Punkfront – Der kalte Krieg

Punkfront – Der kalte Krieg
FK Produktion | CD

Punks not dead red und dies wird hier deutlich bewiesen…

Sie haben es wieder getan, sie sind wieder da. Die antikommunistische Punkband Punkfront melden sich mit einer neuen Scheibe bei ihrer Hörerschaft zurück und man setzt ordentlich einen drauf. Der neue Streich hört auf den Namen „Der kalte Krieg“ und bietet genau das, was man von Punkfront erwartet. Fieser, rotziger und vor allem kompromissloser Politpunk von rechts.

Es war eine Zeit lang ruhig um Punkfront, doch die Wartenzeit ist nun vorbei und es warten dreizehn neue Kracher auf uns. Dabei geht es wieder richtig schön rotzig und bissig zur Sache, feinster Punkrock der linken Genre-Vertretern die Zornesröte in die Augen treiben wird und nicht zu vergessen, den Gutmenschen schwer aufs Gemüt schlägt. Für manche Punkpupsbirne da draußen, die sich schon lange dem Zeitgeist hingegeben hat, dürfte spätestens jetzt mit „Der kalte Krieg“ eines klar werden; Das ist authentischer Punkrock, kompromisslos, ehrlich und direkt, so waren sie irgendwann auch mal.

„Der kalte Krieg“, dieser Titel ist Programm und dürfte politisch eine klare Kante aufzeigen. Mit gegenwärtiger Thematik durchflutet, ballert „Der kalte Krieg“ musikalische Handrückenschellen denen entgegen, die diesen kranken Zeitgeist vefallen sind, für die desaströsen Zustände verantwortlich sind und allen politisch Verwirrten in Deutschland und Europa. So bkommt beispielsweise diese verkorkste Konsumgesellschaft ihr Fett weg in dem Lied „Konsum ist geil“, jene die lieber mehr Wert auf ein Statussymbol legen, anstatt auf Werte und Anstand, Bildung und Wissen. Oder passend ergänzend dazu das Lied „Germanys Next Idiot“, das Lied spricht vom Titel her schon für sich. Eine Abrechnung mit all den Marionetten aus der Dieter B. Fabrik. Mein persönlicher Favorit auf dieser Scheibe ist das Lied „Einer Flog ins WTC“, in diesem beschäftigen sich Punkfront mit diversen Verschwörungstheorien, deren mögliche Echtheit und jene, die daran profitieren und denen, die daran leiden. Eine Abrechnung mit der EU und ihren Machenschaften bekommen wir in dem Lied „USE? Nein Danke!“ zu hören. Dieses Lied wird man in Brüssel und Straßburg nicht mögen.

Punkfront machen ihren Namen alle Ehre und spielen richtig schön zügigen und melodischen Punkrock, immer schön fies und giftig, angriffslutig und provokant. Was anderes erwartet man vom Punk auch nicht. Dazu kommt, dass die Herren von Punkfront ihrer Sache verstehen und musikalisch wissen, was sie da tun. Ich möchte sogar behaupten, dass man den Vorgänger locker getoppt hat.

Katerstimmung im Weißen Haus, den Cowboys geht der Wodka aus. Donald tobt, das Telefon schellt. McDonals meldet: „Moskau fällt!“ Die NATO gibt sich kriegerisch, die G6 zanken am Kindertisch. Kriesegipfel in der Nacht, der kalte Krieg ist neu entfacht.
– Der kalte Krieg –

Das neue Album wurde von FK Produktion produziert, dabei hat man sich durchaus was gedacht. Optisch ist das Teil echt geil und zuählt für mich persönlich, zu den besten Gestaltungen im Produktionsjahr. Ausgefallen, mal was anderes – die komplette Gestaltung wurde im Stil eines alten ´70 / ´80 Jahre Comics geshalten und macht wirklich was her. Solche Sachen haben Charm und sind ein Hingucker. Es muss nicht immer total überladen sein und aussehen, wie die nächste Platinum Scheiben. Im Beiheft sind alle von den eigentlich klar und deutlich verständlichen Texten abgedruckt. „Der kalte Krieg“ gibt es wahlweise als normale Edition im Jewelcase, als limitiertes Digi von dem es fünfhundert Stück gibt eine Blechbüchse, diese ist auf hunderfünfzig Stück begrenzt und schlicht gestaltet, lediglich das Bandlogo ist aufgedruckt. Dafür kommt der Erlös dieser Blechbüchse an eine gute Sache, das Geld geht an eine schwer erkrankte Person, die der Band nahesteht. Feine Sache.

Alle Freunde des politisch unkorrekten Punkrock sei „Der kalte Krieg“ empfohlen, giftig, angriffslutig und provokant ist das Material auf dieser Scheibe. Punkfront haben sich einwandfrei zurückgemeldet und wissen zu gefallen, sofern man mit dieser Stilrichtung etwas anfangen kann. Eines ist klar, die Band bohrt ihren Mittelfinger in die Wunde der knallroten Zeckenrockgemeinde und pinkelt dem System vor die Türe. Punkrock par excellence, saubere Leistung!

Titelliste:
01. Gestatten
02. Der kalte Krieg
03. Friss oder Stirb
04. Sterni Export und eine 20 Euro Nutte
05. The Walking Waste
06. Für Christel
07. USE? Nein Danke!
08. Reisegruppe Sonderbar
09. Berggorillas Rache
10. Einer Flog ins WTC
11. Konsum ist geil
12. Der Mann mit der Tasche
13. Germanys Next Idiot

Hörprobe – Punkfront – USE? Nein Danke!:

 

Author: Frontmagazin

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