetragen wird, mit einer Coverversion von Tal der Lämmer, von Bloodshed. Dabei gibt niemand geringeres als der gute Uwocaust seine Stimme als Gastgesang bei.

You are not walking alone in a infected world, work´til death for a price of bread, open up the eyes of slaves, all are slaves of system, is it a hopless situation? Some people say it´s  = only the beginning only one solution!
– Infected world –

Burning Hate entfesseln mit „Warmachine“ eine echte Bestie, ein musikalisches Corevergnügen das am Ende nichts hinterlässt außer die totale Verwüstung. „Warmachine“ wäckt den eingeschlafenen, rechtspolitischen Metalcore auf und befördert diesen auch gleich an die Front. Da wird die Szene ordentlich aufgerüttelt.

OPOS Records ist erneut als Produzent tätig und liefert auch hier wieder einwandfreie Arbeit ab. Wie auch sonst, ist man hier doch musikalisch ins seinem Element und versteht es ohne Probleme mit solchen Werken unzugehen. Dabei hat das Label dem neuen Album auch gleich zwei Varianten spendiert. Neben der klassischen, regulären Edition im Jewelcase, gibt es noch ein Mediabook welches handschriftlich auf 444 Stück belimitiert ist. Selbstverständlich unterscheiden die Edition sich von der Aufmachung her, der Inhalt ist allerdings der Selbe. Hier sind die Jäger und Sammler angesprochen, also ab ans Werk. Zur Gestaltung der regulären Edition im Jewelcase, diese hat wirklich einen dunkleren Stil als der Vorgänger. Die komplette Gestaltung ist im schwarz, weiß, grauen Stil gehalten und erinnert mich schon ziemlich an politische BM Produktionen.

Abschließend kann man OPOS Records und Burning Hate zu dieser gelungenen Produktion gratulieren. Hier passt wirklich alles, die Musik, die Gesänge, Texte und die Gestaltung. Lange hatten wir nicht mehr solch eine gradiose Corescheibe zu hören bekommen. Wer also mal wieder die Bude in ein Schlachtfeld verwandeln möchte, auf durchdachte Texte und fiese Shouts steht, der kommt an „Warmachine“ nicht vorbei. Kaufempfehlung für alle Freundinnen und Freunde der härteren Gangart. Endgeil, vom Anfang bis zur letzten Sekunde!

Titelliste:
01. Warmachine
02. My world goes down
03. All is silent, all is dead
04. Frei sein
05. Auferstehung
06. Jesus Christ
07. Infected world
08. Salvation from hell
09. Believe in yourself
10. Victim is madness…
11. Tal der Lämmer *

* im Original von Bloodshed

Hörprobe – Burning Hate – All is silent, all is dead:

 

Author: Frontmagazin

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