Punikoff hört rein Vol. 2

[Gesamt: 6   Durchschnitt:  3.5/5]

Punikoff hört rein Vol. 2
OPOS Records | CD

Es ist mal wieder soweit, der Puni hört erneut rein, genauer gesagt, zum zweiten Mal. „Punikoff hört rein Vol. 2“, der Nachfolger hat nach etlichen Arbeitsstunden nun endlich das Licht der Welt erblickt und präsentiert sich erneut mit einer interessante Titelliste. Zumindest auf den ersten Blick, wir wissen nämlich alle, das Sampler ein leidiges Thema sein können bzw. sind. Es ist eigentlich unmöglich, es allen recht zu machen. Was eben auch der Grund ist, das es gerade bei Sampler häufiger zu „Pipi in den Äuglein“ macher Beteiligten Künstler und Bands führen kann. Eines ist beim „Punikoff hört rein Vol. 2“ Sampler zumindest aber schon einmal klar, es wurde wieder mit Leidenschaft und Energie zu Werke gegangen, daran besteht beim Puni kein Zweifel.

Der Sampler beginnt gleich mit einer musikalischen Abreibung, den Auftakt macht das 1-Mann Metalcoreprojekt 14 Sacred Words aus den Staaten. Wer mit der musikalischen Schaffenskraft des Amis vertraut ist, der dürfte wissen was mit „NS or Death“ ansteht. Ziemlich angepisster, brachialer Metalcore mit jeder Menge Synthesizer und Effekten. Stilitisch verhält es sich so, wie wir es beispielsweise vom indizierten ersten Album und der letzten Minischeibe her kennen. Ich mag sein Material, 14 Sacred Words werden nicht zu Unrecht als die rechtspolitische Variante von Heaven Shall Burn bezeichnet. Weiter geht es mit Gigi und seiner Teutonic Thrash Metal Band In Tyrannos. Leider mit einer bekannten Nummer, zumindest für die meisten Hörer. Bei dem Lied „An den Iden des März“ handelt es sich um das Bonuslied, welche auf der nachträglichen Vinyl Edition der letzten Vollscheibe „Schlimmer als die Pest“ enthalten war. Außerdem gab es Zugabe das komplette Album mit samt dem Bonuslied, als CD Variante dazu. Es bedarf wohl keiner Worte zu In Tyrannos, oder? Kaum einer dürfte das grandiose zweite Thrash Metal Gewitter verpasst haben, welches sich als Konzeptalbum mit der Islamisierung Europas durch die Jahrehunderte beschäftigt. True Aggression liefern in bewehrt, bekannter Art und Weise, eine englischsprachige Nummer ab. Ein politisch unkorrekter Punk-Appell an die Völker Europas, sich endlich aus dem Schlaf zu erheben. Geht gut ab. Ich bin der Meinung, dass das Lied bereits vor einigen Monaten schon via Youtube und Co., zu hören war und als nachgespielte Version außerdem auf dem UltRACockS Erstlinkswerk enthalten ist. Spannend und ziemlich überraschend geht es mit dem Beitrag von Der Oberberger weiter. Irgendwo zwischen Neuer Deutscher Härte, RAC und Gothic Elementen, dort findet man das ziemlich gelungene Lied „Der Dolch“. Der Solokünstler beweist sich selbst auf auf ein neues und überzeugt hier mit Einfallsreichtung und Experimentierfreude. Wir wechseln das Genre und machen einen Ausflug in die rechtspolitische Hippihoppi-Szene. Henry 8 und sein n´Socialist Soundsystem geben mit „Burzumkassetten“ eine lyrisch durchdachte, wenn auch nicht für alle Hörer erträgliche Nummer zum besten. Rechtspolitischer Hippihoppi ist für viele noch immer eine unliebsame Randerscheinung und wir als unpassend angesehen. Ich muss sagen, das man sich Henry durchaus antun kann. Sicher, es ist kein Dauerbrenner, dazu ist diese „Musik“ zu anstrengend aber für zwischendurch absolut brauchbar. Textlich braucht sich Henry mit seinem lyrischen N-Rap nicht verstecken. Zurück auf RAC´igen Felde, ziehen nun Eichenlaub mit Schwertern in die Schlacht. Mit „Haltet stand!“ gibt es eine melodische Rocknummer geboten, vielleicht nicht unbedingt innovativ aber dafür mit Unterhaltungs- und Pogocharackter. Grundsätzlich kann man hier von stabilen und klassischen, eben recht melodischen Rechtsrock sprechen. Wir seine Freunde finden, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir bleiben beim melodischen RAC und bekommen nun eine neue Nummer von Germanium serviert. Thematisch geht es bewehrt historisch zur Sache, Germanium haben Potential, so auch hier. Ich denke, wenn man sich mit einem neuen Album mehr Zeit lässt, keinen Schnellschuss hinlegt und vielleicht etwas von der Kriegsthematik abweicht, dann könnte uns ein ziemlich strammes und brachiales Werk bevorstehen. Warten wir es ab. Was hier einen etwas faden Beigeschmack hat, ist der Umstand, dass der musikalische Teil ziemlich leise ist und der Gesang übertönt. Schade, hat man schon wesentlich besser von Germanium gehört. Das nächste Lied wird von Heureka begesteuert. Leider aber nichts neues, hierbei handelt es sich nämlich um eine Vorabversion von einem Lied, welches auf dem ersten Album enthalten ist. Abwechslung gibt es mit dem nächsten Lied, mit „Endlos unmodern“ liefert die Künstlerin Aria eine persönliche Nummer ab. Ein Lied welches von der persönlichen Antihaltung gegen diesen modernen Zeitgeist handelt. Einige dürfte Aria