Sleipnir – Die Welt in Flammen

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Sleipnir – Die Welt in Flammen
Druck 18 | CD

Lange mussten wir auf ein neues Rockalbum von Sleipnir warten, doch jetzt hat das Warten ein Ende und “Die Welt in Flammen” erschallt durch die heimischen Boxen

was lange währt, wird endlich gut und in diesem Fall ist es noch mehr als das. Sleipnir sind zurück und im Gepäck hat die Band das neue Studioalbum “Die Welt in Flammen” mit zwölf neue Liedern in feinster Sleipnir-Manier.
Zugegeben, ich hatte ja die Hoffnung schon etwas aufgegeben, dass das neue Album zeitnah erscheinen wird. Aber wie heißt es bekanntlich so schön: “Was lange währt, wird endlich gut”, und das ist hier auch Programm. Nie klangen Sleipnir frischer, verspielter und abwechslungsreicher, die lange Wartezeit hat sich also voll und ganz gelohnt. Mit jeder Menge stark arrangierten Rhythmen, Riffs und viel Melodie, lässt es Sleipnir ordentlich krachen. Der Spagat zwischen klassischen RAC, melodisch-modernen Deutschrock und balladesken Klängen war stets ein Markenzeichen von Marco und seinen Jungs, auf dem vorliegenden Album garniert und verfeinert man die Schaffenskraft noch einmal kräftig und befördert damit die Arbeit auf ein neues Level ohne sich dabei selbst zu verlieren. Es sind wieder einmal die wirklich schönen melodischen und packenden Gitarren-Riffs und Solis, die hier wunderbar ins Ohr gehen. Begleitet von einem starken Schlagzeug und Bass. Dabei lassen sich Sleipnir nicht lumpen und spielen mit schön platzieren Zusatzelementen, die den Liedern das zusätzlich Etwas verleihen. Vereinzelt höre ich auch Elemente und den Stil vom Raven-Projekt heraus, was mir besonders bei “Der heilige Krieg” auffällt.

Thematisch bietet das neue Studioalbum ein wirklich ausgewogenes und gut aufgestelltes Programm. Neben klassischen Huldigungen an den Widerstand mit dem Lied “Nie vorbei” und ein Prosit auf die Freundschaft, wie in dem Lied “Der Schwur”, gibt es natürlich auch ernsthafte Themen. So rechnet die Band musikalisch in dem Lied “Der heilige Krieg” mit den radikalen Glaubenskriegern und ihrem mörderischen Fanatismus ab. Mit “Amen – Gegen das Vergessen” gibt es eine zusätzliche Überraschung auf diesem Album. Das Lied wird von Martin gesungen und behandelt den tausendfachen sexuellen Missbrauch von Kindern innerhalb der Kirche. Eine verdammt starke und wichtige Nummer, ein Thema welches man nicht totschweigen darf und immer wieder in die Erinnerungen und Köpfe der Menschen tragen muss. Außerdem wird es echt Zeit, dass der Martin sich langsam mal mit einem eigenen Album zu Wort meldet. Starker Gesang, treffsicher eingesetzt. Und dann wird den alten Tagen noch gedacht. Marco erinnert sich musikalisch in die wilden Zeiten zurück mit Liedern wie “Wir sind die Prinzen dieser Stadt” oder “Das Leben”, emotional und im viel Leidenschaft wird den alten Tagen gedacht, in der man als Stiefeljunge durch die Straßen gezogen ist. Da macht man sich gerne ein leckeres Bierchen auf und lässt seine Erinnerungen in die alten Tage zurückreisen und versinken. Wer weiß schon, wohin die Reise eines jeden von uns noch führen wird? Am Ende wird die Zeit es uns zeigen, darum blickt mit Stolz und Freude auf die alten Tage zurück. Es wird musikalisch alles geboten, von balladesken Klängen bis zu harten und dennoch melodischen Rocknummern.

Das neue Studioalbum “Die Welt in Flammen” ist in allen Belangen wirklich einwandfrei umgesetzt, auch und dieses Mal besonders in einem Punkt den ich in der Vergangenheit gerne mal kritisieren musste die Aufmachung. Das neue Album hat eine wirklich schicke und professionelle Gestaltung verpasst bekommen, die wirklich passt. Es hat etwas von Endzeitszenario, kraftvolle Farben, passenden Bildmaterial und im Beiheft sind natürlich alle Texte abgedruckt. Neben der klassischen Edition im Jewelcase gibt es noch eine limitierte Box.

Strolche, endlich ist es so weit, dass neue Album dreht seine Runden in der Anlage und will einfach nicht daraus verschwinden. Nach all den harten Core- und Metal-Klängen der letzten Tage, ist dies genau die richtige Abwechslung. Feinster Politrock mit viel Melodie, Leidenschaft und klaren Botschaft auf hohen Niveau. Sleipnir sind und bleiben eine musikalische Ausnahmeerscheinung im rechtspolitischen Musikgeschäft, die weit über die Grenzen hinaus ihre Hörerschaft hat und dies zu Recht verdient. Ich bin mir schon jetzt ziemlich sicher, dass dieses Album seinen Platz ziemlich weit oben im Jahresabschluss finden wird, denn “Die Welt in Flammen” ist ein Album, das von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur gelungen ist. Das Warten hat sich gelohnt!

