„Ich wollte allen sagen, wer ich bin und wofür ich stehe. Und das geht für mich eben am einfachsten über die Musik…“ – Im Gespräch mit PJ von WE WANT WAR / ONE MILLION LIES – 03/2021

[Gesamt: 3   Durchschnitt:  5/5]

Es gibt musikalische Ausnahmeerscheinungen, die durch ihre Progressivität, Einfallsreichtum und ihrer ungebremsten Schaffenskraft, großartigen Werken ins Leben rufen und erschaffen. Leider wird vielen Künstlern nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die sie eigentlich verdient hätten. Einer davon ist PJ, Kopf der Bands WE WANT WAR und ONE MILLION LIES. Der schwedische Künstler liefert mit seinen brachialen Metalklängen ein musikalisches Feuerwerk ab und erfreut damit die Hörerschaft des extremen Metal. Seine Musik kann problemlos mit den großen Bands aus dem Mainstream mithalten, glücklicherweise ist PJ nicht angepasst und muss sich vor keinem rechtfertigen, sagt und singt, was er denkt und ist somit nicht konform für den angepasst Metal. Glücklicherweise, denn mit jedem neuen Album lässt uns PJ an seiner musikalischen Reise teilhaben und spricht das an, was sich angepasste Mainstreambands nicht trauen. Wir haben uns mit dem Musiker zusammengesetzt und in freundlicher und entspannter Atmosphäre über seinen Werdegang, seine Musik und positive wie auch negative Erlebnisse, wie auch über seine Pläne gesprochen. Ein spannendes und aufschlussreiches Interview ist dabei entstanden!

WE WANT WAR „Civil War“, das Lied ist auf dem „Frontline“ Album enthalten, erschienen bei Freiheit Sound.

Frontmagazin:
PJ, schön das du dir die Zeit für dieses Interview nehmen konntest. Einige kennen deine musikalischen Arbeiten bereits, einige aber auch nicht und daher möchte ich dich darum bitte, dich erst einmal vorzustellen. Erzähl der wissensdurstigen Meute da draußen doch mal, wie du zur Musik gekommen bist und was du bisher schon alles gemacht hast. Auch dürfte es besonders interessant sein, warum es dich gerade zur politischen Musik gezogen hat und was deine aktuellen Projekte sind?!

PJ:
Danke, dass du mir die Gelegenheit gibst, einige Fragen zu beantworten!
Ich bin der Schöpfer von WE WANT WAR und ONE MILLION LIES. Ich habe meine musikalische Reise 1998 begonnen, indem ich den Song “Nordic Myth” schrieb. Ich stand im Kontakt mit dem Label Sniper Records und schickte ihnen die Aufnahme. Ja und der Rest ist Geschichte. Musik war schon immer mein großes Ding. Ich habe mein eigenes Studio (Studio4164) seit mehr als 15 Jahren, ich habe sowohl mit professionellen als auch mit Amateurbands gearbeitet. Ich war schon immer politisch interessiert, so war es naheliegend, dass meine Texte Politik beinhalten würden. Da ich aus einer Kleinstadt ohne gleichgesinnte Musiker komme, mache ich das jetzt alleine.

Frontmagazin:
Das erste Album, was unter Freiheit Sound von WE WANT WAR veröffentlicht wurde, war Nordic Myth. Damals schien ja alles noch mit Freiheit Sound funktioniert zu haben, ab darauf kommen wir später noch zu sprechen. Wenn man sich mal mit der Diskografie von WE WANT WAR beschäftigt hat, wird man sehr schnell feststellen, das es sich um progressive Musik handelt. Allerdings war von dem Sound, den WE WANT WAR heute spielt, noch nichts zu hören. Nordic Myth ist eine klassische RAC Scheibe, thematisch wie auch musikalisch. Dabei ist das Album nun auch noch nicht so alt. Wie bewertest du aus heutiger Sicht das erste Album und wie verliefen die Arbeiten an dem Werk?

