Artisian – Vérfarkasok Vére

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Artisian – Vérfarkasok Vére
Tinnitus Records | CD

Vor gar nicht allzu langer Zeit lag ein akustisches Album der 1-Mann Band Artisian vor, dieses Album stand im kompletten Widerspruch zu dem, was der Künstler sonst so an Musik produziert. Mit Vérfarkasok Vére, was übersetzt Werewolfs Blood bedeutet, kehrt man zu altbekannten Klängen zurück

Ausgestattet mit 14 Titeln, ist Vérfarkasok Vére ein vollgestopftes Gewitter der finsteren Klangart. Wer sich ein wenig mit dem Treiben von Artisian beschäftigt hat, der dürfte nun bereits wissen, welche finsteren Klänge ihn mit diesem Album beschallen werden. Genau, mit romantischer Wohlfühl-Musik ist hier nicht viel, hier geht es in roher Black Metal Radikalität zu Werke, von den sanften Tönen der Lament ist hier nicht ansatzweise etwas zu vernehmen. Dabei verzichtet man auf einen sterilen Klang und setzt stattdessen auf Atmosphäre mit Unterground-Charakter. Vérfarkasok Vére bringt nämlich den Charme kalter Black Metal Alben mit sich, den man gerne von beispielsweise Vertretern aus der skandinavischen Ecke herkennt, roh und ohne viel melodischen Anteil und einer tiefen Stimme am Mikro, die schon Death Metal lastige Züge aufweist. Politik spielt auf diesem Album eher weniger eine Rolle, dafür liegt der Schwerpunkt aber auf der Mythologie, dem Erbe und den Sagen der Kulturen. ein durchaus spannendes Album, das mit interessanten Texten aufmarschiert, im Grunde gibt es thematisch das, was man auf Lament teilweise gehört hat, im Schwarzmetall hier stilistisch zu hören. Bitte nicht falsch verstehen, dies ist ein eigenständiges und völlig neues Album, keine Neuauflage der genannten Ambient-Scheibe.

Vérfarkasok Vére dürfte vorrangig für Kenner des Genres etwas sein, weniger für jene, die mal nebenbei etwas Musik laufen lassen möchten. Dazu ist das Material doch zu speziell und außerdem ist Black Metal eben auch keine Musik, die man einfach nur hört. Black Metal muss man verinnerlichen, auf sich wirken lassen und sich im vollen Umfang entfalten lassen. Artisian müssen sich selbstverständlich gegen ein riesiges Heer aus Mitstreitern behaupten, hat man nämlich Einblick in die riesige und faszinierende Unterwelt des Black Metal, wird man täglich neue und faszinierende Werk entdecken. Vérfarkasok Vére dürfte sicherlich für einige interessant sein. Man darf aber auch nicht außer Acht lassen, das sich klang technisch hier verschiedene Aufnahmephasen auf dem Silberling vereinen. Das erklärt am Ende auch die unterschiedlichen Tonqualitäten der Lieder. Dies ist nun keine Seltenheit im Black Metal und daher dürfte es einige auch nicht verwundern.

Das amerikanische Label Tinnitus Records ist für die Produktion verantwortlich, was im ersten Moment etwas fehl am Platz wirkt. Wirft man nämlich mal einen Blick auf den noch recht überschaubaren Labelkatalog, wird man nämlich ein eher anderes Kernprogramm entdecken. Letztlich schadet es der Produktion aber nicht und Vérfarkasok Vére ist in guten Händen. Die Aufmachung passt, im Beiheft sind alle Texte abgedruckt und optisch kann sich das Teil auch sehen lassen. Wer dem Black Metal offen gegenübersteht oder sogar zugetan ist, der bekommt eine gute BM Scheibe geboten. Hört ruhig mal rein und haltet Ausschau nach dem Teil, leider ist dieses Werk noch nicht allzu großartig in Erscheinung getreten und daher noch ziemlich mager in Europa vertreten.

Titelliste:
01. Intro
02. Vérfarkasok vére
03. Fagyott Erdök
04. Traditional 1
05. Traditional 2
06. Négy
07. Levedlem bőröm
08. Into the Darkness
09. Black Sun
10. Igni Ferroque
11. Natures Tyrant
12. …and God Turned His Face Away
13. Fleischwunde
14. Fenrir

Hörprobe – Artisian – Into the Darkness:

 

Artisian – Lament

Author: Frontmagazin

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