Flak – Macht.MUSIK
Gjallarhorn Klangschmiede | DCD
Nach sieben Jahren intensiver Arbeit liefern Flak ihr Magnum Opus ab…
Da liegt sie jetzt vor mir, hat unzählige Runden in der heimischen Anlage gedreht, mich während einigen Autofahrten beschallt und auch sonst habe ich mich intensiv mit dem neuen Studioalbum “Macht.MUSIK” beschäftigt. Und ich bin mir jetzt schon sicher, dass dies einer, der wohl am schwersten bewertbarsten Tonträger war, den ich vorliegen haben.
Ambivalent, dieses Wort kommt mir immer und immer wieder in den Sinn, wenn ich diesen Tonträger zur Hand nehme, denn genau diesen Zustand hat dieser in den letzten Wochen bei mir erzeugt. Aber fangen wir mal ganz vorne an. Sieben Jahre hat sich Phil Zeit gelassen, um uns seinen (persönlichen) Magnum Opus zu präsentieren. Und zweifelsohne dürfte “Macht.MUSIK” musikalisch die Krönung der kompletten Schaffensphase von Flak darstellen. Wirft man einen Blick auf die Diskografie und beschäftigt man sich mit der Entwicklung von Flak, dann wird man eine stetige und kontinuierliche Weiterentwicklung vernehmen. Wo man mit dem ersten Studioalbum noch im klassischen RAC verankert war – und dieser war für sich schon mehr, als die meisten Sachen, die seinerzeit erschienen sind – ist man inzwischen in einer wilden, spannenden und qualitativ grandiosen Fusion aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen gelandet. Und aus dieser Fusion wurde mit “Macht.MUSIK” ein musikalischer Hybride ins Leben gerufen, der alles Bisherige von Flak in den Schatten stellt. Gut oder nicht, dass muss letztlich jeder selbst für sich entscheiden, was man
aber uneingeschränkt sagen, ist, dass dieses Werk keine Produktion ist, die man mal eben nebenbei hört. Dazu ist es einfach zu vielschichtig, zu Abwechslungsreich, verspielt und lyrisch zu intensiv in seiner strukturellen Zusammensetzung.
Und was gibt es musikalisch final auf “Macht.MUSIK” geboten? Wie bereits gesagt, eine ganze Menge Elemente, Einflüsse und Stilrichtungen die vom (Hard)Rock über Hardcore-Elemente und Trash Metal Einflüssen bis hin zu, ja einigen Riffs nach gefühlt, dem Wilden Black und Pagan Metal gleichkommen. Dann auch wieder sanftere, balladeske Töne und Sprachgesang. Die Kompositionen, die in ihrer Gesamtheit fünfzehn Titel umfassen, bilden dieses intensive Hörvergnügen voller Überraschungen. Bereits mit dem Opener “Kali Yuga” machen Flak deutlich, dass es auf dem neuen Studioalbum keine Zeit für eintönigen Konserven-RAC vom Fließband gibt. Episch anmutend beginnt die Nummer und lässt gleich einen ersten Einfluss erklingen; man könnte meinen, dass man ein Werk von Korn in die Anlage gelegt hat. Harte Riffs mit einem starken Nu Metal Touch, hossa, da scheppert es bereits nach wenigen Sekunden und das war erst der Anfang. Und wenn man dann glaubt, dass Anfang nicht getoppt werden kann, setzt im letzten Drittel ein ruhiger Part ein, der dem Lied das finale Sahnhäubchen verpasst. Dazu einen starken Text und mit einer Kraft legt Phil am Mikro los. Schon ein wahnsinniger Auftakt. Direkt im Anschluss geht es politisch klar und deutlich weiter, mit “How I meet your Messer” gibt es ein Wortspiel, welches lyrisch ordentlich mit dem Finger in der Wunde dieses Systems sticht. Hier kommt dann auch der klassische Rockcharakter früherer Nummern von Flak zum Vorschein. Ein schwer bekömmliches Lied stellt “Schneeweißchen” dar. Nicht qualitativ, nicht spielerisch, aber thematisch und textlich, und diese Bekömmlichkeit ist nicht negativ zu bewerten. Mit dieser Nummer wird eine wuchtige Rockballade geboten, die noch lange anhält, wenn sie vorbei ist. Eine willkommene und wunderschöne Abwechslung zu all den harten Riffs ist die Ballade “Sonnentraum” mit Klavierbegleitung, die sich thematisch mit der edelsten Form der völkischen Selbstverwirklichung beschäftigt… unsere Kinder, die Familie und den Erhalt des Erbguts und der Ahnenbindung. Das Lied “Heimatjugend” hat das Potenzial zum aktivistischen Gassenhauer auf politischen Veranstaltungen. Und auch historisch geht es auf “Macht.MUSIK” zur Sache, mit “1871 – Die Deutsche Frage” gibt es einen Abschluss der neuen Studioscheibe zu hören, die nicht hätte stärker und passender ausfallen können. Man zieht den Faden aus der Vergangenheit in die Gegenwart, damals wie heute ist und bleibt es dieselbe Frage.