PJ:
Diese Platte wurde schon vor fast 20 Jahren aufgenommen, als WE WANT WAR noch ein komplettes Line-Up hatte. Wir hatten alle unsere Instrumente vielleicht gerade mal 4 bis 5 Jahre gespielt. Es war das letzte Material, was wir als komplette Band gemacht haben, bevor wir getrennte Wege gingen. Ich habe sehr gute und schöne Erinnerungen an den ganzen Prozess. Wir trafen uns an einem Wochenende in einem sehr berühmten Studio hier in Schweden. Wir waren vorher noch nie in einem Studio gewesen und plötzlich waren wir für ein Wochenende Rockstars. Tragischerweise gab es einige Meinungsverschiedenheiten in der Band und das war auch unser Ende. Es ging noch ein paar Jahre weiter, aber mit Widrigkeiten. Heute würde ich das Album an sich mit 1/10 bewerten. Aber für nostalgische Erinnerungen 10/10.

Frontmagazin:
Um kurz Klarheit zu schaffen, “Nordic Myth” ist bereits 20 Jahre alt. Bevor wir jetzt intensiv auf das zweite Album “A F**** S****” eingehen, möchte ich kurz die Zeitebene klären. Trotz seiner musikalischen Entwicklung, stammt das zweite Album ebenfalls aus der frühen Phase oder wurde es erst Jahre später geschrieben?

PJ:
Ja, wenn ich mich noch recht erinnere, wurde Nordic Myth 2002 aufgenommen und 2017 veröffentlicht. Die Songs wurden für dieses Album bereits zwischen 1998 – 2001 geschrieben. Ich habe danach noch ein paar Songs aufgenommen, die als Bonustracks auf dem Album sind. Das zweite Album “A F**** S**** fast vollständig im Jahr 2018 geschrieben worden, bis auf einen Track. “J*****. Das Lied wurde im Jahr 2005 geschrieben, ich musste es für das Album aber neu aufnehmen, um einen ähnlichen Sound zu bekommen.

Frontmagazin:
Mit dem zweiten Album “A F**** S****” eine musikalische Weiterentwicklung bei WE WANT WAR Einzug halten. Auch hielt es WE WANT WAR dieses Mal Label technisch in der schwedischen Heimat fest, das Album wurde nämlich über Sniper Records veröffentlicht. Zu Recht, obwohl “A F**** S****” musikalisch schon ein großer Schritt nach Vorne war, weg vom klassischen RAC und hin zum Metal. Im Vergleich zum ersten Album, so ging es textlich wesentlich politischer und expliziter zur Sache. Womit ein Verkauf für den deutschen Markt leider hinfällig geworden war. Welche Ambitionen hatten dich dazu veranlasst, dem zweiten Album einen größeren politischen Schwerpunkt zu verpassen und textlich mehr und direkter in die Offensive zu gehen?

PJ:
Auf jeden Fall, es gab eine Menge, was ich sagen wollte. Ich wählte ein Plattenlabel basierend auf dem, was ich für ein solch aggressives Album für angemessen hielt. Ich hatte auch das Bedürfnis, allen zu zeigen, dass ich keine Pause vom Musik schreiben machen würde oder die Szene verlassen habe. Ich hatte Zeit zum Nachdenken und bin älter und selbstbewusster geworden. Ich wollte allen sagen, wer ich bin und wofür ich stehe. Und das geht für mich eben am einfachsten über die Musik. Ein Titel wie “A F**** S**** lag da nahe.

Frontmagazin:
Ich möchte an dieser Stelle schon einmal auf die musikalische Entwicklung von WE WANT WAR zu sprechen kommen. Was nicht das letzte Mal sein wird in diesem Interview. Es ist ja nun kein Geheimnis, das die schwedischen Musikszenen von ziemlich hoher Qualität durchlaufen sind. Ob nun die großen Metalszenen oder die alternativen, politischen Szenen. Viele Metalbands, die im Mainstream unterwegs sind, kokettieren mit geschichtlichen Ereignissen. Beispielsweise die Black Metal Band MARDUK, die gerne und provokant mit dem NS spielt, ohne diesen zu befürworten. Oder SABATON, die sich das Thema Krieg zum Kernelement ihrer Musik gemacht haben, eher aber liberalistisch eingestellt sind. Woran liegt es, das die Kriegs- und NS-Thematik bei schwedischen Bands so populär ist, gerade im Metal? Und wo siehst du WE WANT WAR im Vergleich zu den beispielsweise genannten Bands? Ich meine, WE WANT WAR braucht sich musikalisch nicht vor den Mainstream zu verstecken.

