Pugilato – Contra todo lo podrido

Pugilato – Contra todo lo podrido
OPOS Records | CD

Da scheißt einer dem System aber gewaltig vor die Pforten…

Dieses Jahr scheint der politische Hard- und Metalcore wieder Fahrt aufzunehmen. Vor einiger Zeit wurde uns die Minischeibe von Heritage serviert und kürzlich schepperten neue Klänge von Path of Resistance aus den Boxen. Weiter geht es nun mit Pugilato, die spanische Corefraktion meldet sich zurück und nach einer fast vierjährigen Pause erklingen neue Lieder der verbal prügelnden Meute. Wer die spanische Band auf dem Zettel hat, der dürfte bereits wissen was mit „Contra todo lo podrido“ auf einen einschlägt. Genau, es gibt einen brachialen und wütenden Mix aus Hardcore, Punk-Elementen und einigen Rockeinlagen serviert. wer es also erneut däftig scheppern lassen möchte, der sollte sich diesem Tonträger zuwenden. Hoch politisch und mit meiner gehörigen Portion an Aggressivität geht man in den acht neuen Liedern ans Werk, da wundert es einen dann auch nicht, das sich die Wut aufgrund von politischer Schikane durch die spanische Justiz, in den Liedern entlädt. So gibt es in den acht neuen Liedern eine klare Kampfansage und zugleich eine Abrechnung mit dem spanischen System.

Bereits nach einigen Liedern wird man ziemlich schnell feststellen, dass es auf „Contra todo lo podrido“ ziemlich abwechslungsreich zur Sache geht und man dem vorgegebenen Muster einer klassischen (NS)HC Produktion ausbricht. Wo man bei dem ersten Lied „Resistencia“ noch von aggressiven und fast reinen Hardcore sprechen kann und durch das Lied „Dime“ mit Metal lastigen Elementen beschallt wird, gibt es dann mit der Nummer „Josue libertad“ einen deutlichen Stilbruch zu vernehmen. Ein Lied das thematisch noch immer an Akutalität besitzt, aber musikalisch auch völlig aus der Reihe tanzt. Von Hardcore ist hier nur noch beiläufig etwas zu vernehmen, hier dominiert ganz deutlich der rockige Charakter. So verhält es sich auch mit den fortlaufenden Liedern dieser Produktion, Stilbrüche gehören zum Vorgehen auf diesem Album und wer damit klar kommt, dem wird mit „Contra todo lo podrido“ ein ziemlich unterhaltsamer Tonträger geboten. Gebrüllt wird in der Landessprache, dies könnte für einige ein Ausschlusskriterium sein. Wer allerdings mit fremdsprachigen etwas anfangen kann, in diesem Fall aus Spanien und vielleicht sogar der Sprache mächtig ist, der bekommt ein ziemlich druckvollen und stilitisch breit aufgestellten Tonträger geboten.

Ich bin mir aktuell überhaupt nicht sicher, ob es in Spanien noch ein aktives Label für rechtspolitische Musik gibt? Ist aber auch egal, bei OPOS Records ist man nämlich bestens aufgehoben. Produktionstechnisch erweist sich „Contra todo lo podrido“ ziemlich druckvoll und sauber. Vereinzelt übertönt das Schlagzeug ein wenig und steht meines Erachtens nach, etwas zuweit im Vordergrund. Von diesme Kritikpunkt abgesehen, ist das neue Werk durchaus hörbar und macht Spaß. Was die Gestlatung angeht, so scheint man optisch eine Affinität zur „Purge“ Filmreihe zu haben, zumindest erinnert mich der Stil her an diese. Gefällt mir richtig gut. Die Corefraktion und jene, die mit fremdsprachigen Klänge etwas anfangen können, werden um einen Tonträger mit Hörvergnügen bereichert. Lohnt!

Titelliste:
01. Resistencia
02. Contra todo lo podrido
03. Dime
04. No habrá paz
05. Josue libertad
06. No yos vencerán
07. Elite moral
08. No me atraparan

Hörprobe – Pugilato – Resistencia:

 

Author: Frontmagazin

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