bereits von ihren unzählingen Coversongs auf Youtube kennen, oder durch ihre Beiteiligung auf der Projektscheibe Nordvolk. Geboten bekommen wir eine etwas ruhigere Rocknummer, passend zur Stimme. Es wurde in der letzten Zeit etwas ruhig um Aria, hoffen wir mal, das es nicht so bleibt. Mit „Heeresgruß“ gibt es eine Mischung aus mittelschnellen Rechtsrock und Pagan Metal von Sköll Dagaz geboten. Das ist in Ordnung, das war das dann aber auch schon. Der Gesang ist mit der Zeit ziemlich anstrend und monoton. Was irgendwann dazu führt, das man dazu neigt, schnellstmöglich das nächsten Lied anzuhören. Die Ungebetene Gäste sinds als nächstes dran und im Gegensatz zu ihrer verkorksten Weihnachtsscheibe, geht man hier durchaus hörbarer zur Sache. Sicher, man enternt auch mit „Realitätsverlust“ nicht den Rock-Olymp, aber immerhin serviert man der Hörerschaft eine brauchbare Nummer, die sich mit einer klaren Botschaft an diese Marionettengesellschaft wendet. Das nächste Lied ist eine kleine Premiere mit der sich die süddeutsche Band SMT bei der weiten Hörerschaft vorstellt. Flotter, recht melodischer Mix aus sozialkritischen Rechtsrock und Punk, gefällt mir erstaunlich gut. Da bin ich doch mal gespannt, wie es bei der neuen Kapelle weitergehen wird. Es ist mal wieder Reisezeit, wir wechseln den Kontinent und landen im schönen Brasilien. Neht euch einen guten Rum zur Hand, zündet eine anständige Zigarre an und erfreut euch an den Klängen von Zurzir. Die altgediente Band braucht man ja eigentlich nicht mehr wirklich vorstellen, oder? In bester Manier spielen die Brasilianer ihren großartigen Stil aus Rock und Metal, singen selbstverständlich in ihrer Heimatsprache und erfreuen das Ohr derer, die den internationalen Klängen offen gegenüberstehen. Definitiv einer meiner Favoriten auf diesem Sampler. Jeder Urlaub ist irgendwann mal zuende und wir kehren Heim. Dort geht es dann gleich mit ziemlich viel Krach weiter und dieses mal ausnahmsweise nicht durch die Antifa. Nein, das nächste Lied liefern Leave all behind ab. Hier darf sich die Hörerschaft der harten Klänge freue, eine brachiale und ziemlich gewaltige Death Metal bzw. Deathcore Nummer wird mit „Know your enemies“ geboten. Thematisch geht die Bande in die Offensive und gibt eine klare Botschaft wieder. Starkes Lied, allerdings war ich der Meinung, das die Band sich aufgelöst hatte. Ob dies der Fall ist und es sich hier um ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen handelt, vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Wie auch immer, das Lied fetzt. Wir bleiben vorerst im Bereich der Coremucke denn auch das nächste Lied schlägt in die selbe Kerbe. Einige kennen den Künstler mit seinem Projekt The Simple Men vielleicht, musikalisch gibt es ebenfalls ziemlich brachialen Deathcore geboten, allerdings mit mehr experimentellen Einflüssen garniert. Anfänglich könnte man sogar denken, wir bekommen nun eine Gothic Nummer im Stil von Cradle of Filth serviert. Nicht verkehrt, passende Ergänzung zum Beitrag von Leave all behind. Wir kommen nun zu den beiden Beiträgen von Feuer Frei und hier war ich ziemlich gespannt, was es zu hören geben wird. Es geht stilistisch so zu Werke, wie auf dem Erstlingswerk der Truppe. Gute und durchdachte Texte mit gelungener Rockmusik garniert. Mal schnell und dann mal wieder mit ruhigeren Passagen ausgestattet. Ich möchte mal frei behaupten, dass das Material aus der selben Aufnahmesession stammt, wie eben jene Lieder, die es auf die erste Scheibe geschafft haben. Mir persönlich sagt das Gebrülle des Sängers nur nicht wirklich zu. Dieser hat eine großartige Stimme im Klargesang, besonders im balladesken Bereich. Wenn man von dieser Weise mehr Gebrauch machen würde, dann würde dies eine starken Wertsteigerung gleichkommen. Mal schauen was die Zukunft bei Feuer Frei zu bieten hat. Gassenraudi melden sich als vorletzter Gast auf diesem Sampler zu Wort. Serviert bekommt man eine simple Rocknummer geboten. Ich dachte zuerst, ich würde eine Ballade hören, denn das Schlagzeug ist so dermaßen leise das man es kaum versteht. Auch sonst ist der Beitrag eher langweilig und wirkt wie ein Lückenfüller um den Sampler mit ausreichend Liedgut auszustatten. Der Abschluss wird mit einer alternativen Vorabversion von dem Lied „Es ist so, wie es ist“, von dem Projekt Quadriga eingeläutet. Hierbei handelt es sich zwar um eine unveröffentlichte Aufnahme, jedoch nicht um eine unbekannte Nummer. Das Lied gibt es in anderer Form, mit geänderten Textpassagen und gesungen von Luni auf dem Album von Quadriga. Hier hört man den Alex von Spreegeschwader singen, was allerdings ziemlich langweilig und lieblos klingt. Sehr schade, ich habe Spreegeschwader immer gerne hört und tue dies auch heute noch. Was allerdings hier (und auch mit dem letzten Album vom Alex) abgeliefert wurde, ist ein belangloser Beitrag. Schade, das war eine Minusrunde.