PJ:
Der Name WE WANT WAR ist eigentlich durch Zufall entstanden. Ich wollte ein Logo mit drei Ws. Es war zwischen White, Wide, World (haha, ich war 16 Jahre alt) oder WE WANT WAR. Im Grunde ging es also nie um War. Es war nur eine Illustration für ein Logo.

Was die Schweden und den Krieg angeht ich denke, wir sind im Grunde ein konfliktscheues, ruhiges Volk, aber tief in uns brennt immer noch die Flamme der Herrschaft, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben.

Wenn ich gewollt hätte, das WE WANT WAR auf verschiedenen Streaming-Diensten hätte existieren sollen, hätte es das getan. Aber ich habe nicht das Bedürfnis, dort zu sein. Die Botschaft um mehr Menschen zum Aufwachen zu bringen, ist natürlich sehr wichtig. Aber nicht durch ihre Bedingungen. Und es ist wichtig für mich, Alben zu veröffentlichen, die exklusiv und professionell klingen und eine Botschaft haben, hinter der ich stehe. Aber ich werde mich nie auf den Mainstream-Markt einlassen.

Frontmagazin:
Im Jahr 2020 hat es WE WANT WAR wieder zurück nach Deutschland geführt, mit dem dritten Album Frontline. Dieses wurde erneut über Freiheit Sound veröffentlicht, was sich später als nicht so angenehm herausstellen sollte. Mit Frontline bin ich beispielsweise erst so richtig in Kontakt mit der Arbeit von WE WANT WAR gekommen und es hatte mich nach kürzester Zeit begeistert. Das sag ich jetzt nicht nur des Interviews wegen, sondern wegen meine Leidenschaft zur progressiven Musik, speziell zum Metal mit politischen Elementen. Das dritte Album ist stark, Frontline ist brachial und brutal, es ist experimentell und ausgereift, eine enorme Steigerung zu den beiden Vorgängern. Bedauerlicherweise verlief die Vermarktung seitens Freiheit Sound wohl nicht ganz rund und der Absatz verlief nicht wie gewünscht und vor allem, wie es eigentlich verdient gewesen wäre. Dabei passt bei dem Album alles, die geniale Musik, ein einwandfreier Klang und eine gelungene Aufmachung, und für die Sammler gab es limitierte Sonderauflagen. Dennoch sollte sich Freiheit Sound nicht (mehr) als anständiges Label herausstellen. Erzähl mal, wie bewertest du Frontline selbst, was wurde bei dem Album anders gemacht und was war mit WE WANT WAR und Freiheit Sound los? Das Label hatte dann auch ziemlich zeitnah die Pforten geschlossen.

PJ:
Vielen Dank für deine freundlichen Worte!
Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir Frontline im Jahr 2019 veröffentlicht. Freiheit Sound wollte, dass ich eine Platte für den deutschen Markt mache. ABER, es sollte eine Split-CD mit einem anderen Projekt namens KYRKOGRIM werden. Dann wurde am Ende die Songs aber doch frei gemischt und alles wurde als WE WANT WAR angepriesen und vermarktet. Deshalb klingt das Album auch etwas zerstreut. Jetzt, wo du es weißt, wirst du sicherlich auch verstehen, warum einige Songs politischer oder aggressiver sind als andere auf demselben Album. Es gab auch zwei Songs Never Surrender und Stand your ground, die stattdessen auf Lieder für einen neuen Zeitgeist 3 landeten, aber das war ganz im Sinne des Vertrages. Ich finde eigentlich, dass Frontline ein ganz gutes Album ist. Aber ganz und gar nicht so, wie ich es von Anfang an haben wollte. Einige Textzeilen mussten geändert werden.

