Path of Resistance – Never give in

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Path of Resistance – Never give in
PC Records | CD

Bäm, da sind sie wieder, Path of Resistance… die deutsche Antwort auf Terror, Lionheart und andere Größeren der internationalen Hardcore-Szene!

Mittlerweile sind schon wieder zwei Jahre ins Land gezogen, seit dem die Minischeibe “If you want peace, prepare for war” das Licht der Welt erblickt hatte und zweifelsohne, die Hardcore-Szene verlangte prompt nach mehr. Kein Wunder, immerhin zählen Path of Resistance zu den Pionieren der politisch unkorrekten Coremucke und dies konnte man stetig und mit zunehmender qualitativer Steigerung auf ihren Werken hören. So ist es wenig überraschend, dass das vierte Studioalbum “Never give in” sich dann auch prompt als ein starkes und Energie geladenes Kraftpaket herausstellt. Path of Resistance vermischen wieder einmal gekonnt die alte und neue Schule, wir haben starke Breakdowns, mal mehr und mal weniger brachiale Blast Beats und neben hart Bass-Line einen rhythmischen Flow in der Lead-Guitar. Meistens tritt man das Gaspedal durch und setzt auf Tempo, hin und wieder lässt man das Material aber auch martialisch mit Midtempo durch die Boxen peitschen. Gerne mal unterlegt durch spannende Solos. Dem Facettenreichtum auf “Never give in” sind wenig Grenzen gesetzt, je häufiger man sich das Teil reinzieht, um so mehr Kleinigkeiten entdeckt man. Gut, dass man hier und dort einige Ähnlichkeiten vernehmen kann, wie z.B., von den oben genannten Lionheart, ist kein wirkliches Drama. Spannend ist das Wechselspiel zwischen klassischen Hardcore-Attitüden und Post-Core bzw., Metalcore, wie es mit dem Lied “Pyramid” erklingt. Killswitch Engage und Soilwork lassen Grüßen. Wo wir beim Gesang sind, der sich aus unterschiedlichen Stilen zusammensetzt. Wir haben das klassische Shoutin´, Screamo-Einlage und eben Clean-Vocals in dem Lied “Pyramid” den der Sänger von Lass Leben beisteuert. Auch sind die Sänger von H8Machine, Green Arrows, Painful Awakening und Weg des Erwachens mit Gastbeiträgen auf dem neuen Studioalbum vertreten. Es geizt dem Werk nicht an Abwechslung und das macht “Never give in” spannend, unterhaltsam und umfangreich.

Thematisch ist die Truppe klar positioniert und so bekommt man politisch unkorrekte Kampfansagen serviert. Lieder wie “The World Burns Down” oder “Master Of The Lie” geben ganz deutlich die Marschrichtung vor und lassen keine Sekunde aus, Kritik zu üben.

Innerhalb der Band hat es wohl einige Wechsel gegeben, dadurch werden automatisch neue Stile und Elemente mit eingebracht. Das kann gut ausgehen, aber auch nach hinten losgehen. Im Fall von Path of Resistance hat das der musikalischen Kraft keine Einbußen eingebracht. Im Gegenteil, mit “Never give in” meldet sich die Band frisch und gestärkt zurück. Technisch hat das Teil ordentlich Dampf unter der Haube, der Sound fetzt und lässt die Boxen durch die Bude wandern. Inzwischen sind Path of Resistance bei PC Records gelandet. Die Produktion macht fast durchweg einen guten Eindruck. Das Design ist typisch PoR, ausgefallen und anders, nichts was man häufig sieht. Schon interessant, erinnert mich irgendwie an 50er oder 60er Jahre Sci.-Fi. Filme, wüsste ich nicht, dass das eine Album von PoR ist, hätte ich aber auch nicht auf eine Corescheibe getippt. Zum Teil oder vollständig, das vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen, ist Wolf PMS beteiligt. Ein schicker Aufkleber im bekannten Stil liegt der Produktion bei. Was mich persönlich allerdings ziemlich abnervt, sind diese Poster-Booklet-Sonstwat-Dinger... zwar sind alle Texte abgedruckt, feine Angelegenheit, aber um mal eben was nachzulesen, muss man das Scheißding komplett entfalten. Mich nervt sowas und finde die Teile eh überflüssig, da hätte ich lieber ein anständiges, normales Booklet gesehen. Im Verhältnis zum Rest ist dies allerdings nichts Großes oder wildes.

Freunde der gepflegten Coremucke, die Jungs von Path of Resistance melden sich voller Tatendrang zurück und im Gepäck haben sie ihr neues Album, vollgestopft mit zehn brandneuen Nummern. Wer Bock auf die Mucke hat, der bekommt ein starkes Brett. Auch wenn einige meinen, dass der (NS)HC Hype vorbei ist, die Mucke funktioniert heute noch immer. In diesem Sinne!

Titelliste:
01. Follow The Path
02. P.T.B.W.
03. Burning Desire
04. Pyramid
05. The World Burns Down
06. Your Fault Is To Remain Silent
07. Dark Storm Rising
08. Master Of The Lie
09. We Are The Voice
10. Lionheart

Hörprobe – Path of Resistance – Pyramid:

 

Path of Resistance – If you want peace, prepare for war

Author: Frontmagazin

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2 thoughts on “Path of Resistance – Never give in

  1. Hier passt wirklich alles, vor allem der Lass Leben-Frontmann fügt sich hier äußerst gut als Gastsänger mit ein. Hätte nicht damit gerechnet, dass die Herren von PoR noch einmal so ein Brett abliefern. Selbst der grandiose Vorgänger wird hier noch einmal übertroffen. Jeder, der dem (NS)HC in irgendeiner Form etwas abgewinnen kann, sollte hier zuschlagen.
    Und auf jeden Fall bis zu Ende hören – dort versteckt sich noch ein mehr als gelungenes Coverstück!

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