Totenburg – Jenseits des Grabes

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Totenburg – Jenseits des Grabes
Hammerbund | CD

Neuer Schlachtenlärm erklingt von der unheiligen Totenburg und wie zu erwarten war, hat sich die längere Wartezeit gelohnt. Die Thüringer zählen nicht grundlos zum nennenswerten Kern des politisch unkorrekten Schwarzmetall, in ihrer über zwanzig jährigen Bandgeschichte können Totenburg auf ein ansehnliches Repertoir an dunklen Klängen blicken. Eine Vielzahl an Minischeiben, Alben und Gemeinschaftswerke zeichnet ihre Diskografie aus. Mit „Jenseits des Grabes“ erklingt die aktuelle Schaffenskraft der Bande um Herrn Rabensang, Asemit und Gefolgschaft und dieses hat es in sich, immerhin hat man sich gute zehn Jahre Zeit gelassen, bis zur Realisierung von diesem Tonträger. Wie dem auch sein, nun ist das Werk ja da und dieses weiß sich würdig zu präsentieren. Geboten bekommen wir allerfeinsten Thüringer Schwarzmetall, rasend vor Wut und hasserfüllt. In sieben Liedern lassen es Totenburg in bewehrter Art und Weise krachen, alles natürlich technisch ausgereift und sauber produziert. Einigen mag vielleicht der rotzige Untergrundcharakter fehlenden, klingt dieses Album für ein Totenburg Werk schon ziemlich modern und sauber, so kehrt spätestens mit dem wütenden Gekeife von Asemit wieder Vertrautheit ein. Außerdem gesellt sich bei dem Lied „Sternenlicht“ ein alter Vertrauter der deutschen Black Metal Szene hinzu und leistet einen Gastbeitrag, dabei handelt es sich um The True Werwolf aka. Ronald Möbus von Absurd. Also von den ersten Absurd und nicht von den neuen Absurd, kappiert? Wie auch immer, zum Thema Absurd wird es von uns demnächst etwas aufschlussreiches geben. Mehr dazu wenn es soweit ist. Zurück zum neuen Totenburg Album, dieses zeichnet sich nicht nur musikalisch aus, sondern auch textlich. „Jenseits des Grabes“ ist mit seinen sieben Liedern eine weitere Glanzleistung der Truppe und wird auch nach mehrmaligen Durchgängen nicht langweilig.

Selbstverständlich ist das Teil beim Hammerbund erschienen, entschieden hat man sich bei der CD Edition für ein A5-Digi mit Beiheft. Aufgewertet wird das Digi durch eine besondere Beschichtung, dabei handelt es sich um UV Spotlack und eine zusätzlichen silberen Extrafarbe im Aufdruck. Macht also optisch auch echt was her und sticht etwas hervor. Wer dem politisch unkorrekten und fiesen Schwarzmetall nicht abgeneigt ist, der sollte „Jenseits des Grabes“ von Totenburg unbedingt antesten, das Teil ist wirklich ein finsteres Hörvergnügen. Lohnt sich, großartige Arbeit!

Titelliste:
01. Finsternis
02. Eine feste Burg
03. Zwölf Schwerter
04. Sternenlicht
05. Jenseits des Grabes
06. Götterzorn
07. Totenbrand

Hörprobe – Totenburg – Zwölf Schwerter:

 

Author: Frontmagazin

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1 thought on “Totenburg – Jenseits des Grabes

  1. Eine sehr gute Rezession. Totenburg sind definitiv ein Aushängeschild. Mittlerweile gibt es ja tausende sogenannter unkorrekten Bands, vieles davon ist nicht nennenswert und schmilzt wie Eis in der Sonne. Natürlich sind und bleiben die ollen Norweger, jedenfalls für mich, das Maß aller Dinge.Allein schon, dass von eben diesen fast alle heutigen Blackies insperiert worden sind. Natürlich spreche ich von den alten Silberlingen der Fjordjünger. Wie dem auch sei Totenburg ist ein definitives Highlight gelungen, sicherlich ist die Endzeit etwas rasanter und die Pestprogrom ebenfalls nicht zu verachten, dennoch kann vorliegender Silberling definitiv mithalten. Bleibt nur zu hoffen, daß man auf die nächste Scheibe nicht wieder zuviel Zeit verstreichen lässt.

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