Steelcapped 98 – Sporting the Skinhead Style

[Gesamt: 6   Durchschnitt:  3.7/5]

Steelcapped 98 – Sporting the Skinhead Style
H8B Productions | MCD

Hier mal wieder etwas für das Glatzenvolk, aus der Saar-Lor-Lux Region erscheint diese Minischeibe aus dem Umfeld der deutschen Band Wolfsfront. Bereits nach wenigen Minuten lässt sich eine Nähe zum Stil amerikanischer Bands der guten, alten Tage heraushören und auch nicht wirklich abstreiten. Zu meiner Freude möchte ich anmerken, ich stehe auf diesen dreckigen Straßensound der einfach herrlich nach den wilden Neunzigern klingt und unbeschwert durch sechs Lieder aus den Boxen schallt. Wenn ihr Bock auf die alten Nummern von Intimidation One oder Aggravated Assault habt, besteht hier durchaus die Möglichkeit, sich mit dem Material von Steelcapped 98 anzufreunden.

Thematisch lebt hier die Subkultur in den Liedern, die Liebe zum Skinheadkult ist fester Bestandteil dieser Minischeibe. Des Weiteren gibt es eine Hommage an einen lokalen Szeneclub, die Hate Bar im Saarland. Textlich ist dieses Minialbum jetzt zwar nicht dazu geeignet, zum Nachdenken anzuregen oder überhaupt darauf ausgelegt, sich mit sozialkritischen Themen zu beschäftigen, dafür aber eine ehrliche Produktion für alle wilden und ungebremsten Strolche in diesem Land. Besser ehrlich, frei und ungezügelt, als auf Krampf eine Politscheibe zu schreiben, die ihr Ziel verfehlt. Und das ist hier eben nicht der Fall, Sporting the Skinhead Style rockt von der ersten Minute an und macht echt Lust auf mehr. Abgerundet wird das Material durch die letzte Nummer H.F.F.H. mit einer Ehrerweisung, ein Treueschwur an die Hammerskin Nation.

Sporting the Skinhead Style ist eine dieser Produktionen, die man zwischendurch mal braucht. Ehrlicher und rhythmischer Skinrock ohne viel Palaver, einfach mal auf Fresse und fertig. Die Produktion aus dem Hause H8B Productions kommt einfach daher, es gibt ein einfach gestaltetes Digi. Das Design passt zur Mucke, leider aber fehlt ein Beiheft, dies hätte ich gerne noch dabei gesehen. Ansonsten ist der Produktion nicht wirklich etwas Negatives zur Last zu legen. Wie bereits geschrieben, wer Lust auf die alte musikalische Phase aus Amerika hat, der sollte sich das Teil mal zu Gemüte führen. Klar, textlich bekommt man nicht die Radikalität aber dennoch, Intimidation One oder Aggravated Assault lassen grüßen. In diesem Sinne, ran an die Minischeibe und unterstützt die Tri State Region Saar. Saubere Sache!

Titelliste:
01. Rebel Army
02. Skin For Life
03. Bar Fight
04. Doing Time
05. Love and Hate
06. H.F.F.H.

Hörprobe – Steelcapped 98 – Skin For Life:

 

Author: Frontmagazin

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