Absurd – Totenlieder – Neuauflage

[Gesamt: 6   Durchschnitt:  5/5]

Absurd – Totenlieder – Neuauflage
Schwarzburg Produktionen | CD

Eine weitere Neuauflage von dem grandiosen „Totenlieder“ Album der Horde Absurd

Was Absurd betrifft, so bedarf es eigentlich keiner großen Wort und dennoch, es gibt noch so vieles zu erzählen. Dazu wird es demnächst aber andersweitig von uns noch etwas aufschluss- beziehungsweise umfangreiches geben. Auch was die mittlerweile umfangreiche Anzahl und Varianten an Neuauflagen angeht, so wird es auch bezüglich dessen von uns noch einen aufschlussreichen Beitrag geben. Nun beschäftigen wird uns erst einmal mit der Neuauflage der „Totenlieder“ aus dem Hause Schwarzburg Produktionen. Dort hatte man bereits vor einiger Zeit damit begonnen, einige Werke der Tyrannen des deutschen Black Metal als lizensierte Neuauflagen ins Rennen zu schicken. Das „Totenlieder“ Album ist definitiv ein richtungsweisendes Werk und hat seinerzeit sowohl eine Art Stilbruch wie auch eine Weiterentwicklung bei der Horde hervorgebracht. Ein, wenn nicht vielleicht sogar der trifftigste Grund dürfte sein, dass das musikalische Schaffen hier aus den Federn von Sven „Unhold“ Zimper stammt, den man unter anderen von Luror, Wolfsmond oder aktuell als Sänger von Grand Belial’s Key und Betreiber vom World Terror Committee kennt. Den Gesang übernahmt wie gewohnt, überwiegend Wolf (Möbus).

Assoziiert man den politisch unkorrekten, deutschen Black Metal heute mit einer Band, so wird überwiegend (wohl) Absurd genannt. Was nicht zuletzt damit zutun hat, das Absurd eine Brücke zwischen der Black Metal und der Rechtrockszene erschlossen haben und für eine Symbiose beider Lager gesorgt haben. Damit manifestierte sich auch die Definition NSBM, welche ich persönlich ablehne und als eine Fehlinterpretation ansehe. Aus viellerlei Gründen, Black Metal wird in seinem Kern niemals auf eine politische Weltanschauung zu definieren sein. Der Black Metal wird immer autark sein, keine Grenzen kennen und sich nicht durch die eine politische Richtung difinieren lassen. Black Metal ist eine kompromisslose, von freien Wesen geleitete Musikrichtung, radikal und anarchisch. Eine persönliche politische Sichtweise definiert eben noch nicht eine ganze Black Metal Band. Was aber fälschlicherweise mit Absurd passiert(e), trotz eindeutiger textlicher Thematiken und was nicht weniger mit einen Mord zutun hat, den mittlerweile aber jeder kennen sollte und welche auch nicht mehr von Relevanz sein sollte. Absurd ist einfach mehr als der Grabstein von Sandro B., damit haben wir es kurz angeschnitten und werden auch nicht weiter darauf eingehen.

Musikalisch ist das „Totenlieder“ Album von essentieller Black Metal Kultur geprägt, speziell die oben genannte Weiterentwichlung hört man hier deutlich. Der teils roh klingende und doch episch konzipierte Metal zelebriert in folkloristischer Einheit und Atmosphäre, wütende Kampfhymnen. Teils rasend schnell und propagierend druch Wolf, und auch mal ruhiger, schleppend mit fast schon Klargesang ähnlicher Weise, die zwölf Lieder auf diesem Album bieten eine gelungene Abwechslung und lassen „Totenlieder“ in seiner Gesamtheit zu einem großartigen Hörvergnügen werden. Auch beinhaltet diese Neuauflage die beiden Bonustitel „Permafrost“ und „As the Fullmoon disappears“, welche aus der Aufnahmesession der „Totenlieder“ stammt, aber erstmals auf der „Raubritter“ MCD bzw. EP zu hören waren. Thematisch geht man überwiegend und gewohnt mythologisch ans Werk, Lieder wie „Stahl blitzt kalt“, „Der Scharlachrote Tod“ oder „Der Hammer zerschmettert das Kreuz“ zählen nicht unverdienterweise zu den Klassikern der Band. Den besagten Stilbruch, der zu Anfang angesprochen wurde, macht sich durch seinen teils rockigen Charakter deutlich. Dieser wurde in den Folgejahren noch deutlicher mit der Minischeibe „Grimmige Volksmusik“ bekräftigt. Durch diese rockigen Elmente haben Absurd sich zwar nicht vom musikalischen Ursprung entfernt, aber sich ein neues Gewand umgezogen und es passt, es passt wirklich.

Die Aufmachung der Schwarzburg Produktionen Neuauflage ist einfach und doch passend gestaltet. Im Beiheft findet ihr die Texte, falls es Probleme mit der Verständlichkeit von Wolfs Gekeife geben sollte. Neben der normalen Edition im Jewel Case, hat Schwarzburg Produktionen noch eine limitierte Holzbox anfertigen lassen. Diese ist auf sechsundsechzig Stück begrenzt und dürfte bereits vergriffen sein. Im Rahmen der Neuauflagen hat es nun endlich auch die „Totenlieder“ geschafft und sollte, sofern man das Teil noch nicht besitzt, eine Pflichtkauf sein. Absurd sind eine musikalische Ausnahmegruppe, ein grandioser Vertreter des politisch unkorrekten deutschen Black Metal. Wenn ihr mit dem Album noch nicht vertraut sein solltet, dann hört bei uns hier rein. Aber Achtung, zum einen besteht Suchtgefahr und zu anderen muss man sagen, dass das Album erst in seiner Gesamtheit, durch das Hören aller Lieder so richtig zur Geltung kommt. Pflichtprogramm!!!

Titelliste:
01. In die Schlacht
02. Nordmännerlied
03. Stahl blitzt kalt
04. Der Hammer zerschmettert das Kreuz
05. Gemetzel in der Felsenschlucht
06. Der Scharlachrote Tod
07. Wolfsherz
08. Nachtraunen
09. Sturm
10. Wenn Walküren reiten
11. Permafrost
12. As the Fullmoon disappears

Hörprobe – Absurd – Stahl blitzt kalt:

 

 

 

Author: Frontmagazin

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