Dieses Werk ist so unglaublich umfangreich konzipiert, dass es mit den genannten Liedern nur einen Bruchteil beschreibt. Es sind die vielen, mal kleineren und dann auch wieder größeren, verspielten Elemente, die Details, die man erst nach mehrmaligen Runden in der Anlage hört, und damit das Gesamt(kunst)werk versteht. Und auch wenn Phil zu mir meinte, er würde sich da nicht herantrauen, so hört man doch gekonnt eingebrachte, passend platzierte und stark umgesetzte Einflüsse von beispielsweise Metallica. Ja, ich bin so frech und frei zu behaupten, dass es hier wirklich Hammer Hetfield-Riffs zu hören gibt. Diese und viele weitere Überraschungen bietet das musikalische Schaffen auf dem neuen Album. Dazu hat sich Phil noch namhafte Unterstützung bei einigen Liedern geholt. So begleiten beispielsweise der Sänger von Ethos oder Gigi von Stahlgewitter, Phil im Gesang. Das kommt richtig gut und bietet einen weiteren wohlklingenden Kontrast. Also Bonus gibt es dann noch eine live Nummer, dabei handelt es sich um ein Cover von der Lunikoff-Nummer “Der Deutsche Sturm”.
Produziert wurde dieses Machtwerk erneut von Frontmusik, auch bekannt als die gute, alte und treue Klangschmiede. Dass man ein solch musikalisches Schwergewicht entsprechend hochwertig verpackt und vermarktet, sollte selbstredend sein und so wurde es auch durchgeführt. Das neue Album bzw., die Lieder wurden auf zwei Silberlinge aufgeteilt und wahlweise bekommt man diese in einem klassischen Jewelcase oder als limitiertes Digi, von diesem gibt es eintausend Stück. Und wer schnell genug im Shop gelangt ist, der hatte die Chance eine der limitierten Holzboxen zu ergattern. Von dieser Box gibt es gerade einmal einhundert Exemplare. Die Aufmachung spricht für sich, im Beiheft wurden die Texte mit passenden und modernen Bildmaterial unterlegt. Es kann ein Zufall sein, aber mir scheint es schon gewollt zu sein, dass das farbliche Konzept der Scheibe denen, der Partei “Die Heimat” ähnelt oder sogar gleichkommt. Auf jeden Fall sieht das Teil optisch richtig schick aus. Ja und technisch ist dem Material kein Kritikpunkt anzuheften. Ein richtig druckvoller, sauberer und angenehmer Sound erklingt mit jedem Lied aus den Boxen.
Bleibt abschließend nur noch einmal zu schreiben, dass dieses Werk zweifelsohne den Magnum Opus in der Diskografie der Rheinländer repräsentiert. Es ist ein starkes, ein mächtiges und intensives Album. Kein Album für nebenbei, dieses Werk muss man gründlich und mit voller Aufmerksamkeit hören, erst dann kommt es wirklich zur Geltung!
Titelliste – CD 1:
01. Intro
02. Kali Yuga (mit Leni)
03. How I meet your Messer
04. Deutsche Bande
05. Schneeweißchen (mit Nils am Chello)
06. Blood, Sweat, Respect
07. Alpha
08. Sonnentraum
Titelliste – CD 2:
01. Heimatjugend (mit Ethos)
02. Ungebrochen
03. Spazier´ mit mir! (mit Proto NDS, Runa & Leni)
04. Zeit, Feuer, Sturm
05. Adler – Atlantis bis Sparta
06. LGBTQ – Callboy (mit Proto NDS)
07. 1871 – Die Deutsche Frage (mit Gigi von Stahlgewitter)
Bonus
08. Der Deutsche Sturm – Live in Magdeburg *
* im Original von Lunikoff
Hörprobe – Flak – Kali Yuga (mit Leni):
…naja, leider waren die Erwartungen bei mir zu hoch.
Fast die Hälfte der Titel war vorher schon ausgekoppelt, das komische Rap Lied passt einfach gar nicht drauf bzw. Ja eigentlich zwei wenn man das Spazier mit mir noch dazu rechnet und ich muss halt aus Käufersicht die Frage stellen, warum musste es zwingend 2 CDs sein, das hätte auch auf eine gepasst und man hätte der Hörerschaft nicht 22 bzw 23 Euro aus der Tasche ziehen müssen. CD ist ganz okay aber für Flak hätte ich mehr erwartet.
Leider das schwächste Album der Band. Irgendwie ist kein Ohrwurm dabei der wirklich hängen bleibt.
In einigen Liedern versteht man kaum den Text.
Also das ist eine absolute Müllplatte! Sorry wenn ich das so sagen muss! 7 Jahre Arbeit an einer derartigen musikalischen Leistung? Ich dachte echt, da kommt zur Abwechslung mal was Gutes von Flak…. Eine der für mich schlechtesten Platten die es je gegeben hat! Eine Beleidigung für die ganze Szene. Sorry, setzen 6!
AUCH GANZ BÖSER FEHLER IM BEIHEFT STATT SCHNEEWEISSCHEN EINFACH SCHNEEWITTCHEN UND DANN AUCH DAS NOCH FALSCH GESCHRIEBEN! SCHAUEN SICH DIE KÜNSTLER DAS NICHT AN SOWAS DARF NICHT PASSIEREN!