Urweisse – Das Band zu unseren Ahnen

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Urweisse – Das Band zu unseren Ahnen
Rebel Records | CD

Und so schnell kann es gehen, schon ist der zweite Streich dann auch schon erhältlich und Urweisse schalten damit auch gleich ein paar Gänge rauf. Doch damit nicht genug…

Ja, damit kann man sich zurückmelden, dieses Werk macht Spaß. „Das Band zu unseren Ahnen“ steht in keinen Vergleich mehr zum Vorgänger, musikalisch kommt das Teil ausgereifter rüber und bietet mehr Spielfreude und Abwechslung. Man bewegt sich zwar überwiegend im klassischen Rechtsrock und hält an vertrauten Mustern fest, jedoch verliert man sich dabei nicht selbst in der Bedeutungslosigkeit und streut einige wirklich starke Riffs ein, die durch ihren metallischen Einfluss ein Mehrwert darstellen. Die zwölf neuen Lieder bringen allesamt eine wohlklingende Grundstruktur mit sich, auch hört man es dem Material deutlich an, dass man nun eine vollwertige Mannschaft unter dem Urweisse Banner vorweisen kann.

Thematisch gehen Urweisse auf der neuen Scheibe in die Offensive und loten erst einmal ihre Grenzen aus. Es wird klar Stellung bezogen und dabei lässt man kein gutes Wort. Warum auch, im Moment brauchen wir ja wirklich nicht von Zeiten der schönen Worte sprechen, oder? Urweisse beziehen Stellung und prangern so einiges an, mit Liedern wie „Dein Leben, dein Kampf“ gibt es eine musikalische Ehrerweisung für einen alten Frontkämpfer der deutschen Kriegsgeschichte. Mit „Wikingerblut“ bedient man sich vertrauter Sagen um die Horden aus dem Nordland, die Nummer bietet starke Riffs und zählt zu einer meiner Favoriten auf dieser Scheibe. Das Titellied „Das Band zu unseren Ahnen“ hat es wirklich in sich, eine richtig starke Nummer, die eine musikalische Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schafft und an das Erbe und die Pflicht appelliert und mit “Hürtgenwald” thematisiert die Band die Schlacht um den Hürtgenwald zwischen 1944 und 1945 gegen die amerikanische Armee. Ich muss schon sagen, die Jungs haben sich auf dem neuen Album textlich enorm gesteigert und es macht schon ziemlich Spaß der Band zuzuhören. Auch hinter dem Mikro hat man sich noch einmal gesteigert, der tiefe Gesang klingt kräftiger und ausgereifter.

Erneut steht Rebel Records der süddeutschen Band als ausführendes Label mit Rat und Tat zur Seite. Die neue Scheibe kommt mit einer verdammt schicken Aufmachung daher und ist im Vergleich zum Erstlingswerk auch gleich aussagekräftiger. Das macht wirklich was her, die Texte findet ihr selbstverständlich im Beiheft und die Seiten sind entsprechend der Themen gestaltet. Der Klang der Produktion ist gelungen, ein starkes und sattes Tonvolumen tönt aus den heimischen Boxen und lässt „Das Band zu unseren Ahnen“ zu einem verdammt kraftvollen Hörvergnügen werden. Erschienen ist das neue Werk wahlweise als reguläre Edition in der klassischen Plastikhülle und als limitierte Holzbox, diese beinhaltet neben dem neuen Album noch das Erstlingswerk und ist handschriftlich auf 156 Stück limitiert.

Ein wirklich gelungenes zweites Album der Band, mit diversen Ohrwürmern, es erinnert mich ein wenig an die Enkel des Reiches vom Gesang her. Der Silberling macht schon Spaß, und Urweisse haben sich um ein vielfaches gesteigert. Der Silberling wird so schnell nicht die Anlagen einiger Hörer verlassen. Definitiv ein richtig starkes Werk und eine erste richtige Überraschung aus dem deutschsprachigen Musikbereich. Empfehlung von uns!

Titelliste:
01. Auftakt
02. 100 Prozent
03. Arbeistherapie
04. Mein alter Freund
05. Kampfpilot
06. Es
07. Dein Leben, dein Kampf
08. Das Band zu unseren Ahnen
09. Hürtgenwald
10. Wikingerblut
11. Wir traben ins rote Turnei
12. Urweisse

Hörprobe – Urweisse – Wikingerblut:

 


Urweisse – Urweisse Musik

Author: Frontmagazin

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