Mistreat – Talk the Talk, Walk the Walk

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Mistreat – Talk the Talk, Walk the Walk
PC Records | CD

Wirklich, sind inzwischen schon wieder vier Jahre seit dem letzten Album der finnischen Altmeister vergangen? Unglaublich wie die Zeit rennt, es kommt mir vor als wenn ich erst gestern die “Heartless Bastards” durch die Anlage gejagt habe. Nun gut, wir wollen hier jetzt nicht den alten Tagen hinterhertrauern…

Mit “Talk the Talk, Walk the Walk” melden sich Mistreat mit ihrem siebten Studioalbum zurück, sofern ich jetzt nicht falsch liege. Die finnischen Altmeister, die seit Anfang der Neunziger ihr Unwesen treiben, gegründet zwar schon 1988 aber man ließ sich etwas Zeit mit dem ersten Tonträger der seinerzeit über 1990 veröffentlicht wurde, sind eine der Vorzeigebands der patriotischen Musikszene auf dem internationalen Spielfeld. Die neue Scheibe bietet 10 neue Lieder in altbewährter Manier, wir bekommen einwandfreien Rock geboten, mit einer ordentlichen Portion Melodie geboten, wie man diesen von Mistreat kennt und liebt. Erneut überzeugt die Band durch richtig gute Riffs und Solis, mal geht es etwas schneller zur Sache und dann gibt es musikalisch auch wieder etwas schleppende Nummern, die eine wirkungsvolle Atmosphäre erzeugen. Abgerundet wird das Album durch eine, mehr oder weniger, balladesken Nummer. An einem ausgereiften Kontrastprogramm mangelte es der Band auf ihren Alben noch nicht, zumindest könnte ich jetzt kein Album nennen, das eintönig und wenig originell wirkt. Auch “Talk the Talk, Walk the Walk” ist abwechslungsreich und nicht nur durch die hochwertige Musik überzeugen die Finnen, sondern auch durch die stets guten und durchdachten Texte, denn dort wird mindestens genauso viel Wert auf Qualität gelegt. Von subkulturell geprägten, über historisches bis hin zu klaren politischen Statements, die vielfältigen Texte der neuen Scheibe überzeugen auch dieses Mal. Bereits gleich zu Beginn lassen die Finnen mit “Warrior Nation” eine deutliche Botschaft in die Welt hinaus. Trotz aller sozialen Probleme und sonstigen Einflüsse bleibt der Stolz zur Nation eine entfachte Flamme im Herzen. Mit dem Lied “Skinhead” gibt es, wie unschwer zu lesen (und zu vermuten) ist, eine musikalische Liebeserklärung an den Kult. Mit “All Gave Some, Some Gave All” wird der historische Teil abgedeckt und man erinnert in dem Lied der militärischen Streitkraft und dessen Ehre auf dem Feld, in der Schlacht zu Land und zu Luft. Ohne aber dabei im billigen Propagandageschrei zu verfallen, wobei von Geschrei bei Mistreat ja eh keine Rede ist, denn Muke und seine Leistungen brillieren auch hier wieder einmal auf hohen, sehr hohen Level. Eine kleine Hymne liefern die Finnen mit “Great Nights Back In The Days”ab, ein Lied, das einen einfach mal gedanklich in knapp vier Minuten in seine eigenen wilden Jahre zurückversetzt. Ist das herrlich, und dazu wird das Lied noch mit einem wunderbaren Gitarrenspiel beendet.

Mistreat werden nicht älter, sie reifen wie ein guter Wein und dies hört man auf dem neuen Studioalbum wunderbar. 10 neue Lieder, von denen keines eine musikalische Minusrunde darstellt. Die Finnen überzeugen erneut durch musikalisches Können und textliche Sicherheit, schwere, witzige und kritische Themen werden in durchdachte Texte verpackt und klingen wirklich grandios. Die Band wird ihren Ruf wieder einmal gerecht und liefert mit “Talk the Talk, Walk the Walk” einen geilen Nachfolger zum “Heartless Bastards” Album ab. Das Teil ist Sound technisch wie gewohnt ein schönes Hörvergnügen, die Scheibe ist wirklich stark abgemischt und bietet einen druckvollen und klaren Klang.

Erneut ist PC Records für die Produktion verantwortlich und dort weiß man mit dem musikalischen Schwergewicht angemessen umzugehen. An der Produktion gibt es kaum, ach was schreib ich da, eigentlich nichts zu bemängeln. Vom Vinyl abgsehen, gibt es das neue Album in zwei Varianten. Einmal gibt es eine klassische Variante im Jewelcase und dann noch als limitierte Edition in einer großen Box, wie wir sie schon von der letzten Naked But Armed Scheibe “Surfing On The Chemtrail Clouds Of Death” aus dem Hause Oldschool Records kennt. Die Box ist handschriftlich auf 300 Exemplare limitiert und beinhaltet neben dem Album noch eine Fahne, einen Magneten und zwei Aufkleber. Auch optisch macht das Teil was her, das gezeichnete Artwork passt und erinnert mich an die vorherige Scheibe, der Stil sagt mir zu. Generell finde ich gezeichnete Cover immer ziemlich schick, wenn diese auch entsprechend gut gemacht sind. Im Beiheft findet ihr alle Texte und ein paar Worte der Band. Was will man hier jetzt noch großartig schreiben? Mistreat beweisen auch mit diesem Album, über welches Können sie verfügen. Durchdachte, hochprofessionelle Musik und großartige Texte haben die Finnen wieder einmal in 10 neue Lieder verpackt. Vom Anfang bis zum Ende genial, ganz klare Kaufempfehlung!

Titelliste:
01. Warrior Nation
02. We’ve Had Enough
03. 5-4-3-2-1- Fire!
04. Skinhead
05. Talk The Talk, Walk The Walk
06. All Gave Some, Some Gave All
07. Great Nights Back In The Days
08. Northern Lights
09. Cross My Heart & Hope To Die
10. Questions To The Father

Hörprobe – Mistreat – Great Nights Back In The Days:

Code 291 / Mistreat – United in Pride Vol. 3

Author: Frontmagazin

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