Whitelaw – Almost Unplugged

[Gesamt: 2   Durchschnitt:  3.5/5]

Whitelaw – Almost Unplugged
Midgård Records | CD

Es dürfte wenig verwundern, das es zu einer Unplugged CD von Whitelaw gekommen ist, haben Benny und Paul doch bereits vor einiger Zeit davon gesprochen. Nun ist es soweit, mit „Almost Unplugged“ zelebriert Paul in seiner unverkennbaren und grandiosen Spielweise, vierzehn Whitelaw Nummern im neuen Gewand. Doch damit nicht genug, es wurden nicht einfach nur Lieder nachgespielt sondern für diese Unplugged CD neu arragniert.

Man hat sich ausgiebig im eigenen musikalischen Repertoir bedient und gelangte somit am Schluss auf vierzehn Titel, die es neu zu arrangieren galt. Das Resultat der Arbeit bekommen wir nun mir der „Almost Unplugged“ zu hören. Eines vorweg, hier gibt es musikalisch zwar ruhigere Töne geboten, dafür aber nicht minder an Kraft und Aussage. Die Neuinterpretationen der jeweiligen Lieder wurden teils sowohl als auch, mit akustischen wie auch mit elektronischen Gitarrenspiel umgesetzt. Das spielerische Können von Paul zeichnet sich durch Einfallsreichtum und Professionalität aus, der Musiker gehört nicht umsonst zu den musikalischen Glanzlichern der rechtspolitischen Musikszene von der Insel. Jene, die Ahnung von Instrumenten haben, dürfte der Umstand erfreuen, das bei den Aufnahmen der neu arrangierten Liedern die alte Hohner Gitarre von niemand geringeren als Ian Stuart Donaldson selbst verwendet wurde. Das hat schon einen ziemlich interessanten un emotionalen Nebeneffekt.

Benny beweist am Mikro erneut sein Können, durch seine klare und kräftige Stimme, geleitet von Leidenschaft und Überzeugung, werden die vierzehn Lieder zum einem schönen Hörvergnügen. Durchaus ein Album, das man wunderbar in einer geselligen Runde, auf einer längeren Autofahrt oder einfach nur zwischdurch beim Entspannen, laufen lassen kann.

„Almost Unplugged“ war ursprünglich als Teil einer Gemeinschaftsarbeit gedacht. Jedoch überzeugten die ersten abgelieferten Probeaufnahmen die Jungs von Midgård Records so sehr, das man sich dort kurzhand dazu entschieden hatte, ein ganzes Album mit eben solchen Liedern zu produzieren. Das Endresultet halten einige von euch sicherlich nun in den Händen, erschienen im CVD Slim Case mit dicken Beiheft und einer spannenden Geschichte. Dieses gibt es in der deutschen Übersetzung übrigens exklusiv bei uns zu lesen. Die Gestaltung passt, wenn ich auch nicht unbesingt ein Freund dieser Slim Cases bin. Ich hätte mir lieber ein klassisches Jewel oder vielleicht Digi gewünscht. Ansonsten passt die Produktion, der Klang ist klar und sauber, kraftvoll vorgetragen der beiden Whitelaw Musiker und für Freunde und Sympathisanten der experimentellen, fremdsprachigen Klänge ein echter Leckerbissen. Lohnt sich. Lieder ist diese Produktion nicht so ganz juristisch unbedenklich, weshalb die Scheibe zum einen nicht bei den deutschen Händlern zu bekommen ist und eben auch deshalb, bei uns nur unter Jugendschutzmaßnahmen rezensiert werden konnte. Whitelaw sind und bleiben dennoch, trotz jurischtische Fußfesseln in Deutschland, ein grandiose RAC Band!

Titelliste:
01. Europe’s cause
02. Pack & go
03. Just ain’t you
04. I don’t care
05. Hail the European victory
06. Blighty
07. Words of my Father
08. White whores
09. His will
10. Will you stand tall?
11. Tomorrow belongs to me
12. We warned you
13. Sons of Europe
14. Good friends

Hörprobe – Whitelaw – Words of my Father:

 

Author: Frontmagazin

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