Weisse Wölfe – Gut & Böse

[Gesamt: 6   Durchschnitt:  4.5/5]

Weisse Wölfe – Gut & Böse
Das Zeughaus | CD

Da sind sie ja wieder, die Weissen Wölfe melden sich mit einem neuen Album zurück

Ich bin ehrlich, ich habe wirklich mit etwas schlimmen gerechnet. Man muss einfach ehrlich sein, die letzten Werke der Wölfe habe nicht an die ruhmreichen Zeiten anknüpfen können. Gut, mal davon abgesehen, das man ein solches Erstlingswerk nicht ungestraft nachholen kann, dürfte klar sein. Aber fern dessen, hat sich die Diskografie der Wölfe nicht immer zum positiven entwickelt. Da sollte anfänglich auch ein Titel wie Gut & Böse nicht unbedingt etwas dran ändern. Fairerweise muss man aber auch sagen, das eine Band wie Weisse Wölfe nicht wirklich abseits der Beobachtung der Strafverfolgungsbehörden musizieren können und so muss man sich doppelt und dreifach absichern, Vorsicht walten lassen und aufpassen, das man keinen Fehltritt bei den Liedern hinlegt. Allerdings sollte Gut & Böse mich wirklich überraschen und ich habe mich wirklich auf alles eingestellt. Aber nicht auf das, was dann aus meinen Boxen erschallen sollte.

Gut & Böse, ein Titel, der eher nichtssagend klingt und auch nicht wirklich darauf schließen lässt, dass sich guter Rechtsrock auf der Scheibe befinden würde, das war zumindest der erste Gedanken. Man wird allerdings nach recht kurzer Zeit diese Meinung revidieren und feststellen, das sich da was getan hat bei der Band. Musikalisch muss man den Wölfen es ja eh zugestehen, da hat es nie wirklich an Qualität gemangelt, dies hat sich auch auf diesem Album nicht geändert. Schön professioneller und melodischer Rechtsrock, besonders die Gitarre sticht hier (wieder einmal) positiv hervor. Die große Hürde sollte aber erst noch gemeistert werden und dies erfolgte mit Bravour. Das neue Album ist textlich durchaus von gelungener Natur und dürfte zu Recht als eines der besseren bzw. das beste Schaffen der jüngsten Vergangenheit gesehen und gehört werden. Ich möchte noch einmal betonen, es gibt hier keine Texte in Sachen Radikalität wie auf dem Erstlingswerk, dafür aber auch nicht so ein weichgespülten Kram, wie wir diesen leider viel zu häufig in den letzten Jahren von den Weissen Wölfen gehört haben. Im Rahmen des juristisch Machbaren und mit der nötigen Portion Sarkasmus, lassen die Wölfe 11 stimmungsvolle neue Nummern auf uns los. 12 Titel, wenn man das instrumentale Intro dazu zählt. Bereits mit dem ersten Lied SOS Europa machen die Jungs einmal mehr deutlich, wo sie in ihrem politischen Feldzug stehen und natürlich auch wofür. Mit einem solchen Auftakt ist natürlich die Spannung groß, wie geht es weiter und kann das Album seinen starken Start im weiteren Verlauf halten. Ja, das kann es. Auch in den weiteren Liedern machen die Wölfe keinen Hehl daraus, was sie von der gegenwärtigen Politik der Regierung, dessen Kapitaldiktatur und dem Zeitgeist halten. Wie es aus ihrer Sicht um Volk und Vaterland, aber auch um Europa steht oder mit welchen Repressalien immer stärker zu rechnen sind. Mit all dem und vielen mehr, rechnen die Weissen Wölfe beispielsweise in den Liedern Maulkorb und Rotstift, Willkommen oder Sargnagel ab, ziemlich angepisst und wütend erklingen die Texte aus den Boxen. Ein besonderes Leckerchen ist die Nummer F.Y.G, die passende musikalische Schelle für diese nervige Göre und ihrem gestellten Palaver. Bis auf eine Ausnahme in englischer Sprache wird komplett in Deutsch gesungen.

Man muss dem Album Gut & Böse, trotz eines irgendwie ungünstig gewählten Titels, einen hohen Überraschungsfaktor zugestehen und damit hebt sich das Werk deutlich von seinen jüngsten Vorgängern ab. Die Weissen Wölfe liefern einen musikalischen Arschtritt für alle Gutmenschen, Politverbrecher und Antifatzken ab, der noch gut Nachwirkung haben wird und denen alles andere, als erfreulich sein wird. Schön das die Wölfe es noch einmal hinbekommen haben, gerechnet hatte ich damit nämlich nicht. Optisch ist das Teil passend gestaltet, es erinnert mich ein wenig an das S********* z** R********* Album. Texte findet ihr selbstverständlich im Beiheft. Neben der normalen Edition gibt es auch dieses Mal etwas für die Sammler, Das Zeughaus hat außerdem ein Digi mit einer Limitierung von 400 Stück produziert. Man darf den Weissen Wölfe zu diesem Album gratulieren, das Werk hebt sich ab und zeigt deutlich, das es die Truppe es noch immer schaffen kann, ein gutes Rechtsrockalbum ins Leben zu rufen. Gelungene CD, vom Anfang bis zum Ende!

Titelliste:
01. Intro
02. SOS Europa
03. Willkommen
04. Maulkorb und Rotstift
05. Selbstmord auf Raten
06. Gut & Böse
07. Kreuzritter
08. Europa der Vaterländer
09. Sargnagel
10. Bloodsuckers & Mindfuckers
11. F.Y.G
12. Für dich

Hörprobe – Weisse Wölfe – Europa der Vaterländer:

 

Weisse Wölfe – In Resistencia Constans I (CD)

Weisse Wölfe – In Resistencia Constans II (CD)

 

Author: Frontmagazin

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