Der Grund, warum die Beziehung zwischen WE WANT WAR und Freiheit Sound zu Ende ging, liegt einzig und allein in der mangelnden Loyalität seitens Freiheit Sound. Bullshit und Schulden! Ich musste Geld für sein Geschäft ausgeben, das ich nicht zurückbekommen habe. Ich habe 10 Freiexemplare für mich bekommen und keinen einzigen Cent für ein Album, an dem ich mehrere Monate gearbeitet habe. Er bot mir zwar von Anfang an einen großen Deal an, hielt aber nie sein Wort. Ein ganzes Jahr lang habe ich versucht, mein Geld zurückzubekommen. Er hat mir gesagt, dass ich das Geld bekommen würde, wenn ich ein weiteres Album aufnehme. Er redete schlecht über andere Labels, mit denen ich Kontakt hatte und auch über das, bei dem ich am Ende gelandet bin. Also habe ich ihn gebeten, zur Hölle zu fahren. Ich habe danach keinen Ton mehr von ihm gehört. Ich war so sauer, dass ich kurz davor war, WE WANT WAR aufzulösen. Das war auch der Punkt, an dem die Idee zu ONE MILLION LIES geboren wurde.

Frontmagazin:
War es eigentlich geplant, das es im Jahrestakt jeweils ein neues WE WANT WAR Album geben sollte? Es sind immerhin 3 Alben in 3 Jahren entstanden.

PJ:
Eigentlich, Ja! Solche Sachen passieren eben, wenn man total verrückt ist. Um dich zu korrigieren, es werden 5 Alben in 5 Jahren sein, wenn wir Stray veröffentlicht haben. Aber das erste Album zählt eigentlich nicht. Außerdem hatte ich die Idee, um zu sehen, wie sehr ich das Schreiben vorantreiben kann. Zu schade, dass sich die meisten Leute einen Dreck um meine Alben scheren, hahaha... [Anm.d.Red.: Das versuchen wir ja, mit diesem Interview zu ändern!] Ich bin mir nicht sicher, ob ich in Zukunft jedes Jahr ein Album machen kann, aber es werden auf jeden Fall mehr Alben kommen.

Frontmagazin:
Mich würde mal interessieren, was du von LIBERPLAY hältst, der ersten Streaming-Plattform für patriotische und nationalistische Musik? Du stehst mit deiner Musik ja nun im Zeichen der Progressivität, entsprechend sollte ein solches Projekt auch irgendwie in deinem Sinne sein, oder?

PJ:
Ich denke, es ist großartig. Alles, was unsere Bewegung vorantreiben kann, ist großartig. All die neuen Ideen, mit denen wir unsere Botschaften verbreiten können, ist wichtig. Spotify hat keinen Platz für uns, auch Youtube nicht. Das Wichtigste ist, dass wir unsere Projekte unterstützen und als Team zusammenarbeiten.

Frontmagazin:
Anstatt auf ein heimisches Label zu vertrauen, hat es WE WANT WAR nun über den großen Teich verschlagen und es wurde bei Tinnitus Records ein neuer Heimathafen gefunden. Das junge, aufstrebende Label aus Amerika war dann auch entsprechend verantwortlich für das vierte Album Erratic. Ja und es wird nun wenig überraschend sein, aber auch mit dem vierten Album hat sich WE WANT WAR musikalisch noch einmal entwickelt. Der Metal ist geblieben, aber das Tempo wurde etwas abgebremst. Ich möchte mal behaupten, das es einige Nu Metal Elemente und ganz minimal sogar etwas Stonerrock in die musikalische Arbeit geschafft haben, auf welche ich im weiteren Verlauf noch genau eingehen werde, mal schauen, ob ich Recht behalten werden, ha, ha. Auch hat Erratic textlich größtenteils eine spannende Entwicklung vollzogen. Ist Erratic ein experimenteller Vorläufer zum bald erscheinenden fünften Album Stray“?

PJ:
Zuallererst möchte ich sagen, das Tinnitus Records das Beste ist, was mir passieren konnte. Sie sind loyal, sie sind nicht gierig und halten ihre Versprechen. Wir sind Brüder geworden und sprechen fast täglich über neue Ideen, unsere Familien und so weiter.

