Treu & verwegen – Überrannt

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Treu & verwegen – Überrannt
One-Eight | CD

Nach der Mini kommt jetzt die Vollscheibe

Treu & verwegen melden sich mit neuen Liedern zurück und knüpfen dort an, wo man auf “Kein Frieden” vor gut zwei Jahren aufgehört hatte. Kantiger und dennoch mit der nötigen Prise Melodie ausgestatteter RAC der alten Schule.
Treu & verwegen mach durch eine markante und für einige sicherlich vertraute Stimme erneut auf sich aufmerksam. Begleitet durch klassischen Rechtsrock, serviert uns die Truppe hier zehn neue Lieder und ein Intro. Dabei lässt die Truppe ihre Wut in musikalischer Form freien Lauf, mit teils rhythmisch-melodischen Riffs und einem angenehmen Schlagzeug, begleiten der musikalische Teil hier die überwiegend politischen Texte. Dabei geht man mit der Berliner Politriege in dem Lied “Überrannt” musikalisch ins Gericht oder beschäftigt sich auch mit historischen Themen und Personen, wie beispielsweise mit der gleichnamigen Person in dem Lied “Kaiser Wilhelm”.

Treu & verwegen liefern gute Arbeit ab, wer dem klassischen Rechtsrock zugeneigt ist und keine Lust auf modernere Stilrichtungen hat, der bekommt ein stimmiges und technisch wie spielerisch druckvolles Album serviert. Da hatten wir in diesem Jahr schon deutlich und hörbar schlechteres serviert bekommen, die Herren brauchen sich mit dem Ergebnis dieser Studioscheibe nicht zu verstecken. Die Scheibe braucht vielleicht die eine oder andere Runde mehr, um sich in den Gehörgängen zu verankern, dann aber, wenn es geklappt hat, lässt sich das Teil gut hören. Ein nicht unbeachtete Aspekt ist der “Endlöser-Faktor“, der unweigerlich in Erscheinung tritt. Kann man nichts machen und finde ich auch nicht verwerflich, auch wenn es eben nicht jene Truppe ist.

Die Zweite Produktion von One-Eight die frisch auf den Markt gebracht wurde. Auch diese Produktion gibt es in zwei Varianten, einmal als klassisches Jewelcase und einmal als Digi, welches ebenfalls limitiert ist. Von dem Digi gibt es 120 Stück die handschriftlich nummeriert sind. Optisch macht auch diese Produktion einen schicken Eindruck, garniert mit allem, was das Klischee zu bieten hat. Drei vertraute Farben, Bier und ein Totenkopf. Dies ist natürlich mit Humor gemeint, nicht allzu ernst nehmen. Im Beiheft findet ihr die Texte, wie gehabt.

Alte Recken wird dieser Silberling sicherlich gefallen, technisch und spielerisch ist das Werk wirklich nicht verkehrt und macht in seiner Gesamtheit einen guten Eindruck. Kann man sich durchaus anhören. Testet das Teil ruhig mal an, besonders die, die gerne die frühen Endlöser gehört haben.

Titelliste:
01. Intro
02. Treu & verwegen
03. Stolz geblieben
04. Es hagelt Verbote
05. Überrannt
06. Scheiss auf das…
07. Kaiser Wilhelm
08. Den glauben verloren
09. Hoch weht die Fahne
10. Politisch darf ich nichts sagen
11. Zu blöd

Hörprobe – Treu & verwegen – Hoch weht die Fahne:

 

Author: Frontmagazin
Frontmagazin.de - Das alternative Musikmagazin

4 thoughts on “Treu & verwegen – Überrannt

  1. Vielen Dank für die Hörprobe.
    Warum kann niemand dem Sänger sagen, dass er nicht singen kann! Klingt nach einer Mischung aus Neunziger und Frühtausender RAC aber der Gesang geht gar nicht.

  2. Naja,es gibt deutlich schlimmeres auf dem Markt!Ich denke das soll schon in die Richtung gehen von Früher?!Stimme finde ich jetzt nicht so dramatisch…
    Aber Musik ist halt immer Geschmacks Sache!
    Ich finde das Album Top! Für überprofessionellen RAC sind andere Bands zuständig!

  3. Werte Gemeinde,

    grundlegend sei jedem Künstler dafür Respekt gezollt, dass er in der heutigen Zeit Musik für den Widerstand macht – abgesehen von gewissen Personen, die mit ihren Fließbandproduktionen und tausenden Projekten wohl eher am Finanziellen interessiert sind.

    Aber bitte tut den Leuten einen Gefallen und greift nicht mehr auf diese seelenlose KI-Gestaltung zurück. Mich schrecken diese offensichtlich, künstlich generierten Beihefte und Cover so sehr ab, dass ich mir oftmals nicht einmal die Hörprobe zu Gemüte führe. Greift doch bitte wieder auf talentierte Grafiker zurück – auch wenn es dann eine Mark mehr kostet.

    Mit den besten Grüßen aus Glatzen-Anhalt

    Onkel Oi

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