Dangerzone – Zurück zur Rebellion

Dangerzone – Zurück zur Rebellion
OPOS Records | CD

Zweiter Silberling von Dangerzone

„Zurück zur Rebellion“, so nennt sich der zweite Silberling und größtenteils knüpft man direkt am Vorgänger an. Wir bekommen zügigen RAC mit (Punk)Rock Elementen geboten. Wer also auf die etwas schnellere Gangart abfährt, der wird mit den Liedern sicherlich seine Freude habe. Für das musikalische Schaffen auf diesem Silberling ist erneut der Sänger & Musiker von White Rebel Boys, MPU, Eskalation u.a., verantwortlich. Dieser begleitet außerdem den Gesang am Mikro. Man kann sich also denken in welche Richtung das Material geht und entsprechend darf sich von einer angenehmen Portion spielerischen Können berieseln lassen. Thematisch geht es um das alltäglich Leben als Außenseiter, als gesellschaftlicher Underdog, der mit dieser Zeit und System im Konflikt steht. Aber auch Freundschaft und Zusammenhalt in heutiger Zeit werden thematisiert. Allerdings muss sich der Silberling auch Kritik gefallen lassen, denn trotz musikalischer Raffinessen und Spielfreude erinnert das Matieral doch sehr stark an andere Werke der Musikers und büßt dabei an Eigenständigkeit ein. Zu schnell werden Vergleiche zu beispielsweise eben White Rebel Boys oder MPU wach. Ein Musiker hat seinen Wiedererkennungswert und das ist auch wichtig, allerdings sollte man all seiner Arbeit auch schauen, dass bei Projekten oder anderen Kapelle die Eigenständigkeit und der Unterschied nicht dem Standard weichen und zu viel Gewohnheit in die abweichende Musik einkehrt. Größter Kritik ist hier allerdings die Laufzeit, „Zurück zur Rebellion“ hat eine Spielzeit von nicht einmal dreißig Minuten und das ist für eine Vollscheibe ziemlich mickrig – ausgenommen ist hier jetzt mal der Hardcore der alten Schule von Bands wie Minor Threat oder Youth of Today, aber damit hat das Material hier wahrlich nichts gemeinsam. Sehr schade, denn hat man sich erst einmal mit dem Material angefreundet ist es auch schon wieder vorbei.

Der gute Wille bei OPOS Records zählt und so verhilft man auch jungen, teilweise noch unbekannten Bands und Projekten auf die Beine. Dangerzone sind jetzt vielleicht nicht mehr ganz unbekannt, zählen aber auch nicht zu den Dauerbrennern innerhalb der Musikszene. So erfreulicher ist die erneute Zusammenarbeit mit der Schmiede. Optisch macht das Teil was her, im ersten Moment rechnet man wirklich damit, dass es wilden und kompromisslosen Streetpunk auf die Fresse geben würde. Es sind Ansätze von der Musikrichtung zu hören, obliegt am Ende dann aber doch der RAC und steht hier im akustischen Fokus. Der Casus Knacktus ist hier allerdings die geringe Spielzeit, das Teil kann sich gar nicht entfalten. Der überwiegend gespielte RAC funktioniert in der Kürze nicht, leider, dabei hat das Werk eigentlich Potential und hätte wesentlich mehr bewirken können. Es klingt musikalisch nicht schlecht, der Musiker versteht sein Handwerk, nur ist man wohl etwas am Ziel vorbei geschossen!

Titelliste:
01. Herzlich Willkommen
02. Nacht ohne Morgen
03. …von Hass und Liebe
04. Der harte Kern
05. Lass uns geh´n
06. Loyalität
07. Deine Träume
08. Wo sind sie denn jetzt?
09. Ode an das Bier
10. Heimat
11. Our way

Hörprobe – Dangerzone – Loyalität:

 

Author: Frontmagazin

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