Titelliste:
01. Könige auf dem Asphalt
02. Nie vorbei
03. Das Grab
04. Der heilige Krieg
05. Der Schwur
06. Amen – Gegen das Vergessen
07. In der Großstadt
08. Wir sind die Prinzen dieser Stadt
09. Die Welt in Flammen
10. Das Leben
11. Der letzte Zug
12. Ich frag dich

Hörprobe – Sleipnir – Nie vorbei:

 

Author: Frontmagazin
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11 thoughts on “Sleipnir – Die Welt in Flammen

  1. Habe sie gerade in der Post gehabt und direkt man ne Dorftour mit dem Auto gemacht…. Selbst beim ersten Hören ist man sofort hin und weg. Bei dem Lied Das Leben bekommt man Gänsehaut und bei Der Schwur direkt Durst.

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  2. Manchmal glaube ich ,dass Die Welt in Flammen das beste Sleipniralbum aller Zeiten ist . Gruß an die vier Jungs : Macht weiter so !

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  3. Ich höre mir gerade die Hörprobe an und bin etwas geschockt vom Klang dieses Liedes. Die “Rockauslese” war schon sehr stark vom Klang komprimiert – was dazu führt, dass jegliche Dynamik verloren geht, es aber “pseudofett” klingt (was es aber nicht ist) und das klingt hier ebenso bescheiden. Ich sage nur “Clipping” und “Loudness war” und dachte, dass diese Zeiten lange vorbei sind.
    Ich hoffe, dass das Endergebnis besser klingt als diese Hörprobe, da ich die CD vorhin bestellt habe.

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  4. Ich kann mich den positiven Stimmen leider nicht anschließen.
    Die Produktion ist hart an der Kotzgrenze. Die Musik selbst ist gefälliger Deutschrock ohne Ecken und Kanten und jener hatte seinen Zenith um 2010. Waren SLEIPNIR früher rotzig, klingen sie heute aalglatt und eben auf Teufel komm raus komprimiert aus den Boxen. Dynamik sucht man eh vergebens. So harmonieren die ruhigen Momente nicht mit den rockigen. SLEIPNIR haben ihr METALLICA “Death Magnetic” aufgenommen.
    Musikalisch eher ausgenudelter Deutschrock und selbst bei den balladesken Momenten zerstört die Produktion alles an Atmosphäre (hat ja alles denselben Geräuschpegel).
    Unfassbar so ein halbgares Produkt zu veröffentlichen,

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  5. Ich finde die Scheibe genial. Man bekommt Sleipnir in Top Form. Tolle Melodien und Texte, die gerade das alte Semester nachvollziehen kann.

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  6. So habe mir die CD jetzt 2 mal angehört zum Glück bei einen Freund und muss sagen immer das gleiche Gejammere. Wie schon bei den letzten zig Alben von Sleipnir davor. Textlich immer das gleiche, wir sind so Arm, Könige der Straße, früher war alles besser u.s.w. kein Schwung oder Power dahinter langweilig und deprimierend. Musikalisch auch alles eintönig und kraftlos. Wie immer alles Geschmacksache ist halt meine Meinung dazu !!

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  7. Ich kann mich den negativen Kritiken leider anschließen. Der Klang der Scheibe ist wirklich nicht das Wahre und definitiv auf einem soliden Demo-Niveau, da ziemlich dünn.
    Textlich in der Tat immer das Selbe. Lediglich “Der Heilige Krieg” kann überzeugen…sofern man orientalische Melodien mag.
    Ansonsten dieselben langweiligen Floskeln “Der Schwur” (auf gute Freunde) ist total langweilig.
    “Amen – Gegen das Vergessen” hätte ein gutes Lied sein können aber die Produktion klingt grotten schlecht.
    So durchzieht sich das Album und es klingt als hätte man es per Home-Recording aufgenommen.
    Das Gejammere bei “Wir sind die Prinzen dieser Stadt” kann ich nicht verstehen. Wenn ihr wieder Bootboys sein wollt dann zieht euch die Stiefel wieder an. Wir waren früher das aber heute sind wir dekadente Spießer. Peinlich!
    “Der letzte Zug” ist lyrisch auch eher peinlich. Vor allem die DDR Vergleiche. Was zur Hölle bedeutet: “Nationale Anarchie?”
    Scheiße produziert, scheiße textlich und vom Stil her auch ziemlich scheiße.
    Hört euch lieber die anderen Rock Alben von Sleipnir an.

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    1. Moin Kampfzone,

      deine Meinung, dein gutes Recht… allerdings kann ich deinen “per Home-Recording aufgenommen” Teil so gar nicht teilen. Es ist natürlich alles Ansichtssache, aber von Home-Recording ist diese Produktion weit entfernt. Da gibt es weitaus schlimmeres, was dieses Jahr in Hülle und Fülle produziert wurde und den Markt überflutet hat.
      Wie gesagt, deine Meinung und die gilt es zu respektieren, aber der Teil trifft es m.M.n., so gar nicht.

      Beste Grüße
      Die Redax

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