Ich bin sehr zufrieden damit, wie Erratic entstanden ist. Ich wollte mich an Freiheit Sound rächen und wollte die beste Platte in diesem Genre schreiben. Dank der Beteiligung des Gastsängers auf dem letzten Song, wurde es das letzte Puzzleteil, das an seinen Platz fehlte. Der Grund für das aggressive Auftreten auf dem Album war einfach, dass ich viel zu sagen hatte. Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich zu sagen habe und was nicht. Und ja, du haben absolut recht. Stray ist eine Fortsetzung meiner musikalischen Reise. Als Erratic in die Produktion geschickt wurde, hatte ich bereits einige Teile von Stray geschrieben.

Frontmagazin:
In der Zwischenzeit hat sich bei dir ja schon wieder einiges getan, nicht nur sind die Arbeiten am fünften WE WANT WAR Album Stray fast abgeschlossen, auch wurde ein Projekt ins Leben gerufen, welches den Namen ONE MILLION LIES trägt. Ein Rockprojekt mit Nisse von ehemals ENDLESS PRIDE und ENHÄRJANA. Bevor wir auf Stray zu sprechen kommen, möchte ich über ONE MILLION LIES reden. Wie kam es zu diesem Projekt, wolltest du zurück zu den musikalisch Wurzeln, dem Rock oder hatte es andere Gründe und wie kam es zur Beteiligung von Nisse bei diesem Projekt? Das Album wird demnächst über Midgard Records erscheinen, was erwartet die Hörerschaft auf diesem Album und wird es ein einmaliges Projekt sein?

PJ:
Es wird definitiv kein einmaliges Projekt sein. Ich genieße es, die Flamme am Leben zu erhalten. Und das eine gibt dem anderen, Inspiration und umgekehrt. Ich höre gerne Punk und damit hat alles angefangen.

Ich hatte gerade eine andere Band verlassen, als ich mit Nisse in Kontakt kam. Er fragte, ob WE WANT WAR einen Bassisten bräuchten. Allerdings habe ich eine sehr starke Vorstellung davon, wie WE WANT WAR klingen soll und ich habe einen sehr starken Willen. Stattdessen bot ich ihm einen Platz bei ONE MILLION LIES an und er nahm ihn an.

Im Gegensatz zu WE WANT WAR ist das hier Punk/Rock mit einigen Elementen von Metal, aber nicht so wie WE WANT WAR. Es ist schneller, mehr Refrains zum Mitsingen und ein einfacher Rhythmus. Ich würde es als modernen RAC bezeichnen. Es ist sicher, man wird definitiv mehr von ONE MILLION LIES hören. Wir sind bereits dabei, neues Material zu schreiben.

Frontmagazin:
Nebenbei möchte ich noch das “Label 4614” ansprechen. Du produzierst WE WANT WAR und ONE MILLION LIES selbst, ist “Label 4614” also die Wiege der Arbeit und ausschließlich dafür gedacht oder wird es da in Zukunft noch mehr und andere Sache zu hören geben?

PJ:
Die Idee war eigentlich nur, eine Möglichkeit zu bieten, wenn jemand mit mir in Kontakt treten möchte. Das war der Hauptzweck und natürlich die Fans auf dem Laufenden halten. Die Seite befindet sich noch im Aufbau. Ich plane in Zukunft dort einige exklusive Sachen hochzuladen. Auch hoffe ich, dass ich den einen oder anderen Auftrag im Bereich Mixing und Mastering bekomme. Auch wird man vielleicht in Zukunft dort Platten oder Gadgets direkt von mir kaufen können.

