Sturm 18 – Rotmord

Click to rate this post!
[Total: 13 Average: 4.2]

Sturm 18 – Rotmord
Das Zeughaus | MCD

Totgesagte leben bekanntlich länger, oder wie war das? Sturm 18 noch einmal mit einer letzten Produktion

Es gibt ja so einige Bands aus dem Rechtsrockgeschäft, die polarisieren. Sturm 18 gehört(e) mit zunehmender Existenz definitiv dazu. Man kann sich sicherlich vortrefflich darüber streiten, ob sich Sturm 18 von einem grandiosen Untergrundprojekt zu einer, bis zum letzten Tropfen gemolkenen Kuh entwickelt hat, die irgendwann nur noch ein belangloser Schatten seiner Selbst war. Sicher, mit dem letzten Album, welches wenig überraschend auch der Zensur zum Opfer fiel, hatte man noch einmal ein kleines Aufbäumen. Das war durchaus das Beste was man nach dem legalen, ebenfalls indizierten, zweiten Albums gehört hatte. Aber sind bzw. waren Sturm 18 noch das Sinnbild dessen, was man mit dem ersten Paukenschlag aufgebaut hatte? Der Platz wäre hier zwar da, aber würde den Rahmen sprengen und einer Rezension unangebracht seinich bin schon jetzt auf die Kommentare gespannt. Sturm 18 hatten 2019 dann mit dem letzten Album das endgültige Ende verkündet, Zeit wird es also für eine neue Minischeibe!

Ok, ganz neu soll das Material hier jetzt nicht sein, es soll sich um Archivmaterial handeln, welches nun nachträglich verwertet wurde. Auch ist es nicht ganz unüblich mit einem solchen Vorgehen, viele Bands produzieren und nehmen gleich mehrere Lieder auf, die nicht sofort verwertet werden. Hier gibt es nun fünf unveröffentlichte Titel, die man nun auf einen Silberling verewigt hat. Dazu gesellen sich noch drei unbeanstandete Lieder der letzten Vollscheibe. Das Konzept Sturm 18 wird auch hier gewohnt und vertraut fortgesetzt. Ziemlich brachialer und doch mit einer ordentlichen Portion Melodie angereicherter Rechtsrock, der unverkennbaren Art. Thematisch bleibt man sich selbst treu, teils mit historischer Bewandtnis aber auch von politisch aktueller Natur handeln die Lieder. So bekommt man mit dem Lied Alte Farben ein klares Lippenbekenntnis und mit Rotmord werden die Taten des politischen Gegners der vergangenen Kriegszeit thematisiert und angeklagt. Das Lied Nation des Rassismus, welches am Mikrofon von Uwocaust in seiner typischen Art und Weise begleitet wird, behandelt die Kriegstreiberei der USA und mit Daniel Wretström wird dem jungen Aktivisten aus Schweden gedacht, der vor über 20 Jahren von der Rotfront auf den Heimweg ermordet wurde.

Fünf bis dato unveröffentlichte Lieder, die wirklich gut sind. Es aber auch schwer zu glaube ist, dass das Material im Archiv verweilte. Wie dem auch sei, wir lassen es einfach mal im Raum stehen und wenden uns dem Material und der Produktion wieder zu. Technisch ist das Material natürlich wieder einwandfrei produziert, die Lieder bieten einen ziemlich druckvollen Klang und kommen kraftvoll daher. Gerade die Nummern Nation des Rassismus und Daniel Wretström gehen richtig gut ab. Für eine Minischeibe hat Das Zeughaus, das hier erneut die Produktion übernommen hat, dem Werk eine ziemlich schicke Aufmachung verpasst. Auf dem ersten Blick wirkt Cover etwas billig, hat man es dann aber physisch und mit allen drum und dran in den Händen, dann wird man seine Meinung schnell ändern. Im Beiheft befinden sich alle Text, die Minischeibe kommt im Jewelcase daher. Spannende und starke, kleine Scheibe. Sturm 18 funktioniert einfach und weiß zu überzeugen. Textlich wie auch musikalisch!

Titelliste:
01. Rotmord
02. Töten für Wotan
03. Nation des Rassismus (feat. Uwocaust)
04. Alte Farben
05. Daniel Wretström
Bonus
06. Open Borders 4 Israel
07. Tod dem Imperium
08. Und ihr habt doch gesiegt!

Lied 06. – 08.: Unbeanstandete Titel vom indizierten “S.*.*.*.*.*.*.*.” Album

Hörprobe – Sturm 18 – Nation des Rassismus (feat. Uwocaust):

 

 

Author: Frontmagazin

Frontmagazin.de - Das Onlinemagazin für rechtspolitische & revolutionäre Musik und im Netz

1 thought on “Sturm 18 – Rotmord

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.