Code 291 – Covers & Demos

[Gesamt: 3   Durchschnitt:  4.3/5]

Code 291 – Covers & Demos
Midgård Records | CD

Jocke meldet sich mit Code 291 zurück, zwar nicht mit neuem Material aber irgendwie doch

Ich weiß, etwas verwirrend aber am Ende werden alle erleuchtet, versprochen. Jocke Karlsson, der einstige Frontmann der schon lange aufgelösten Kultband Pluton Svea, meldet sich vor einigen Jahren mit seiner neuen Politkapelle Code 291 auf dem internationalen Spielfeld zurück. Kurz nach dem das Ende seiner Psycho/Rockabilly Band Pitbullfarm verkündet wurde. Inzwischen sind einige Jahre vergangenen und Code 291 haben bereits zwei Vollscheiben und eine gelungene Split mit Mistreat veröffentlicht, auch treibt Jocke inzwischen sein Unwesen bei Brutal Attack, der dienstältesten, noch aktiven RAC Band. Freunde des schwedischen Rechtsrocks hatten schon die Befürchtung, Code 291 würde wegen Brutal Attack auf Eis gelegt. Glücklicherweise ist dies nicht der Fall, denn mit Covers & Demos gibt es mehr oder weniger, frischen Wind der schwedischen Truppe.

Wenn man über so viele Jahre Musik macht, ist man routiniert und vorbereitet bzw. bereitet einiges vor und hält es erst einmal zurück. Oder man experimentiert, wie im Fall einiger hier enthaltener alternativen Versionen bekannter Lieder der Band oder spielt Lieder befreundeter Bands nach. Damit dürfte das Konzept von Covers & Demos geklärt sein. Das Album ist indirekt in zwei Teile unterteilt. Einmal die nachgespielten Lieder von befreundeten Bands, allesamt aus Schweden stammend und dann noch die Demoaufnahmen und alternativen Versionen der eigenen Nummern. Bei den Coverstücken handelt es sich ausschließlich um schwedische Lieder und man hat sich nicht gescheut, auf Werke von namhaften Kameraden zurückzugreifen. Wer also mal eine Nummer von Fyrdung oder Nothung als eine Interpretation aus den Federn von Jocke und Co. hören mag, der bekommt hier die Möglichkeit. Ein immerwährender Klassiker wie Patriot von Ian Stuart, wurde ebenfalls gecovert und in schwedischer Sprache vertont.

Nachfolgend sind nun die alternativen Versionen bekannter Lieder bzw. einige Demolieder an der Reihe. Bei den Promo 2017 Titeln handelt es sich um Lieder, von dem ersten Album. Die sogenannten Demo 2017 Titel sind jene, die man auf dem Nachfolger findet. Spannend dürfte hierbei sein, das die besagten Promo 2017 von einer MCD namens Hymner fran Hasses Källare stammen sollen. Ich denke mir mal, das nun das Interesse der Jäger und Sammler geweckt wurde, ob diese Mini nun physisch existiert oder es sich lediglich um eine digitale Geschichte handelt, vermag ich an dieser Stelle nicht sagen zu können. Den Abschluss macht dann eine Neuinterpretation der eigenen Nummer Fristandens barn aus dem Jahr 2020. Gleiches gilt übrigens für die Coverstücke, diese stammen ebenfalls aus dem Jahr 2020.

Klang technisch müssen hier einige Abstriche gemacht werden, was zum einen aber keine Überraschung sein sollte, immerhin weiß man ja von Anfang an, um was es sich hier handelt. Doch damit nicht genug, die Befürchtung, es würde sich hier um schrammelige Kelleraufnahmen handeln, ist unbegründet. Trotz oder besonders wegen der Bezeichnung Demos, handelt es sich dennoch um hörbares Material. Letztlich kann keiner behaupten, er würde nicht wissen, was er mit Covers & Demos geboten bekommt und so muss man eben auch an diese Produktion herangehen.

Damit ihr mal eine Vorstellung der Varianten bekommt, gibt es hier einen direkten Vergleich der beiden Versionen / Varianten, von den beiden Titel Troops of Glory und Stand up and fight“, diese werden jeweils nacheinander abgespielt. Die erste Hörprobe stammt von der hier rezensierten Covers & Demos Produktion, die zweite Hörprobe ist dem ersten Album Tolerant TodayDead Tomorrow entnommen:

 

Mit Covers & Demos feiert Midgård Records eine für sich kleine Festlichkeit. Es handelt sich nämlich bei der Produktion um die Nummer 88 im Veröffentlichungskatalog des schwedischen Labels. Leider muss ich sagen, das ich mir anlässlich der bejubelten Produktionsnummer noch etwas mehr in puncto Aufmachung gewünscht hätte. Die Gestaltung an sich ist schick, hat etwas von ner Punkrock Scheibe. Allerdings sind im Beiheft keine Texte, keine Notizen zu den alternativen Versionen und Demos, noch sonst irgendwelche (Gruß)Worte. Es handelt sich um ein 4-seitiges Faltcover, mehr nicht. Das kenne ich ja nun um Längen besser von Midgård Records, da war in diesem Fall schon etwas geschockt. Dies bezieht sich jetzt auf die reguläre Edition im Jewelcase, es gibt noch eine limitiere Box, welche auf 77 Stück begrenzt ist. Ob diese mehr Inhalt bietet, kann ich an dieser Stelle leider nicht sagen.

Sieht man von dem Fehltritt bei der Aufmachung ab, so ist Covers & Demos eine doch recht interessante Veröffentlichung. Gerade für Musikfreunde, die Interesse an alternativen Varianten von so mancher Code 291 Nummer haben, dürften hier auf ihre Kosten kommen. Mir persönlich sagen die Coverstücke mehr zu, das darf allerdings jeder für sich selbst entscheiden. Midgård Records ist immer für eine Überraschung gut und so darf man diese Produktion auch sehen, eine kleine Überraschung für Sammler guter RAC Musik aus Schweden. Da freut man sich doch schon auf ein drittes Album von Jocke und seinen Jungs!

Titelliste:
01. Det var i Sverige *
02. Pehrssons Kompani **
03. Vad fad ror det mig ***
04. Frivillig Soldat ****
05. Demokratisk deja vu *****
06. Anti Antifa (Demo 2017)
07. Troops of Glory (Promo 2017)
08. Patriot (Demo 2017) ******
09. Stand up and fight (Promo 2017)
10. Till Strid (Demo 2017)
11. The new plague (Promo 2017)
12. Vi byggde Sverige (Demo 2017)
13. Broken illusions (Demo 2017)
14. Fristandens barn 2020

* im Original von Ferox
** im Original von Fyrdung
*** im Original von Pro Patria
**** im Original von Frontsoldat / Mistreat
***** im Original von Nothung
****** im Original von Ian Stuart / Skrewdriver

Hörprobe – Code 291 – Frivillig Soldat:

 

Code 291 – Tolerant Today – Dead Tomorrow (CD)

Code 291 – S.O.S. Europa

 

Author: Frontmagazin

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