Ganz ehrlich? Ich habe es noch nicht wirklich durchdacht, haha Aber man kann die Seite auf jeden Fall besuchen und sich umschauen: Studio4 164

Frontmagazin:
Fast in den Startlöchern steht “Stray”, das fünfte Album von WE WANT WAR und dieses erscheint ebenfalls demnächst über Tinnitus Records. Nicht nur das ich mich wahnsinnig darauf freue, wenn das Teil bei mir eintrifft, es wird auch wieder ein weiterer, vor allem aber mutiger Schritt nach vorne. Anhand der ersten Hörproben möchte ich mal behaupten, das “Stray” das ausgefallenste Werk ist, das mit WE WANT WAR veröffentlicht wird. Irgendwo zwischen Thrash und Nu Metal, einigen Black bzw. Dark Metal Momenten, Stonerrock und klassischen Heavy Elementen, reiht sich das Werk ein. Auch der Gesang ist abwechslungsreicher denn je, mutiger und noch mehrstimmiger als zuvor. Nun wird es spannend, als ich die ersten Hörproben gehört hatte, musste ich unweigerlich an IN FLAMES, teilweise auch an SOILWORK denken. Ebenfalls zwei schwedische Bands. Was macht “Stray” so außergewöhnlich und spannend, worauf darf sich die internationale Hörerschaft gefasst machen?

PJ:
Ganz einfach, es ist das beste Album, das ich je gemacht habe!

Fast 70 Minuten feinste Musik, aufgeteilt in 14 Songs. Diesmal ist der Sergey von Wolf Project für das Cover verantwortlich. Absolut perfekt. Mit dabei sind Gastsänger wie Aleksi von MARDER und ForNull. Nachdem man dieses Album gehört hat, wird man sich den Vorgänger Erratic zulegen wollen. Wo die Sammlung komplett ist.

Eine Platte wie Stray wird man in unserer Szene nie wieder hören. Es ist etwas Außergewöhnliches. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis, auch bin ich gespannt auf die Reaktionen auf dieses Album. Ich genieße es immer noch, auch nachdem ich es Millionen Male gehört habe. Und nun fühlt es sich super schön an, nach all der harten Arbeit einen kleinen Urlaub zu haben!

Frontmagazin:
Hast du mit “Stray” ein Kapitel bei WE WANT WAR abgeschlossen und folgt nun vielleicht eine Veränderung? Weiterentwicklung gehört ja eh zum Prozess von WE WANT WAR. Wird sich musikalisch nun vielleicht etwas ändern oder bleibst du dem Metal treu?

PJ:
Diese Frage kann ich im Moment wirklich nicht beantworten. Ich weiß, dass es eine Veränderung geben wird, aber nicht in welche Richtung. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass das Metal-Genre im WWW bleiben wird. Aber es wird nicht wieder ein Album wie “Stray” geben, das ist sicher Ich will nicht wie einige andere Bands sein, die 40 Jahre hintereinander das gleiche Album veröffentlichen, hahaha!

Frontmagazin:
Nach Stray geht es wie bei WE WANT WAR weiter? Generell, welche musikalischen Zukunftspläne stehen an, kannst du da schon etwas verraten?

PJ:
Ja, kann ich. Es gibt bereits einige Songs mit WE WANT WAR, die nach “Stray” veröffentlicht werden. Sammeledtionen, eine Split-CD und T-Shirts. Ich kann dir noch nicht alles verraten, aber behalte Tinnitus Records in nächster Zeit im Auge. Vielleicht kommt “Stray” auch in irgendeiner Form als Limited Collection. ONE MILLION LIES werden an einem kommenden Compilation-Album teilnehmen und auch T-Shirts über Midgård Records herausbringen.

Frontmagazin:
PJ, noch einmal vielen Dank das du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Ich wünsche dir an dieser Stelle viel Erfolg mit der Musik, auf ein baldiges Wiedersehen und natürlich auch privat und familiär alles erdenklich Gute. Die letzten Zeilen gehören dir, Grüße, Danksagung und solche Sachen. Alles Gute und bis zum nächsten Mal!

PJ:
Denkt dran, unterstützt alle unsere neuen Bands, damit sie in der Masse nicht untergehen. Musik wird in unserer Bewegung gebraucht! Unterstützung die Labels, Bands, die Magazine, wir sind alle gemeinsam daran beteiligt, eine bessere Zukunft zu schaffen. Das Geld kommt zuletzt, das Aufwachen kommt zuerst.

Danke an alle, die es verstehen!

/ PJ

We Want War – Stray

We Want War – Frontline

Author: Frontmagazin

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