Lanz – Ragnarok

Lanz – Ragnarok
Midgård Records | CD

Deutsch-chilenisches Gemeinschaftswerk…

Hier gibt es mal wieder etwas feines für alle Freunde fremdsprachiger Klänge. Lanz – ein Projekt mit Beteiligung von Wiesel, bekannt von Blutbanner oder Regiment 25 – hatte ja bereits durch einige Beiträge auf Youtube von sich hören lassen. Außerdem soll es wohl ein Demo mit dem Titel „Desata tu ira“ existieren, dieses ist mir persönlich aber nicht bekannt. Und dann wären da noch die Beiträge auf dem „Lieder für einen neuen Zeitgeist III“ Sampler, ein Lied wurde dort zusammen mit der jungen Sängerin Aria vorgetragen. Nun meldet sich Lanz mit einer ersten Vollscheibe zu Wort und haut damit auch gleich ein gelungenes, kraftvolles Werk raus. Wer also metallische Klänge mag und mit der spanischen Sprache sympathisiert, der wird an „Ragnarok“ seine Freude haben. Ich persönlich höre gerne und immer mal wieder ausländische Musik, meist haben die Gruppen aus den verschiedensten Ländern dieser Erde ihren eigenen Stil und einen speziellen Wiedererkennungswert. Außerdem ist Abwechslung wichtig, ständig und immer wieder den gleich Kram hören wird auf Dauer anstrengend und vorallem langweilig und eintönig. Da kommt „Ragnarok“ als wohlbekommene Abwechslung genau richtig daher.

Überwiegend und ziemlich metallisch geht es hier musikalisch zur Sache, es wird als die härtere Gangart gefahren und dabei versteht man es, musikalisch ausgereift zu Werke zu gehen. Verspielt und zügig, teils recht melodisch werden die fünfzehn Titel dieser CD runtergespielt. Eines davon ist ein Intro, desweiteren gibt es fünf Coverlieder, nachgespielt wurden Klassiker von Division Germania, Rahowa, Fortress, Kolovrat und Sledgehammer. Die restlichen neun Lieder sind Eigenkompositionen. Wie schon bei einem Beitrag auf dem oben genannten Sampler, so vernimmt man auch hier vereinzelt die junge Sängerin Aria, beispielsweise bei der Coversion „Hombre contra el tiempo (Rahowa)“. Es dürfte jetzt wenig überraschen aber es ist besser wir schreiben es einmal mehr, gesungen wird ausschließlich in spanischer Sprache und thematisch geht es sowohl politisch als auch geschichtlich, traditionell zur Sache.

Anfangs hing das Teil bei mir etwas hinterher, dies schiebe ich aber auf der Masse an Werken die in den vergangenen Wochen durch die Boxen schallten und die nicht ausreichende Zeit um dieses Werk vernünftig und in aller Ruhe zu hören. Dies wurde nun nachgeholt und mich der Zeit wuchs mir dieser unscheinbare Silberling richtig ans Herz, ein durchdachtes und abwechslungsreiches Album wurde hier von Lanz aus der Wiege gehoben. Auch ist dies ein Produktion von internationaler Struktur, mehr geht nicht. Ein deutsch-chilenisches Gemeinschaftswerk mit Coverliedern aus u.a. Russland & Japan und produziert von dem schwedischen Label Midgård Records. Mal ehrlich, wenn das keine internationale Produktion ist, dann weiß ich auch nicht. Optisch ist das Teil etwas unscheinbar, man bringt die Gestaltung wahrlich nicht mit der Musik in Verbindung. Die Gestaltung wurde übrigens von Balaclava Graphics umgesetzt.

Wer musikalische Abwechslung mag, technisch ausgereifte Metalnummern zu schätzen weiß und gerne spanisches Liedgut hören mag, der sollte sich das erste Album „Ragnarok“ von Lanz unbedingt anhören. Das Teil drückt ordentlich und kraftvoll aus den Boxen, spätesten mit den Coverversionen von Division Germania, Rahowa und Kolovrat dürfte der letzte Zweifler überzeugt werden. Top Teil!

Titelliste:
1. Intro
2. Cosmovisión
3. Ragnarok
4. Violencia y dictadura
5. No huyas!
6. Rayo rojo
7. Delincuente con convicción
8. La voz de los muertos
9. Wotan con nosotros
10. Victoria o valhalla (Fortress)
11. El mañana es nuestro (Division Germania)
12. Héroes de roa (Kolovrat)
13. Hombre contra el tiempo (Rahowa)
14. Kamikaze (Sledgehammer)
15. Conclusión

Hörprobe – Lanz – Héroes de roa (Kolovrat):

 

Author: Frontmagazin

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