Kriegs Legion – Chaos Bomb

[Gesamt: 1   Durchschnitt:  5/5]

Kriegs Legion – Chaos Bomb
Oldschool Records / Askania Productions | CD

Colonel Slanders und Kameraden meldet sich mit ihrer, gar nicht mehr so neuen Band Kriegs Legion und einem neuen Album zurück. „Chaos Bomb“ tritt mächtig Ärsche, dann mal los…

Ich war ja schon etwas enttäuscht als seinerzeit das Ende von Rebel Hell verkündet wurde. Die Politmetaller aus Detroit waren und galten für mich immer irgendwie als Geheimtipp, leider konnte die Truppe sich aber nie so wirklich richtig auf dem musikalischen Spielfeld breit machen und tänzelte irgendwie immer als größere Randnotiz umher. Irgendwie waren sie da und haben auch was abgeliefert aber wurden nicht so richtig zur Kenntnis genommen. Bedauerlicherweise, immerhin hat man mit Rebel Hell zu sechs Alben komponiert und war zu Anfangszeiten schon musikalisch ziemlich fit. Um 2014 rum muss es gewesen sein, als man mit Kriegs Legion dann ein neues Kapitel begonnen hatte und auch unter neuer Flagge hat man es mittlerweile auf drei Vollscheiben geschafft, davon ist eben die hier vorliegende „Chaos Bomb“ die aktuelle Arbeit der Herren.

Wer Rebel Hell mochte, der wird auch mit Kriegs Legion seine Freude haben. Musikalisch geht es zwar nicht mehr ganz so metallisch zur Sache, dafür aber nicht minder professionell. Es gibt eine ziemlich zügige Mischung aus Punk und Hardrock. Ein paar frühe Slayer-Riffs der Güteklasse Kerry King reichern das ganze passend an und geben Colonel Slanders die passende Begleitmelodien zum ausrasten. Es gibt also die passende Portion Thrash, das macht Spaß. Auf die genialen Solis wird man bereits nach kurzer Zeit aufmerksam, da kommt schon recht früh der „Aha“ Effekte zur Geltung. Genrell hält das komplette Album ein wohl dosierte 90er Jahre Dröhnung inne, wer also etwas mit der rotzig brachialen Stilrichtung anfangen kann, die damals aus den Staaten exportiert wurde, der bekommt hier eben genau das geboten. Es ist zwar ein ziemlich großer und auch ein recht hoch angelegter Vergleich, aber, wie bereits angedeutet, Freunde der Thrashlegende Slayer könnten hier vereinzelt an die frühen Werke wie „Seasons in the Abyss“ oder „South of Heaven“ erinnert werden. Dabei geht man textlich recht sozialkritisch zur Sache, dabei hält man sich aber immer an ein bestimmtes Level, ohne in die stumpfe Parolenpropaganda abzugleiten. Ist ja nicht so, das wir das nicht aus den Staaten kennen würden, he, he.

Kriegs Legion liefern mit ihrer dritten Scheibe „Chaos Bomb“ einen amtlichen, politisch unkorrekten Arschtritt ab, die geneigte Hörerschaft amerikanisch thrashiger Punkrockmucke wird hier mit zehn geilen und ordentlich professionellen, rotzigen Liedern versorgt. Oldschool Records hat in Kooperation mit Askania Productions das dritte Album produziert und auf die Welt losgelassen, die Aufmachung stammt aus der Federführung von Colonel Slanders selbst. Hier stehen alle Zeichen auf Minimalismus, ein 4-seitiges Beiheft, sofern man das so nennen kann, gibt es und da sind tatsächlich alle Texte abgedruckt. Schlicht und einfach, aber nicht billig und lieblos. Hier werden die Freunde von amerikanischen Klängen angesprochen, wer damals mit Rebel Hell, davor sogar noch Liberty 37, etwas anfangen konnte und gerne die alten Scheiben auflegt, der sollte sich mal die Hörprobe bei uns reinziehen. Und wer dann noch dazu mal wieder angepisst ist, warum auch immer, der sollte sich „Chaos Bomb“ so oder so reinziehen. Passender, thrashiger Punk/Rock zum ausrasten. Aber auch sonst lohnt sich der Silberling, die Herren haben musikalisch schon einiges auf dem Kasten und durchaus noch mehr zu sagen!

Titelliste:
01. Serpents Coil
02. The Bleeding Point
03. Wheel Of Misfortune
04. Riddle In A Lie
05. Chaos Bomb
06. A New Kind Of Aids
07. Burn It Down
08. Last Age Of Rebellion
09. Conspiracy Of None
10. Weaponized Autism

Hörprobe – Kriegs Legion – Last Age Of Rebellion:

 

Author: Frontmagazin

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