True Aggression – m/w/d

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True Aggression – m/w/d
OPOS Records | CD

Da sind sie ja wieder, die Punkrocker von True Aggression. Zuletzt ließ die Band mit “Ketzer & Barbaren” von sich hören. Nun, nach einem Jahr der Pause hat die Truppe ein neues Album im Gepäck und lassen damit wieder von sich hören…

An altbewährtem festhalten, nach diesem Prinzip funktioniert und läuft die musikalische Arbeit von True Aggression ab. Warum auch nicht, immerhin macht vertrautes und (inzwischen) wohlklingendes Material am meisten Spaß und man weiß sein bestens von seinem Können Gebrauch zu machen. Auch mit ihrem neuen Album “m/w/d” servieren die Herren wieder politisch unkorrekten Punkrock. Musikalisch gibt es also wieder vertraute Klänge, flott und melodisch ertönen die elf neuen Lieder der neuen Scheibe. Man ist bereits nach dem ersten Lied wieder im Rhythmus, man weiß einfach was gespielt wird. Und das ist auch das Problem, es ist sowohl Fluch als auch Segen. Denn bei aller Professionalität, die True Aggresssion musikalisch und textlich an den Tag legen, begibt man sich auf sicheren Pfaden und dies lässt den Mut zum Experimentellen verfliegen. Wohl gemerkt, musikalisch ist das Teil wirklich nicht schlecht, aber man bekommt eben auch nicht wirklich etwas Neues geboten. Ich mag die Musik von True Aggression, ich mag sie mittlerweile wirklich, aber hätte mir vielleicht auch etwas mehr Abwechslung gewünscht. Mal etwas mehr Neues, etwas mehr anderes in den Klängen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, am dafür nötigen Können mangelt es der Band gewiss nicht.

Textlich gibt es durchaus brauchbare und gelungene Lieder, so zeichnet sich “Zeitalter der Helden” als eine der stärksten Nummern dieser Scheibe heraus. Auch “Kein Kniefall” ist ein klares, politisches Statement. Doch im Vergleich mit den vorherigen Alben gibt es durchaus weniger Hits, es fehlt an den rotzigen Gassenhauern, die man beispielsweise auf der “Jetzt gibt´s Strunk” oder “Anti Zeitgeist RocknRoll” findet.

Die Scheibe ist sicherlich nicht schwach, wirklich gut ist “m/w/d” aber leider auch nicht. Es fehlt der neuen Scheibe einfach an Abwechslung und neuen Ideen. Sehr schade, immerhin haben True Aggression sich doch zu einer wirklich guten Band entwickelt, deren andere Alben ich gerne mal wieder in die Anlage schmeiße. Die Produktion aus dem Hause OPOS Records erfüllt die hohen Standards des Labels und kann sich hören und sehen lassen. Optisch passend gestaltet und im Beiheft findet ihr die Texte der neuen Scheibe. Ich habe mich wirklich auf dieses Album gefreut und war sehr gespannt, was man dieses Mal so verzapfen würde. Bedauerlicherweise ist das Ergebnis nicht dem würdig, was man inzwischen von True Aggression erwartet. Zu wenig Hits, zu wenig Bissigkeit in den Texten. Musikalisch gelungen, aber enttäuschenderweise mangelt es am Rest. Ich hoffe inständig, dass die Band sich für die nächste Runde einfach etwas mehr Zeit lässt und gerne musikalisch mal etwas mehr wagen würde, es muss nicht jedes Jahr ein neues Album sein. Ich schätze die Arbeit von True Aggression mittlerweile, musste dieses Mal aber ungünstigerweise auf das musikalische Können und deren Potenzial verzichten. Durchschnittliches Material, das nicht ansatzweise das repräsentiert was die Band wirklich kann!

Titelliste:
01. Deutschland sucht Helden (m/w/d)
02. Newborn Old Souls
03. Hejo, spann den Wagen an!
04. Zeitalter der Helden
05. Bei aller Liebe
06. Fight for your Life! *
07. Die Grenzwacht hielt im Osten
08. Feine Leute
09. Kein Kniefall
10. Was geht ?!
11. Revolte

* im Original von The Skulls

Hörprobe – True Aggression – Zeitalter der Helden:

 

 

True Aggression – Ketzer & Barbaren

True Aggression – Anti Zeitgeist RocknRoll

True Aggression – Jetzt gibt´s Stunk

True Aggression – 14 dunkeldeutsche Kurzgeschichten

Author: Frontmagazin

Frontmagazin.de - Das Onlinemagazin für rechtspolitische & revolutionäre Musik und im Netz

3 thoughts on “True Aggression – m/w/d

  1. Hallo! Was sind das für Mädels die so heueln wenn es nicht nach ihrer Pfeife geht? Aber das sind wohl die rechten Punkrocker von heute und heute darf rechter Punkrock wohl nur gut sein sonst nichts. Sonst macht man einen auf Tote Hosen und klagt auf hohen Level! Alles nur noch eine Scheisse und darum braucht niemand diesen neuen Scheiss. Zurück zu den Wurzeln von Gigi und Luni!

    1. Sei gegrüßt,

      nun lieber Basti, es ist das gute Recht von den True Aggression Jungs ihrer Meinung freien Lauf zu lassen. Man kann es nie allen Musikern und Bands recht machen, dies ist die Last von einem Onlinemagazin, das sich mit rechtspolitischer Musik beschäftigt. Du musst die Band ja nicht mögen, dein gutes Recht, aber im Sinne einer angemessenen Umgangsform möchte ich dich bitten von verbalen Entgleisungen abzusehen. Vielen Dank und weiterhin viel Vergnügen auf http://www.frontmagazin.de!

      Beste Grüße
      die Redax

  2. Mir gefällt die Scheibe gut. Wesentlich druckvoller und spritziger als beispielsweise das neue Album von den Weißen Wölfen.
    Ruhig mal antesten, Freunde.

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