Produziert wurde der zweite Sampler dieses mal von OPOS Records und schon optisch gefällt mir das Teil deutlich besser, als wie beim ersten Sampler. Dieser Achtziger Stil gefällt mir, ich mag die Achtziger Jahre eh gerne, aus verschiedenen Gründen. Die Gestaltung von Balaclava Graphics macht was her und lässt diesen Sampler etwas aus der Reihe tanzen. Feine Sache. Als kleine Beilage gibt es eine Aufkleber, dieser gefällt mir allerdings nicht so gut. Hätte man den Aufkleber an das Design des Digis angepasst, dann hätte es harmoniert. So wie er final aussieht, ist das Teil viel zu dunken geworden. Falsche bzw. unpassende Farbauswahl führte hier dazu. Ansonsten ist der Produktion grundsätzlich nichts anzukreiden. Es ist eben wie bei jedem Sampler, es gibt Höhen und Tiefen, sowohl „Hui“ als auch „Pfui“ ist dabei. Puni hat sich Mühe gegeben, daran besteht kein Zweifel und dafür gebührt ihm eine Gratulation. Ansonsten heißt es auch hier, wie bei jedem anderen Sampler: Testet das Teil an, vielleicht ist ja was für euch dabei!

Titelliste:
01. 14 Sacred Words – NS or Death
02. In Tyrannos – An den Iden des März
03. True Aggression – Europe Awake
04. Der Oberberger – Der Dolch
05. n´Socialist Soundsystem – Burzumkassetten
06. Eichenlaub mit Schwertern – Haltet stand!
07. Germanium – Der schwarze Baron
08. Heureka – Kulturkampf
09. Aria – Endlos unmodern
10. Sköll Dagaz – Heeresgruß
11. Ungebetene Gäste – Realitätsverlust
12. SMT – Stolz und unbequem
13. Zurzir – Grandeza Racial
14. Leave all behind – Know your enemies
15. The Simple Men – Lose yourself
16. Feuer Frei – Weil ich Deutschland bin
17. Feuer Frei – Ich könnte es tun
18. Gassenraudi – Ungeniert
19. Quadriga – Es ist so, wie es ist

Author: Frontmagazin

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1 thought on “Punikoff hört rein Vol. 2

  1. 19 Lieder und kein Ausfall dabei, jedes Lied ein Kracher. Da hat man sich echt Mühe gegeben, absolute Kaufempfehlung.
    Ganz starkes Album, vielen Dank dafür. Gruß IanMcDorell

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